Folge #6 Der Fall Jens Salaw - Was wirklich passiert ist (mit Marius Richter und Steffi Plugge-Henze)

Shownotes

Exklusivinterview mit Kriminalhauptkommissar a.D. Marius A. Richter und Assistenz Steffi Plugge-Henze vom Institut für angewandte Kriminalistik und Forensik zu den neuen Erkenntnissen im Fall Jens Salaw Seit ich 2020 vom Fall Jens Salaw aus Monschau mitbekommen habe, hat er mich sehr mitgenommen und beschäftigt. Jens verschwand an Karneval im Februar 2020 und wurde kurze Zeit später tot auf einem Feld gefunden. Angeblich hatte er sich betrunken verlaufen und sei dann erfroren. Jahre lang blieb der Fall kalt, da die Staatsanwaltschaft Aachen das Schicksal von Jens als Unfall deklariert und somit geschlossen hat. Jens' Familie kämpfte dafür, dass der Fall neu aufgerollt wird. Dies ist nun passiert. Durch die neuen Ermittlungen vom in Duisburg ansässigen Institut für angewandte Kriminalistik und Forensik, welches von Kriminalhauptkommissar a.D Marius Richter geleitet wird, sind nun neue Erkenntnisse entstanden. Marius Richter und seine rechte Hand Steffi Plugge-Henze ( Instagram @tatortstrafakte ) sind sich sicher: Jens wurde in den Tod getrieben. Ich durfte mit den beiden über genau diese neuen Erkenntnisse sprechen, es ist mir eine große Ehre euch diese Informationen zu präsentieren. Heute in Folge 6 von Unsolved. Danke euch fürs Zuhören 🫶🏼 Alle Fotos findet ihr immer einen Tag vor der Folge auf meinen Instagram-Kanälen @unsolved.podcast / @germantruecrime https://kriminalistik-institut.de Quellen: diesmal nur die Primär-Quelle: Marius und Steffi. Vielen lieben Dank <3

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00:00:13: Eine kalte Brise der Nachtluft schlägt Jens entgegen, als er in der Nacht auf den einzwanzigsten Februar, zwei Tonzwanzig, gegen kurz nach Mitternacht, übermüdet, den Diskobus einsverlässt.

00:00:25: Der zehn Minuten vorher, von Eicherscheidt in der Nordeifel nach Kalterherberg, über Konsen abgefahren ist.

00:00:32: Jens war sofort in der Tenne, einem kleinen Veranstaltungsraum für Partys und Geburtstage und hat dort zusammen mit seinen Freunden Karneval gefeiert.

00:00:41: Während der relativ kurzen Fahrt saß Jens nach Aussage des Fahrers vorne rechts neben dem Busfahrer.

00:00:47: Sie unterhielten sich, sprachen wahrscheinlich über belanglose Dinge.

00:00:51: Jens wirkte laut Zeugenaussage zwar etwas müde, aber dennoch klarbei verstand und erzählte dem Fahrer, dass er bei seinen Eltern Manuela und Helmut in Kalterherberg wohnt.

00:01:00: Um dorthin zu gelangen, hätte Jens noch einige Kilometer und Bushalten weiterfahren müssen.

00:01:05: Doch bereits gegen null Ozehen nach nur einer Haltestelle möchte Jens aussteigen.

00:01:10: Selbst als der Fahrer ihn darauf hinweist, dass er noch mehrere Stationen weiterfahren muss, beharrt Jens drauf.

00:01:16: An der Haltestelle Breitestraße im Ortsteil Konzen verlässt Jens den Nachtbus und läuft in die Kälte der Nacht.

00:01:23: Jens wird diese Nacht nicht überleben.

00:01:26: Was seitens Staatsanwaltschaft und Polizei Aachen fünf Jahre lang als tragischer Unfall im Archiv der geschlossenen Fälle abgehäftet wurde, stellt sich nun als etwas ganz anderes raus.

00:01:37: Mir gegenüber sitzen in der heutigen Folge zwei Personen, die im Auftrag von Jens Eltern mit hartnäckiger und erfahrener kriminalistischer Arbeit dafür gesorgt haben, dass ich euch heute überhaupt diese Informationen präsentieren darf.

00:01:50: Marius Richter ist Kriminalhauptkommissar aus der Dienst und leitet seit dem Jahr, das in Duisburg ansässige Institut für angewandte Kriminalistik und Forensik.

00:02:00: Ein staatlich unabhängiges Unternehmen, das sich auf Wunsch von Angehörigen, alte Fälle und die dazugehörigen Akten erneut anschaut und neu bewertet.

00:02:09: An seiner Seite als rechte Hand unterstützt ihn Steffi Plogehenze.

00:02:13: Sie werdet ihr wahrscheinlich vom Podcast Mord und Todschlach kennen.

00:02:17: Steffi ist Marius Assistentin und hat die Nachermittlungen im Fall Jens in Monschau mitbegleitet und organisiert.

00:02:24: Was nach den neuen Nachhermittlungen wirklich, in jener Februar nach Zwei-Tonzwanzig in der Nordeifel passiert ist, hört ihr heute in Folge sechs von meinem Podcast anzuhofft.

00:03:00: Ihr Lieben, ich befinde mich gerade in einem... gemütlich hergerichteten kleinen Büro und mir gegenüber sitzen zwei sehr interessante Menschen, mit denen ich heute über das Schicksal von Jens sprechen möchte und darf.

00:03:14: Hallo Herr Richter, Hallo Steffi.

00:03:17: Hallo, danke für die Einladung.

00:03:18: Ja, von meiner Seite auch, vielen Dank.

00:03:22: Bevor wir gleich tiefer in den Fall einsteigen, würde ich euch beide und die Arbeit des IFK gerne zunächst einmal vorstellen.

00:03:29: Herr Richter, vielleicht beginnen Sie gerne.

00:03:32: Ich hätte jetzt eigentlich gedacht Ladies First, aber ich kann trotzdem mal anfangen, um über das Institut was zu erzählen.

00:03:38: Ja, so erstmal vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auch uns zu besuchen.

00:03:44: Nun, also ich stehe dem Institut vor, dem Institut für angewandte Kriminalistik und Forensik.

00:03:50: Das Institut gibt es schon seit zwei Tausendneunzehn.

00:03:54: Wir werden immer dann mandatiert, wenn die Fälle nicht so eindeutig sind oder wenn es offensichtlich gewisse Zweifel an den Ergebnissen der Ermittlungsbehörden gibt.

00:04:06: und dann versuchen wir nochmal, den gesamten Ermittlungsbereich oder die ganzen Ermittlungen nochmal nachzuzeichnen, schauen, ob da auch entsprechend die Verdachtschöpfung der Beleglage gut passt.

00:04:27: Und unter Umständen wird es dann erforderlich, dass man dann in diesen Fällen noch einmal nach recherchiert, nachemittelt.

00:04:32: Das ist aber dann die nächste Phase, die Phase der Nachemittlung.

00:04:36: Vielleicht mal zu meiner Person ganz kurz.

00:04:39: Ich war viele Jahre bei der Polizei in Nordrhein-Westfalen tätig im Bereich der kriminalpolizeilichen Arbeit im GundeNorm.

00:04:47: alles durchlaufen, fast alle Deliktsbereiche bearbeitet, also von Mordtotschlag bis hin zu Betrug und Korruption, also breites Spektrum, aber das ist eigentlich nicht atypisch für eine kriminalistische Arbeit.

00:05:00: Und man findet ja überall, ich sage das mal, gewisse Überschneidungen, gewisse Spurenlagen, die man dann nutzt und die man dann auch entsprechend werten kann.

00:05:11: Und das ist so der Bereich, den ich über viele Jahre, wie gesagt, praktiziert habe.

00:05:17: Und das mache ich jetzt quasi analog in dem Institut.

00:05:21: Das Institut macht es aber noch vielleicht etwas anders.

00:05:25: Also wir arbeiten ja im Bund genommen, genauso wie die Polizei das macht.

00:05:32: Aber ich glaube, wir nehmen uns etwas mehr Zeit für die Fälle.

00:05:35: Wir analysieren noch tiefer die Spurlage.

00:05:40: Wir bewerten sie immer wieder neu.

00:05:41: Wir suchen uns neue Belege, die wir dann versuchen, in die gesamte Fallkonstellation in die Hypothese mit einzubauen.

00:05:52: und wenn sich daraus ergibt, dass es eigentlich eine Abwandlung der Hypothese bedarf, dann steigen wir genauso da auch ein und sind dynamisch genug mit unseren Strategien dann weiter in Richtung einer neuen Hypothese zu bewegen.

00:06:06: Ja, wir nutzen unterschiedliche Expertisen, das ist mal Wichtig, je nach Fallkonstellation brauchst du mal einen Rechtsmediziner, du brauchst einen IT-Vorensiker, du brauchst vielleicht auch jemanden, der im Bereich der Buchhaltung besonders fit ist, der vielleicht Dinge herausfindet, die andere nicht herausfinden.

00:06:24: Also je nach Fallkonstellation sind wir da tatsächlich mit unterschiedlichen Expertisen auch aktiv.

00:06:32: Und das ist, glaube ich, auch die Stärke des Instituts.

00:06:35: Wir arbeiten fallbezogen.

00:06:37: und zwar exakt mit den Expertisen, die benötigt werden, holen uns diese Expertisen mit dazu und kommen dann zu einem Gesamtegebnis.

00:06:46: Um sich das gleich mal so ein bisschen von der Größe her vorzustellen, wie groß ist das Team vom IFK?

00:06:52: Also wir haben einen festen Bestandteil.

00:06:55: Unser IT-Volensiker gehört fest zum Team, wir haben Klamotten gehört fest zum Team, Steffi, die sich gleich nochmal vorstellen wird, gehört fest zum Team und... Meine Wenigkeit natürlich auch.

00:07:07: Und dann haben wir wirklich so Stand-by Experten, die wir sehr, sehr kurzfristig auch dazu bringen, dazu nehmen, die dann auch noch mal zusätzliche Expertise auch durchaus im kriminalistischen Bereich dazu bringen.

00:07:19: Ja, so.

00:07:19: Also es ist tatsächlich eine bunte Mischung von, ich sage mal Experten, also es ist ein Experten-Team.

00:07:27: Ja, also festes, fester Stamm und die, die dazu kommen, die Gönnerbau genauso fest an dazu über viele Monate, weil oftmals dauern solche Untersuchungen ja auch nicht nur ein, zwei Wochen, sondern wir sind wie jetzt in diesem Fall vom Fall von Jens S. Da sind wir tatsächlich schon seit zweieinhalb Monaten mit relativ hohen Intensität befasst und ja, da wächst man natürlich auch wieder zusammen und ja.

00:07:55: und kommen zu guten Ergebnissen.

00:07:56: Also aus jeder Sparte ist jemand dabei und jeder trägt seinen Teil dazu bei.

00:08:00: Absolut,

00:08:01: anders kann man das auch gar nicht machen.

00:08:08: Wir gehen ja wirklich ganz in die Tiefe.

00:08:11: Das ist unser Ziel, möglichst wirklich einen Fall zu durchdringen und uns auch unterschiedliche Perspektiven in dem Fall anzunehmen.

00:08:20: Wir schauen mal, auch die Täterperspektive, wir schauen, was passt irgendwie zusammen, was passt nicht zusammen, sobald wir auch eine Abweichung feststellen, dann ziehen wir das nicht durch und sagen, die Abweichung beachten wir jetzt nicht, sondern da sind wir wirklich ganz konsequent dabei, uns immer wieder neu auszurichten.

00:08:43: Und das kann man auch nur mit Leuten, die auch flexibel sind, die wirklich sattelfest sind in ihrer Expertise und die auch wirklich nach links und nach rechts auch schauen.

00:08:53: Ich sage jetzt mal vielleicht eine Armwand Abwandlung in diesen Teilbereichen dann auch wahrnehmen und diese auch dann auch kennen und auch nachvollziehen können.

00:09:07: Häufig hat man so Pseudo-Experten, die haben irgendwo ein Buch gelesen über DNA Spuren und glauben damit können sie jetzt kriminalistisch total auf der Höhe sein und dabei bietet die Kriminalistik wirklich eine ganze Klaviatur an Spuren.

00:09:23: Die Spuren muss man auch sehen, die muss man lesen.

00:09:25: Das gibt nicht nur DNA Spuren, auch nicht nur Fingerschabzug Spuren, es gibt Situationen Spuren, es gibt Mikrofaserspuren.

00:09:33: Jede einzelne Spur gibt neue Hinweise auf möglichen Täter oder Tätergruppen.

00:09:38: Und wenn man das nicht kennt und wenn man sich da viel zu sehr auf gewisse Dinge reduziert, dann fehlt das einfach in der rechts und links.

00:09:47: Und dann kommt man nicht zu dem Ergebnis, zu dem man eigentlich hätte kommen müssen, wenn man sauberkriminalistisch.

00:09:52: Kriminalistik ist eine Wissenschaft, wenn man sauberkriminalistisch das abarbeitet.

00:09:57: Wo wir jetzt gerade schon beim Team sind, Steffi, wir kennen uns ja persönlich schon mal ein bisschen länger, genau.

00:10:03: Aber meine Hörer kennen dich vielleicht noch nicht.

00:10:05: Deswegen, was machst du beim IFK und wie ist deine Arbeit ausgerichtet?

00:10:10: Also ich habe ja eigentlich ursprünglich mal als Podcast an angefangen.

00:10:13: Von

00:10:14: Mord und Todstag.

00:10:15: Von Mord und Todstag, genau der... Das liegt jetzt seit über einem Jahr brach, weil ich da keine Zeit mehr für gefunden habe.

00:10:22: Und ich habe dann aber mich vor allen Dingen auf das Schreiben konzentriert.

00:10:28: Also ich habe ganz viele True-Crime-Geschichten, Kurzgeschichten geschrieben.

00:10:32: Ich habe für externe True-Crime-Produktionen gescriptet.

00:10:37: Und genau, dann habe ich Marius kennengelernt.

00:10:42: Anfang diesen Jahres persönlich, also wir hatten letztes Jahr schon Kontakt, aber über den mutmaßlichen Doppelmod von Pico da hat er ja ein sehr umfangreiches Gutachten geschrieben.

00:10:55: Und genau, darüber haben wir Kontakt bekommen und irgendwie hat das ganz gut funktioniert.

00:11:00: Ich gesagt, du brauchst eine Assistentin, die dich ein bisschen managt.

00:11:06: Genau, so bin ich ins IFK gekommen und darf jetzt quasi als seine rechte Hand probieren.

00:11:11: Seite an Seite.

00:11:13: Seite an Seite.

00:11:14: Side by side beim Head Off.

00:11:16: Ja, und da können wir jetzt auch eigentlich schon mal so ein bisschen rüberlenken zu dem Fall, über den wir jetzt heute sprechen.

00:11:23: Wie ist es genau dazu gekommen, dass der Fall überhaupt beim IFK gelandet ist?

00:11:28: Da haben wir schon wieder Steffi.

00:11:29: Da haben

00:11:29: wir schon wieder ich dran.

00:11:32: Also, ich habe ... Also ich muss dazu sagen, ich habe zu dem Zeitpunkt noch nicht beim IFK gearbeitet.

00:11:38: Ich war zwar mit Marius in Kontakt und habe auch immer gesagt, ich würde gern von dir lernen.

00:11:42: Ich finde, das ist interessant, was du machst.

00:11:44: Aber wir hatten zwar regelmäßig Kontakt, aber es gab noch keine Zusammenarbeit, das vielleicht ganz kurz vorweg.

00:11:50: Ich habe die SternTV-Doku gesehen von Jens S. Und habe gedacht, das ist genau ein Fall für Marius.

00:11:59: Also das passt.

00:12:01: zu hundert Prozent.

00:12:03: Und dann habe ich in der Facebook-Gruppe eben geschrieben, dass das IFK gibt, weil man muss halt leider sagen, dass ganz viele Menschen gar nicht wissen, dass es diese Möglichkeit gibt, dass es dieses Institut gibt.

00:12:13: Das ist deutschlandweit einzigartig.

00:12:15: In den Staaten ist es wahrscheinlich noch ein bisschen anders.

00:12:17: Da kannst du als Privatpersonen Experten beauftragen.

00:12:22: Aber das, was Marius macht und was das IFK macht, ist es einfach einzigartig.

00:12:27: Und dann dachte ich, ich gebe einfach mal den Hinweis, dass es das gibt.

00:12:31: Und daraufhin haben sich die Eltern dann, es hat aber glaube ich zwei Monate gedauert, die, wie gesagt, die Berichterstattung ist ja dann auch mal richtig hochgekocht.

00:12:38: und dann haben sie sich irgendwann gemeldet und hat Marius gesagt, ja, wenn du möchtest, dann machen wir es zusammen.

00:12:45: Vielleicht

00:12:46: können wir das ja mal ganz kurz ansprechen.

00:12:47: Die Facebook-Gruppe wurde, soweit ich weiß, von Jens Mutter eingerichtet, richtig?

00:12:52: Nein.

00:12:53: Nein, die Facebook-Gruppe hieß damals Suche nach Jens und die ist tatsächlich von einer Dame eingerichtet worden, die Jens gar nicht kannte.

00:13:01: Die war einfach nur betroffen, dass er verschwunden ist und anschließend ist sie dann, als er aufgefunden wurde, ist sie umbenannt worden in Trauer um Jens.

00:13:10: Aber die Mama von Jens ist dort sehr aktiv, das stimmt.

00:13:15: Die postet auch immer die neuesten Artikel und so, aber sie ist jetzt nicht atmen in der Gruppe.

00:13:20: Genau, und darüber, ich wollte einfach nur diesen Hinweis geben, dass es diese Möglichkeit einfach gibt, weil es mir unfassbar leidt hat.

00:13:27: Weil diese Ungewissheit ist wirklich das wahrscheinlich das Allerschlimmste, dass du nicht weißt, was passiert ist.

00:13:34: Und ja, ich, wie gesagt, ich habe vorher schon einige Gutachten von Marius gelesen und dachte mir, das musst du jetzt wenigstens einmal angebracht haben.

00:13:44: Man hat schon gemerkt, dass die Familie damals eigentlich Hilfe von außen brauchte und ... ... jemanden brauchte, der einem wirklich darauf aufmerksam macht, dass es ... ... wie du schon dachtest, diese einzigartige Möglichkeit eben gibt.

00:13:55: Die gibt es in den USA ... ... ganz, ganz viele, das stimmt.

00:13:58: Und in Deutschland eben ... ... ja, leider nur ... ... einzigartig.

00:14:03: Ja.

00:14:04: Genau.

00:14:04: Aber so ... ... ist der Fall quasi ans IFK gekommen und ... ... ich an Marius Seite.

00:14:11: Was war Ihr erster Gedanke, Herr Richter, ... ... als Sie ...

00:14:13: Ja, ich ...

00:14:14: ... den Fall dann gehört haben?

00:14:15: Also ... ...

00:14:16: der ja so gut zu Ihnen passt.

00:14:18: Also ich kannte den Fall, muss ich ehrlicherweise gestehen, nicht.

00:14:23: Aber das war jetzt auch nicht so schädlich, weil Steffi mir da relativ schnell darüber berichtet hatte.

00:14:29: Wenn ich in Fällen involviert bin, dann schaue ich dann nicht unbedingt nach links und nach rechts und da sind dann so Themen.

00:14:38: Da hat sich schon eigentlich richtig erkannt, dass man da vielleicht nochmal ein bisschen auf achten muss auf solche Fälle, die sind ja schon ein bisschen speziell und besonders.

00:14:48: Wir sind also immer angesprochen worden.

00:14:51: Entweder sind wir von den Angehörigen angesprochen worden, ob wir in diese Sache nochmal nach ermitteln können.

00:14:58: Es ist wirklich ganz erstaunlich, was wir für Fälle tatsächlich schon zwischenzeitig bearbeitet haben, wirklich sehr, sehr brisante und auch sehr medienrächtige Fälle, also die schon wirklich sehr, sehr intensiv in den Medien diskutiert wurden.

00:15:13: Ja, und so sind wir dann letztendlich, so hat Steffi mich jetzt auf diesen Fall aufmerksam gemacht und dann haben sich die Eltern von Jens irgendwann mal telefonisch bei mir gemeldet und haben gesagt, sie hätten da den Hinweis bekommen.

00:15:28: Und daraufhin habe ich gesagt, okay, dann lassen wir uns zunächst mal einen Termin machen.

00:15:32: Hab Steffi für den Termin gebucht und gesagt, du kommst mit.

00:15:36: Du hast es angezettelt, jetzt kommst du mit.

00:15:39: Und dann sind wir nach Moonshow gefahren und haben dort die Eltern aufgesucht.

00:15:43: Und es war nicht ganz einfach am Anfang, weil der Fall ja schon mehrfach auch bei SternTV publiziert wurde.

00:15:55: Der Fall war auch immer wieder in den Medien zu lesen.

00:15:59: Also es gab in dem Fall reichlich Berichterstattung.

00:16:03: Es haben sich auch schon einige Menschen bei der Familie gemeldet, die unterstützen wollten.

00:16:09: Also muss man deutlich sagen, die Familie hat auch schon negative Erfahrungen gemacht.

00:16:15: Und so war es, am Anfang musste erst das Eis gebrochen werden.

00:16:19: Wir haben dann darüber berichtet, was wir machen, wie wir es machen.

00:16:24: Und ja, am Ende war die Frage.

00:16:28: Abschließende Frage, können Sie uns helfen in dem Fall?

00:16:30: Können Sie uns Klarheit verschaffen?

00:16:32: Und das war für mich... Klar und ersichtlich, dass wir das können.

00:16:38: Und ihr habt gesagt, wir werden in jedem Fall es schaffen, ihnen eine Gewissheit zu beschaffen oder zu besorgen.

00:16:44: Eine Gewissheit über das Schicksal von Jens.

00:16:48: Sicherlich viel mehr als das, was in den Akten steht.

00:16:51: Ob wir den Fall abschließend klären können, das vermag ich nicht zu sagen, weil da war mir die Akte noch so gar nicht bekannt.

00:17:00: Aber ich habe gesagt, sie werden am Ende jeden Fall wesentlich mehr Informationen haben und werden ihren Frieden vermutlich finden können aufgrund der Informationslage.

00:17:10: Dann haben wir vorgestellt, was wir machen, dass wir das natürlich auch sehr intensiv dokumentieren, was wir machen, dass wir das wirklich sehr detailliert verschriften, dass wir das so vorbereiten, dass es dann auch, wenn der neue Beleglage sich daraus ergibt, dass das an die Staatsanwaltschaft gehen kann und dass die Staatsanwaltschaft dazu auch neue Ermittlungen anstellen kann.

00:17:34: Das war so Der Einstieg und...

00:17:37: Und du hast gesagt, ganz wichtig, Ergebnis offen.

00:17:41: Also, das Gewissheit, du hast gesagt, Gewissheit in die eine oder halt in die andere Richtung.

00:17:46: Das ist vielleicht noch ganz wichtig zu sagen.

00:17:48: Also, weil wir wussten, natürlich aus der Medienberichterstattung kam es schon ein paar Sachen komisch vor, aber ich bin ja jetzt kein Marsch da.

00:17:57: Aber beim Erstgespräch, es hätte so und so ausgehen können.

00:18:02: Also, Steffi hat das schon ein ganz gutes Gefühl, muss ich sagen.

00:18:07: Ich habe das vorher wirklich ein bisschen belächelt.

00:18:10: Leider nein.

00:18:11: Aber sie hat echt ein gutes Gefühl für diese Fälle.

00:18:14: Und tatsächlich, sie hat auch unheimlich viel auch in diesen Fall mit eingebracht, muss ich ganz deutlich sagen.

00:18:22: Und sie hat mich da wirklich top unterstützt, kann ich auch nicht um so sagen.

00:18:26: Ich hätte mir früher auch gerne solche Mitarbeiter an meine Seite gewünscht.

00:18:30: Deshalb darf ich jetzt auch bleiben.

00:18:34: Wir kommen um zu bleiben.

00:18:37: Ich habe mich bewiesen, ja.

00:18:39: Aber Steffi hat natürlich genau das richtige ergänzt.

00:18:42: Wir ermitteln natürlich immer absolut Ergebnisoffen.

00:18:45: Wir machen keine Gefälligkeitsbegutachtung.

00:18:47: Das muss man immer ganz offen und ganz ehrlich sagen.

00:18:50: Wir können zu jedem Ergebnis kommen.

00:18:51: Wir können auch zu dem Ergebnis kommen, dass ... Ermittlungsergebnis absolut korrekt und nach hundertprozentig auch klimalistisch nachvollziehbar ist.

00:19:02: Und dann ist das auch so.

00:19:04: Aber für uns ist es immer einfach wichtig, denjenigen oder unseren Mandanten, die uns beauftragen, eine wirkliche Gewissheit zu verschaffen, die wir auch wirklich belegen können.

00:19:14: Es ist nicht so, dass wir irgendwelche Hypothesen aufstellen oder irgendwie fantasieren.

00:19:19: Bund, was wir noch für Möglichkeiten haben.

00:19:21: Also jeder hat irgendwie der Fantasie und kann sich überlegen, wieso und weshalb.

00:19:26: Nein, also wir fantasieren nicht.

00:19:28: Wir halten uns wirklich ganz ganz ständig an Belegen, an Beweismittel, an Spuren.

00:19:34: Also unsere Arbeit ist wirklich Spuren.

00:19:37: Suchen, Spuren analysieren, Spuren bewerten, dann die Spuren dann auch kriminalistisch in eine kriminalistische Kette zu positionieren und zu schauen, wie wirken sich diese Spuren auf eine mögliche Hypothese aus.

00:19:50: Oder was kann daraus oder was ist plausibel, welche Täterhandlungen möglicherweise sind anhand dieser Spurenlage plausibel.

00:19:58: Und wie gesagt, wir sind da absolut dynamisch, immer wieder neu ausrichtend und das ist das Wichtigste eigentlich.

00:20:06: Ich denke, das war auch der große Wunsch von der Familie von Jens, dass dort eben nicht weiter spekuliert wird, sondern dass dort wirklich Fakten auf den Tisch kommen und man da vielleicht zu einem Ergebnis kommt.

00:20:21: Ja, ich würde sagen, da sind wir auch an dem Punkt, wo wir eigentlich mal einsteigen können in den Fall.

00:20:27: und ja, starten dann mal dort, wo alles angefangen hat.

00:20:53: Das kleine Städtchen Monschau wirkt an diesem Februar morgen im Jahre, im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im Jahr im.

00:21:15: Während in Köln traditionell von Weiberfastnacht die Rede ist, hat sich in Aachen eine eigene Bezeichnung für den Donnerstag vor Karneval etabliert.

00:21:23: In Monschau bedeutet dies den Beginn des Straßenkarnevals.

00:21:28: Mit Schlagermusik, einer Shisha, Alkohol und vor allem viel guter Laune trinken Jens und seine Freunde vor und kommen in Feierstimmung.

00:21:38: Ein Fansong des benachbarten belgischen Fußballklubs A.S.

00:21:41: Eupen läuft über die Boxen.

00:21:43: Ein Freund von Jens öffnet die Snapchat-Kamera und filmt einen der wohl letzten Momente, in denen Jens damals, ein zwanzig Jahre alt, bekleidet in Lederhose, kariert ein Hemd und knie strumpfen, lebendig und glücklich zu sehen ist.

00:22:02: Dieser Moment wirkt unbeschwert und niemand ahnt, dass sich das in einigen Stunden ändern sollte.

00:22:17: Ja, wir sind an einem Februar morgen, am zwanzigsten Februar, zwei Tonne zwanzig.

00:22:25: Wenn wir jetzt einmal in den Fall einsteigen, wo alles so losgegangen ist.

00:22:29: Steffi, du hast ganz viel mit dem Umfeld von Jens gesprochen, die an diesem verhängnisvollen Tag dort bei ihm waren und mit ihm waren.

00:22:39: Möchtest du vielleicht einmal ganz kurz erzählen grob, was an diesem Morgen und an dem ganzen Tag eigentlich so abgelaufen ist, auch zeitlich gesehen.

00:22:47: Genau, das war der Alt Weiber.

00:22:49: Donnerstag und Jens hat sich mit seinen Freunden verabredet, zum Vorglühen sozusagen.

00:22:55: Sie sind bei einem Freund, haben sich sich in die Wohnung gesetzt, haben so ein Schiecher geraucht, ein bisschen Bier getrunken, haben sich dann irgendwann auf dem Weg nach Lammersdorf gemacht, ins Festzelt, da weitergefeiert.

00:23:07: und ja, irgendwann am frühen Abend oder spätnachts, haben sie sich dann nochmal auf dem Weg nach Eicherscheid gemacht, in die Tenne, ist auch ein Veranstaltungsort und haben da eben weiter Karneval gefeiert.

00:23:19: Genau.

00:23:19: Kann man das mal ganz kurz so örtlich einordnen.

00:23:22: Es ist alles sehr ländlich gelegen und alles sehr weit auseinander entfernt.

00:23:26: Man muss viel entweder mit einem Partybus fahren, der ja an diesem Abend auch gefahren ist.

00:23:29: Ja,

00:23:29: Discobus haben die

00:23:30: sich

00:23:31: geschimpft.

00:23:32: Genau, also es ist wirklich alles sehr weitläufig, sehr ländlich.

00:23:38: Genau, ich denke, jeder, der auf dem Dorf aufgewachsen ist, kennt die Dorfpartys in den Festzelten.

00:23:42: Und da braucht man dann auch noch mal eine Weile, bis man dann wieder zu Hause ist.

00:23:47: Und so war eben auch der letzte Ort, wo alle zusammen waren, eben in der Tenne in Eicherscheid.

00:23:53: Und dort wurde Abend ein bisschen ausgeklungen lassen.

00:23:59: Genau, sozusagen.

00:24:00: Und um kurz vor Mitternacht haben sich ... Ja, einige Personen, darunter eben auch Jens und ein Freund auf den Weg gemacht, mussten ein Stück die Straße hoch laufen zu den Bussen.

00:24:14: Da war halt dieser Busplatz und da sind drei Busse, glaube ich, gefahren.

00:24:19: Und ja, dann hat Jens sich von seinem Freund verabschiedet.

00:24:24: Dann hat sein Bus gesucht und ist dort eingestiegen.

00:24:26: Das war der Disco Bus eins, der eben auch nach Kalter Herberg, also zu seinem Wohnort gefahren wäre.

00:24:32: Und um kurz nach zwölf ist der Bus dann eben losgefahren.

00:24:36: Genau, und der hätte rein theoretisch knapp eine Stunde fahren müssen bis er zu Hause ist.

00:24:41: Wie weit ist

00:24:41: die Strecke?

00:24:42: Achtendreißig Minuten hätte der Bus gebraucht, dann wäre er in kalter Herberg an der Kirche gewesen, der hätte Jens aussteigen müssen, hätte dann noch ein paar Minuten Fußweg gehabt und wäre dann aber zu Hause gewesen.

00:24:53: Und zu der Busfahrt gibt es ja ein paar Infos, die ihr jetzt kennt, nämlich von dem Busfahrer, der mit Jens in dem Bus... Ja, gefahren ist und Jens saß soweit ich weiß vorne beim Busfahrer und hat sich mit ihm auch kurz und halten.

00:25:09: Genau, er hat vorne rechts gesessen und ja, die sind ins Gespräch gekommen.

00:25:16: Wir haben sie so ein bisschen so Smalltalk, wie man das halt so manchmal macht.

00:25:21: Genau, und dann, es war aber alles in Ordnung gewesen.

00:25:25: Sie miss nichts, auch die Stimmung im Bus war ganz ruhig, es war alle waren müde, wollten nur noch nach Hause und... Ja, der Busfahrer wusste aber, dass Jens in Kalterherberg aussteigen muss.

00:25:36: Das hat er eben wo gesagt.

00:25:37: Beziehungsweise hat er gefragt, ob das eben der Disco-Bus ist, der nach Kalterherberg fährt.

00:25:42: Ja, dann sind es ein paar Minuten gefahren.

00:25:44: Das war so zehn nach zwölf ungefähr.

00:25:47: Da hielt der Bus dann in Konzen.

00:25:49: Da kann sie die erste Haltestelle und das Jens dann ausgestiegen.

00:25:53: Da ist natürlich so ein bisschen das erste Mysterium, kann man es denke ich nennen.

00:25:56: Warum Jens nach acht Minuten schon ausgestiegen ist an der ersten Haltestelle.

00:26:01: Was sagt ihr dazu?

00:26:03: Warum ist Jens dort ausgestiegen?

00:26:06: Das kann keiner so genau sagen, richtig?

00:26:08: Das wissen wir nicht.

00:26:09: Das können wir nicht sagen.

00:26:10: Es gibt Vermutungen, aber wir wissen nichts.

00:26:14: Das ist ja genau die Frage, die auch die Eltern sehr beschäftigt.

00:26:20: Warum hat sich Jens dazu entschlossen, relativ spontan offensichtlich den Bus zu verlassen und dann in Konzen auszusteigen?

00:26:30: Aber das muss ich schon mal vorweg sagen, wir haben diese Frage bis jetzt nicht klären können, wobei wir uns da noch gewisse Hoffnungen machen, dass wir gegebenenfalls das über die IT-forensischen Untersuchungen vielleicht noch mal auffällen können, genau diese Fragestellung.

00:26:48: Aber gesichert ist das nicht und ist aber jetzt für uns für den gesamten weiteren Verlauf, der da passiert, ist nicht so ganz von Bedeutung.

00:26:59: Zwar klar, wenn wir sagen würden, wir wissen jetzt, warum er ausgestiegen ist.

00:27:03: Wir glauben aber viel eher, dass das alles, was danach passiert ist, eher auf eine spontane Handlung zurückzuführen ist.

00:27:13: Das heißt, dass möglicherweise irgendwelche Personen eine günstige Gelegenheit gesehen haben, sich in dieser Situation intensiver zu befassen.

00:27:26: So muss man es vielleicht sagen.

00:27:28: Das war vorher nicht geplant und wir gehen wirklich davon aus, dass das zu einem spontanen Schluss dann letztlich geführt hat, sich vielleicht dann, ich sag jetzt mal gewissen Handlungen dann anzunähern.

00:27:40: Vielleicht können wir da auch nochmal ganz kurz mit ein paar Gerüchten oder mit einem Gerücht aufräumen.

00:27:45: Nämlich der Zustand von Jens wird ja häufig mal ein bisschen anders dargestellt, als es eigentlich war, richtig?

00:27:50: Ja,

00:27:51: also wir haben wirklich mit ganz ganz vielen Zeugen gesprochen, die Jens an dem Abend gesehen haben.

00:27:57: Und es haben alle gesagt, ja, er war angeheilt hat, er war gut drauf.

00:28:02: Ja, er hat auch Alkohol konsumiert.

00:28:04: Aber er war her seiner Sinne, er war kontrolliert.

00:28:08: Und das ist ja immer das, was jetzt so das Allgemeinbild ist.

00:28:12: Er war total besoffen und wusste überhaupt nicht mehr, was er macht.

00:28:15: Und wir können sagen, nein, das war nicht so.

00:28:17: Und wir wissen durch die Befragung auch, dass Jens grundsätzlich, also er war... Er hat Alkohol konsumiert.

00:28:24: Das heißt, es war nicht so, dass er an dem Abend das erste Mal Alkohol zu sich genommen hat.

00:28:28: Wie ich gelernt habe, auch ein wichtiger Faktor.

00:28:30: Wenn jemand das erste Mal jetzt getrunken hätte, hat er nicht.

00:28:34: Und wir wissen, dass er stets die Kontrolle über sich hatte, dass er sehr gefahren bewusst war.

00:28:40: Es gab sogar ein Zeuge, der gesagt hat, also, jetzt war er noch derjenige, der auf uns aufgepasst hat, wenn wir unterwegs waren, denn andersrum, weil er wirklich immer so kontrolliert war.

00:28:50: Und genau das, was die Zeugen gesagt haben über allgemeine Variants, wurde von den Zeugen bestätigt, die ihn an dem Abend gesehen haben.

00:28:59: Also auch der Busfahrer, der in keiner persönlichen Beziehung zu jenen steht, hat genau das ausgesagt.

00:29:04: Ja, er ist angeheitert gewesen, aber er war nicht betrunken, besoffen auf gar keinen Fall.

00:29:09: Ich glaube, das war gerade in vielen ... ... Theorien der sozialen Medien, ... ... war es immer ein ganz großes Thema, ... ... dass Jens ja extrem betrunken war, ... ... überhaupt nicht mehr wusste, ... ... wo er hingeht, ganz dessen orientiert war.

00:29:19: Und das war ... ... ja eben ... ... nicht der Fall.

00:29:22: Ja, kommen wir gleich noch zu, ... ... wie das Gerücht entstanden ist.

00:29:25: Ja.

00:29:26: Wo wir jetzt gerade schon bei Zeugen sind ... ... und wir wissen ja, dass Jens eben ausgestiegen ist, ... ... es sind ... ... andere Menschen mit ausgestiegen, ... ... an der Bushaltstelle, ... ... an der Jens ausgestiegen ist.

00:29:36: Was konnten diese Zeugen ... ... sagen zu dem Moment?

00:29:40: Also für uns war es wichtig festzustellen, wer jetzt namentlich da ausgestiegen ist, dass wir diese Person identifizieren können.

00:29:49: Dafür haben wir auch ganz gezielt die zweite Medienoffensive gestartet und haben letztendlich unseren Zwischenstand in diesen Recherchen dann auch gut getan.

00:30:02: Wir haben mal so gesagt, ja, wir gehen davon aus, es hat jemand mitgewirkt.

00:30:09: Und es hat jemand maßgeblich auch Hand angelegt an dem Amiens und in diese Situation erst gebracht und erst die Folgen aus dieser Behandlung führten dann zu dem Tod von Jens.

00:30:26: Das heißt, wir waren schon relativ früh, aber schon ... Ja, nach einer gewissen Zeit und einer intensiven Befassung mit der Akte sehr, sehr klar, dass Jens nicht allein verschuldet in den Tod gegangen ist, völlig kontrolllos und desorientiert.

00:30:43: Das konnten wir relativ schnell ausschließen.

00:30:45: Das heißt, für uns war die Fragestellung, wie, wann hätte die mögliche Ja, der mögliche Angriff auf Jens erfolgen können, wir nennen das mal Angriff, wie er denn tatsächlich vonstatten gegangen ist, darüber müssten wir tatsächlich spekulieren, aber wir gehen einfach davon aus, dass er angesprochen worden ist und dann die ganze Geschichte möglicherweise eskaliert ist.

00:31:07: Er wird vermutlich sich auch gewährt haben, also er wird das nicht alles hingenommen haben, sodass das eigentlich einfach so in diese Phase sich entwickelt haben muss.

00:31:18: Wir wissen, dass er um ein Uhr in der Nacht Kontakt zu seinen Freunden gesucht hatte, hat auch telefoniert ganz kurz und hat auch Anwillenversuche gehabt.

00:31:32: Und aus der Stimmlage und dem, was uns mitgeteilt wurde, lässt sich schon ableiten, dass Jens in diesem Moment schon in einer hilflosen Lage war, sodass wir sagen, die eigentliche Tatzeit, die vermutete Tatzeit, der negativen Einwirkungen auf Jens muss irgendwo zwischen zwölf Uhr also zero und zehn und null ein Uhr gewesen sein.

00:31:58: Das heißt, wir haben diese Stunde schon so als die maßgebliche Stunde für uns herausgearbeitet.

00:32:05: Das heißt, gerade die Menschen, die in Konzen ausgestiegen sind, das waren in erster Linie für uns ganz wichtige Personenzeugen, von denen wir annehmen, dass die möglicherweise Beobachtungen gemacht haben, die uns auch in der Weiterentwicklung des Falles helfen können.

00:32:25: Und das war eben der Anstoß, diese zweite Medienoffensive durchzuführen und zu bieten, dass man uns Informationen gibt, dass sich eben die Zeugen melden mögen, die diesen Bus genutzt haben, die vielleicht uns Informationen geben können, wer ausgestiegen ist in Konzen.

00:32:40: Wie viele Personen in etwa, das hat uns ja schon der Busfahrer ja schon mitgeteilt, also so in etwa zehn Personen sein sollten.

00:32:49: Das war so die Annahme.

00:32:51: Aber wir hatten nur keinen Namen.

00:32:53: Wir haben eine einzige Person, die wir sicher identifizieren können.

00:32:57: Das war die Person, die sich schon bei der Polizei gemeldet hat, die auch angegeben hat, dass sie ins Ausgestiegen ist.

00:33:03: Das heißt, wir wissen zwei Personen sind definitiv ausgestiegen, die wir namentlich kennen.

00:33:09: Alles weiter, da waren noch So eine kleine Black Box für uns und daran haben wir eigentlich gearbeitet.

00:33:15: Das war der Schwerpunkt, das herauszuarbeiten.

00:33:18: So schauen wir, wer war denn jetzt mit im Bus?

00:33:21: Wer ist ausgestiegen und was ist danach passiert?

00:33:24: Wie sind die Personen möglicherweise in ihren Bewegungen weitergegangen?

00:33:29: Sind sie geradeaus nach links oder wo sind sie hingegangen?

00:33:32: In welchen Gruppen haben sie sich bewegt?

00:33:34: und das hat uns schon.

00:33:39: Wir haben Zeugen ermitteln können oder die Zeugen haben sich bei uns gemeldet und haben uns dazu tatsächlich Informationen geliefert, die uns in der Sache auch wirklich weitergeholfen haben.

00:33:51: Und deswegen, ja, der Bus ist für uns ein entscheidender Ermittlungsansatz und es waren auch noch andere Personen im Bus, die wir noch nicht... identifizieren konnten, die auch nicht in Konzen ausgestiegen sind, aber auch diese Personen haben ganz sicher Beobachtung getätigt.

00:34:11: So und insofern, wir sind da noch nicht am Ende.

00:34:13: Das heißt für uns ja, wir haben für uns da jetzt einen Schnitt gemacht und haben die Dscherschen auch an der Stelle beendet.

00:34:20: Wir haben die Personen, die wir identifizieren konnten, explizit als Zeugen benannt.

00:34:26: Wir wissen nicht, in welchen Zusammenhängen sie möglicherweise dann noch zu den Handlungen, die dem Jens zu wiederfahren sind, auch stehen.

00:34:35: Aber wir sind in jedem Fall so weit, dass wir sagen können, die Personen haben für uns eine gewisse Relevanz.

00:34:41: Die können uns weiterhelfen.

00:34:44: Und ich denke, das wird auch perspektivisch so sein, dass diese Personen auch irgendwann mal von der Polizei dazu befragt, vernommen werden.

00:34:55: Und ja, die Möglichkeiten sind da relativ vielfältig.

00:35:00: Wir

00:35:00: hatten ja jetzt gerade schon im Vorgespräch mal einmal kurz drüber gesprochen, das ist ja schon Erstaunlich, dass nach über fünf Jahren oder nach fünf Jahren sich Zeugen tatsächlich noch an gewisse Momente aus dieser Nacht erinnern können, richtig?

00:35:12: Ist das aber nicht so selten, weil natürlich die menschliche Erinnerung, die verhaftet ja mit Ereignissen wesentlich länger im Gehirn und in dem Fall haben wir das ja auch.

00:35:24: Es ist ja der Tod von Jens, hat ja fast bei vielen Menschen in der Region auch wirklich sehr betroffen gemacht und Die, das Schicksal ist ja für viele tatsächlich noch offen.

00:35:34: Das hat man uns auch sehr, sehr deutlich auch kommuniziert.

00:35:38: Und es gab immer noch viele Fragezeichen und man denkt immer wieder darüber nach und spricht auch im Freundeskreis heute noch, was da wohl passiert sein könnte.

00:35:49: Und man gibt sich nicht damit zufrieden, wie die Ermittlungen damals abgeschlossen wurden, weil man einfach nicht daran glaubt, dass diese Dinge so wie sie ja ermittlungstechnisch irgendwo dann als ergebnis festgestellt worden sind tatsächlich so passiert sind.

00:36:05: weil natürlich und das ist auch etwas was wir auch klar für uns mitnehmen müssen die menschen die jens kannten das ist das was steffi ja schon sagt die wussten auch jens einzuschätzen.

00:36:20: jens war jemand der ... der jeden Fall eine Alkoholerfahrung hatte, ... ... er war jetzt kein Alkoholiker, ... ... nicht, dass sich das so anhört, ... ... aber er war nun mal jemand, ... ... der auch auf Partys, auf Feiern ... ... auch Alkohol getrunken hat, ... ... er hat also Erfahrung mit Alkohol ... ... und er wusste auch, wann er tatsächlich aufhören muss ... ... und das finde ich schon sehr wichtig.

00:36:40: Wenn das jetzt jemand wäre, ... ... der jetzt plötzlich einmalig ... in eine Situation kommt, wo er voll trunken wäre.

00:36:45: Es ist ja nicht so, dass die Informationen, die wir haben aus der Akte, die Überprüfung der Blutalkoholkonzentration, dass die ein anderes Bild zeichnen.

00:36:59: Dem ist ja so nicht.

00:37:01: Also die Werte, die uns vorliegen, die sind schon sehr, sehr gut zu deuten.

00:37:07: Und wir sind ganz weit weg von einer sogenannten Raustadt.

00:37:10: Also es ist ja nicht so, dass Jens eine Promille-Alkohol-Promille-Spiegel in seinem Blut hatte, der ihn tatsächlich auch jenseits von Gut und Böse sehen würde.

00:37:20: Das muss man echt leugnen.

00:37:22: Er hatte beim Auffinden bei Feststellung eine Blut-Alkoholkonzentration von ... Das ist in der Frage der Rückberechnung ganz spannend, weil zunächst mal muss er natürlich prüfen, wann ist denn jetzt der Todeszeitpunkt?

00:37:38: Ab wann hört es auf?

00:37:40: den Alkohol abzubauen.

00:37:41: Wann hört der Körper ein, die oft den Alkohol abzubauen, nämlich ab dem Zeitpunkt des Todes, sodass man dann zurückrechnen kann, wie war möglicherweise die Entwicklung.

00:37:51: Das heißt, erst kam natürlich die Überprüfung, die Verstellung, wann war Todeszeitpunkt, um dann zurückzurechnen, welche Alkoholisierung oder welchen Alkoholiserungsgrad er tatsächlich zu dem Zeitpunkt hatte.

00:38:03: Und da muss man sagen, er war durchaus sicherlich noch in der Lage, zwar vielleicht seine Koordination oder er war wahrscheinlich, er ist schwankend über den Weg gelaufen, mag sein oder aber insgesamt dürfte er nicht völlig kognitiv neben der Spur gewesen, also er wusste schon, wo er sich befindet und er wusste auch sicherlich, wo er hin wollte.

00:38:26: Dafür gibt es auch in einige Indizien, die uns da auch durchaus Erkenntnisse geliefert haben.

00:38:31: Er wäre sicherlich nicht sinn- und planlos einen dunklen Weg lang gelaufen, hätte sicherlich sich nicht jenseits des Weges begeben in einem Bereich, den er örtlich auch durchaus kannte.

00:38:44: Er wusste, dass dort Stacheldraht-Zäune sich links und rechts befanden an den jeweiligen Feldern und Wiesen.

00:38:51: Es macht dem Grunde nach gar keinen Sinn, dass er dort hinläuft und dann plötzlich in diese Nacht bei der absoluten Dunkelheit, man sieht wirklich die Hand vor dem Augen nicht, dann plötzlich den Weg zu verlassen, sich dann auf irgendwelche Felder zu begeben, die ja Stacheldraht-Zäulen gesichert sind, Und in dem Wissen, dass das so ist, macht man es einfach nicht.

00:39:12: Und dann gibt es da reichlich Stolperfallen.

00:39:14: Das muss man ja ganz deutlich auch sagen.

00:39:15: Das ist ja kein Fußballplatz, über dem man läuft und wunderbar von A nach B kommt.

00:39:22: Das ist eine Fläche, die ist uneben.

00:39:24: Da gibt es reichlich Stolperfallen und auch Möglichkeiten, sich zu verletzen.

00:39:29: Und genau das glauben wir, das war eben durchaus bewusst.

00:39:32: Und deswegen glauben wir nicht, dass er eigen entschieden Ja, dass er selbst entschieden hat, dort hinzugehen und dort auch tatsächlich über die Zäune zu klettern oder irgendwie die Zäune zu überwinden, um dann auf diese Felder zu kommen.

00:39:46: Das passt nicht zusammen.

00:39:48: Wir hatten es jetzt gerade ja schon mal örtlich angesprochen.

00:39:50: Ich arbeite immer ganz gerne so ein bisschen bildlich, dass die Zuhörer sich auch vorstellen können, wo wir uns befinden.

00:39:55: Steffi, wir haben uns jetzt gerade im Vorgespräch nochmal bei Google Maps ja alles angeschaut, wo alles sich befindet.

00:40:01: Und ich denke, wir können das jetzt nochmal ganz deutlich sagen.

00:40:04: Es ist wirklich mitnimmt, wo die Bushaltstelle ist an einer Hauptstraße noch.

00:40:08: Oder quasi an einer kleinen ...

00:40:10: Genau, also was man im Dorf so als Hauptstraße bezeichnet.

00:40:12: Wie würd's mal eine Dorfstraße nennen?

00:40:15: Genau.

00:40:15: Und dann geht es eben rechts ab.

00:40:18: Dort haben die Hunde ja dann auch später angeschlagen.

00:40:21: Deswegen könnte man daraus deuten, dass Jens in diese Richtung gelaufen ist.

00:40:25: Und danach folgt dann eigentlich wirklich gar nichts mehr.

00:40:29: Es folgen nur noch Felder und ...

00:40:30: Das ist wirklich also ... Du wirst ja das Foto wahrscheinlich bei Instagram auch posten.

00:40:35: Das ist einfach gar nichts.

00:40:36: Da sind rechts und links nur Felder.

00:40:39: Irgendwo sind da noch zwei oder drei Höfe.

00:40:42: Und auch keine Laternen.

00:40:44: Herr Richter, Sie haben schon gesagt, man sieht die Hand vorm Augenblick.

00:40:47: Das

00:40:47: ist ein schwarzes Loch, in das man hineinläuft.

00:40:49: Wirklich.

00:40:50: Auch nicht bös gemeint, weil die Ortschaft ja ganz schön ist.

00:40:53: Konzen ist sicherlich eine schöne, charmante Rortschaft.

00:40:55: Ich will das auch nicht.

00:40:57: Aber es ist so, wenn man dort aussteigt, man sicherlich alles macht.

00:41:00: Man kann in alle Richtungen laufen, aber man läuft nicht in diese Richtung, weil es einfach nur ein Weg ist, der auch, wenn Fahrzeuge kommen sollten, die die durchaus auch mal nutzen, also da fahren auch Autos ganz sicherlich, vielleicht in der Nacht eher seltener.

00:41:17: Aber auch das ist da nicht ganz ungefährlich, wenn man da am Straßenland läuft, da kann man also durchaus mal vom Fahrzeug auch erfasst werden, weil es ist so dunkel, man sieht da wirklich nichts.

00:41:26: Also freiwillig würde ich zum Beispiel mit Sicherheit da nicht lang gehen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass jemand, der sich örtlich auskennt, diesen Weg geht.

00:41:34: Da ist lange erst mal nichts.

00:41:36: und ich glaube oder wir haben verschiedene, ja wir haben gewisse Annahmen getroffen, warum Jens gegebenenfalls ausgestiegen sein könnte.

00:41:46: Wir haben die Zeugner zu auch natürlich befragt, ob Jens möglicherweise dort an der Bushaltestelle vielleicht abgeholt werden wollte, dass jemand kommen sollte und ihn abholen hätte können.

00:41:56: Aber das können wir jetzt alles nicht sagen, weil das ist der Bereich, den wir nicht so aufgehält haben, wie wir es uns gewünscht hätten.

00:42:03: Aber wir haben zumindest Namen von Personen, die ganz sicherlich vielleicht sogar etwas mehr wissen, als sie bereit waren, preiszugeben.

00:42:13: Und ich denke, die Polizei und die Staatsanwaltschaft hat da sicherlich einen anderen Hebel.

00:42:19: Und auch ganz andere Art, vielleicht noch die Möglichkeit, dort mehr Informationen zu generieren.

00:42:25: Und ich denke, das wird irgendwann die Folge dessen sein.

00:42:29: Bevor wir jetzt gleich einen Zeitsprung machen, würde ich noch gerne einmal auf den letzten Moment eingehen, in dem man Jens quasi noch gehört hat und beziehungsweise noch wusste, dass er noch lebt.

00:42:41: Steffi, da kannst du, glaube ich, Und zwar ganz kurz was zu erzählen zu dem sogenannten Anruf an einen Freund bzw.

00:42:48: an zwei Freunde.

00:42:49: Genau.

00:42:50: Er hat um kurz nach einem Uhr, hat er probiert einen Freund anzurufen.

00:42:55: Also es kam tatsächlich auch kein Gespräch, aber es kam eine Verbindung zustande.

00:42:59: Der Freund sagt, Jens hätte nur seinen Namen, also den Namen des Freundes gesagt und geweint und gewimmert, dann ist das Gespräch abgebrochen.

00:43:08: Er hat probiert ihn nochmal anzurufen.

00:43:10: Er kann sich jetzt nicht erinnern, ob es besetzt war oder ob Jens nicht mehr dran gegangen ist.

00:43:14: Aber Fakt ist, es ist kein Gespräch mehr zustande gekommen.

00:43:16: Und da möchte ich auch wirklich nochmal sagen, er ist ja in sozialen Medien dafür wirklich angegangen worden, dass er nichts gemacht hat.

00:43:23: Das kann man so nicht sagen.

00:43:27: Jens hat das öfteren Nachtsmal... Freunde angerufen, wenn er feiern gewesen war.

00:43:33: Das ist nicht das erste Mal.

00:43:34: Wir haben WhatsApp-Shad-Verläufe, wo das vorgekommen ist.

00:43:37: Dass da jemand angerufen hat, der morgens um acht geschrieben hat.

00:43:40: Ja, jetzt bin ich wach.

00:43:43: Also daraus jetzt zu konstruieren, dass... Dieser Junge wusste, dass Jens sich in einer Gefahrensituation befindet.

00:43:48: Das ist wirklich absolut völlig an der Realität vorbei.

00:43:52: Ja, weil er leidet natürlich auch darunter.

00:43:54: Es geht natürlich auch.

00:43:56: er bekommt, dass mit was über ihn gesprochen wird und dass wir wirklich nochmal sagen, also wir wissen Jens hat nachts nach dem Feiern seine Freunde das öfteren mal angerufen, geweint, gewimmert.

00:44:05: Ja, aber er sagt, das waren maximal fünf Sekunden.

00:44:08: Also daraus jetzt was zu schließen, was da wirklich war, das finde ich ganz, ganz schwierig.

00:44:12: Also da muss man wirklich sagen, da so in die Richtung zu spekulieren ist einfach völlig falsch.

00:44:19: Als Nächstes hat er dann probiert einen anderen Freund zu erreichen, den hat er fünfmal angerufen innerhalb von kurzer Zeit.

00:44:28: Der hatte sein Handy leider aus, der hat geschlafen, das heißt er ist nicht ans Telefon gegangen, das war der letzte Kontaktversuch.

00:44:34: Warum der erste Freund diesen Rückruf, warum das nicht geklappt hat, das wissen wir nicht, aber wir können sagen, wir waren ja selber das Öfteren vor Ort und da gibt es viel, aber kein Empfang.

00:44:45: Und das war vor fünf Jahren sicherlich noch ein Ticken schlechter.

00:44:50: Also da ist man wirklich aufgeschmissen, was das dann gibt.

00:44:54: So dass es gut sein kann, dass er einfach gar keinen Empfang hat und das hat nicht mehr durchgekommen

00:44:58: ist.

00:44:59: Es könnte ja auch so ein Pocketcall gewesen sein, den gibt es ja auch.

00:45:02: nur, dass man quasi in der Tasche ...

00:45:05: Ja, aber er hat den Namen des Freundes gesagt.

00:45:08: Es war schon direkter Anruf.

00:45:10: Der Anruf hat ihm schon gegolten, auf jeden Fall.

00:45:13: Aber er hat ihn dann halt, dann ist das Gespräch abgebrochen.

00:45:16: Und dann hat er ihn halt nicht mehr erreicht.

00:45:18: Es wurde auch, glaub ich, noch erwähnt, dass ein Freund ihm auch noch deutlich gemacht hat, dass er am nächsten Morgen arbeiten muss und dementsprechend, ja ... dann nicht mehr ganz so telefonisch zu erreichen ist, wie Jens sich das vielleicht gewünschte.

00:45:30: Das war derjenige, den er fünfmal probiert hat anzurufen.

00:45:33: Und das hat er eben aus der Vorsicht herausgesagt, weil er wusste, dass Jens halt gerne nachts dann mal, haben wir auch schon drüber gesprochen, du hast das auch oft gemacht, dass er einfach dann nachts die Leute nochmal angerufen hat, seine Kumpels.

00:45:45: Ich kenne das selber,

00:45:47: ja.

00:45:47: So, und er hat einfach gesagt, Jens, wenn nichts Wichtiges ist, dann ruf mich heute Nacht bitte nicht an.

00:45:52: Ich muss morgen früh arbeiten.

00:45:56: Also das zeigt ja auch noch mal deutlich, dass der erste Freund, den er angerufen hat, mit dem er kurz gesprochen hat, gar nicht unbedingt, wer rechnet denn damit, dass sich jemand in so einer Lage befindet?

00:46:06: Absolut, ja.

00:46:07: In zwei, drei Sekunden Telefonat.

00:46:10: Deswegen

00:46:10: super wichtig, das auch noch mal zu erwähnen, dass die Freunde da natürlich absolut gar keine Schuld daran tragen.

00:46:15: Absolut nicht.

00:46:15: Nein, nein.

00:46:18: Ja, und an dieser Stelle könnten wir dann ja einmal einen Zeitsprung machen, denn das ist ja eigentlich das letzte Lebenszeichen von Jens.

00:46:24: erst mal, dass ... ... so öffnlich bekannt ist, beziehungsweise generell ... ... da ist und ... ... Jens Mutter wird ... ... vorher noch mal kontaktiert, ... ... um noch mal einmal ganz kurz zurückzugehen, ... ... glaube ich, gegen acht Uhr ... ... schreibt Jens ... ... seine Familie noch mal einmal, ... ... dass alles okay ist.

00:46:38: Und das war eigentlich so ... ... seitens Eltern der Kontakt.

00:46:41: Genau.

00:46:42: Ich wollte noch mal ganz kurz zu den Freunden sagen, ... ... bevor ich das nämlich nachher vergesse.

00:46:45: Diese Freunde, die ja da telefonisch kontaktiert hat oder generell der Freundeskreiste, sind so drei, vier Personen, die ja nochmal ein bisschen enger waren.

00:46:56: Die haben so mitgearbeitet, die haben uns so unterstützt.

00:47:00: Wirklich Tag und Nacht waren wir für die erreichbar, aber die auch für uns.

00:47:04: Wir konnten mit allen Fragen zu denen kommen.

00:47:07: Und ohne... Ohne, dass die Jungs so mitgearbeitet hätten, hätten wir so ein Ergebnis niemals abliefern können.

00:47:12: Das muss man wirklich ganz, ganz klar noch mal sagen.

00:47:14: Das war mir jetzt noch mal wichtig.

00:47:16: Jetzt noch mal zurück, genau.

00:47:17: Am Abend hat die Mama gefragt, ob alles okay ist.

00:47:22: Und da hat er zurückgeschrieben, alles jütt und ein Daumen nach oben.

00:47:26: Das war so um zwanzig Uhr an dem einen zwanzigsten, zweiten, zwanzig.

00:47:30: Zwanzigsten.

00:47:31: Entschuldigung.

00:47:33: Am zwanzigsten, zweiten, zwanzig.

00:47:35: Genau, dann kommt ja die Nacht.

00:47:38: Und irgendwann am Vormittag, des einundzwanzigsten, zweiten, zwanzig, ja, war er nicht zu Hause.

00:47:45: Und dann hat die Familie sich natürlich Sorgen gemacht.

00:47:48: Und dann hat die Mama ihm ja noch eine WhatsApp geschrieben, mit Lebste noch.

00:47:55: Ja.

00:47:55: Die ist ja dann schon nicht mehr durchgegangen, die ist nicht angekommen.

00:47:59: Das war, glaube ich, um zehn Uhr, dreißig.

00:48:01: Da möchte ich mich jetzt aber gerade nicht festlegen.

00:48:03: Das habe ich gerade nicht so gut im Kopf.

00:48:05: Ja, und dann

00:48:06: ... Ich glaube, in dem Moment wurde natürlich noch vermutet, dass Jens eben, wie wir es vielleicht alle schon mal gemacht haben, einfach bei jemanden übernachtet

00:48:13: hat

00:48:13: und am nächsten Mittag nach Hause kommt.

00:48:15: Ja, das

00:48:15: ist ja auch das Erste, was die Eltern gemacht haben.

00:48:16: Wir haben Freunde angerufen, hat der Jens bei dir geschlafen.

00:48:18: Weißt du, wo der ist, der ist nicht zu erreichen.

00:48:20: Na natürlich, erst mal wird der weggegangen.

00:48:22: Der war auch einen zwanzig, muss man dazusagen.

00:48:26: Das hat er auch nicht.

00:48:27: Das war tatsächlich nicht atypisch, ne?

00:48:29: So dass er da möglicherweise irgendwo übernachtet hätte.

00:48:34: Das Einzige, was atypisch war, dass die Eltern es nicht wussten.

00:48:38: Der hat sich schon immer gemeldet und gesagt, ne, ich bin da und da, aber jetzt ... Also ... Ja, es hätte schon noch sein können, dass er irgendwo geschlafen hat, woanders.

00:48:49: Genau, und dann ging die Suche los.

00:49:03: Genau, da wollte ich jetzt direkt mal einlenken, wie es dann weiterging.

00:49:06: Wir sind dann zeitlich gesehen an dem Mittag des einzwanzigsten Zweiten.

00:49:11: Und ja, so langsam geht's, sag ich mal, die Mascherie los, dass jeder sich Sorgen macht und alle Versuchen herausfinden, wo Jens ist.

00:49:19: Ja, aber das war ja noch lange nicht polizeilich angestoßen.

00:49:25: Denn die polizeilichen Ermittlungen in solchen vermissten Fällen, es geht ja um eine erwachsene Person.

00:49:30: Das ist ja kein Kind.

00:49:33: Die Polizei ist ohnehin schon aus meiner Sicht recht früh eingestiegen auf diesen vermissten Sache.

00:49:39: Nämlich gegen die Uhr, glaube ich, gab es da schon die die Aufnahme und im Vorfeld hat es dann schon diese privat initiierte Suche gegeben, die dann subzifisch ausgeweitet wurde.

00:49:53: Also ich fand, das war schon eigentlich eine sehr gut organisierte Geschichte, auch mit einer vernünftigen Ausrichtung und man hat auch relativ schnell die Information gehabt, dass sie in diesem Bereich ausgestiegen sein muss.

00:50:09: Es gab einen Zeugen, der das auch kundgetan hat, sodass man die Suche relativ klar auf diese Örtlichkeit schon begrenzen konnte.

00:50:19: Er konnte auch nicht so viel weiter gewesen sein.

00:50:23: So, das war der Punkt.

00:50:24: Da hat man auch, glaube ich, den Ansatz gehabt und da hat man angefangen auch zu suchen.

00:50:30: Aber da so ist quasi dieses Gerücht auch entstanden, dass er so sehr betrunken gewesen sei, weil eben einer der Freunde wollte, dass die Polizei tätig wird.

00:50:39: sich nach ein paar Stunden rauskristallisiert hat, dass es kein normales Verhalten war.

00:50:45: Dann haben sie gesagt, der sei sehr betrunken und desorientiert gewesen.

00:50:49: Dann ist ja gefahren im Verzug und dann muss die Polizei handeln.

00:50:53: Das ist aber leider nachträglich nicht wirklich korrigiert worden.

00:50:58: Deshalb steht das immer noch so im Raum, aber wir wissen es war nicht so.

00:51:00: Es war eben so, um das Ganze ein bisschen

00:51:02: anzustoßen.

00:51:04: Um es vielleicht nochmal einmal ganz kurz aus Ihrer Expekte zu klären, ist das richtig, nach einem Erwachsenen erst zu suchen, wenn er vermisst wird?

00:51:14: Also es ist jedenfalls speziell.

00:51:16: Man muss natürlich sich die Bedingungen anschauen, aber üblicherweise ist es schon so, dass man nicht viel früher anfängt.

00:51:23: Man muss natürlich jedem Erwachsenen auch zunächst mal die Möglichkeit geben, selbst einen Aufenthaltsorts bestimmen zu können, ohne sich jetzt bei irgendwelchen Personen zu melden.

00:51:33: So ähnlich muss man es auch bei einem einundzwanzigjährigen Mann auch annehmen, dass er durchaus in der Lage ist, da seine Örtlichkeit selbst zu wählen und vielleicht auch nicht unbedingt dem darüber Rechenschaft abzuliefern.

00:51:48: Und in dem Fall, wie gesagt, hat die Polizei aus unserer Sicht schon ohnehin eben relativ schnell mit der Suche angesetzt, relativ schnell auch das Ganze hochgefahren.

00:52:00: Das muss man wirklich auch sagen.

00:52:01: Die Polizei hat tatsächlich wirklich sehr, sehr viel unternommen.

00:52:04: Es ist an dem in der Nacht noch der Polizei-Hubschraube einmal gekommen, hat dort auch von oben aus der Luft gefahndet und hat versucht Jens zu lokalisieren.

00:52:16: Wie wir heute wissen, war die Wahrscheinlichkeit ihn dann noch zu lokalisieren eigentlich gar nicht mehr gegeben.

00:52:23: Weil wir einfach davon ausgehen, dass Jens zu diesem Zeitpunkt schon viele Stunden vorher verstorben ist.

00:52:27: Und der Körper so ausgekühlt war, dass er im Prinzip die Temperatur, die Außentemperatur angenommen hat, wie er so keine Differenzen hatten und eine Wärmesuchkamera hätte da auch sicherlich nicht mehr etwas erkennen lassen können.

00:52:42: Da fällt mir gerade ein Punkt ein, der mir im Zeugenaufruf, den wir ja zusammen gemacht haben, dann da dann aufgefallen ist, nämlich, dass Jens ja gar nicht so leicht begleitet war, wie eigentlich angenommen war, sondern ihr habt gesagt, eventuell könnte er sogar noch seine Winterjacke angabt haben, auch wenn das natürlich ...

00:53:00: Nee, eine Winterjacke nicht, also es sollte sich wohl um eine Regenjacke handeln, also jetzt keine dicke Jacke, aber das ist keine gesicherte Information, es könnte sein, es gibt da Zeugen auch sagen, dass es möglicherweise so gewesen sein könnte, aber ob das

00:53:14: ... Aber die überwiegende Anzahl der Zeugen, die Jens in diesen letzten Minuten noch wahrgenommen hat, die sagen, dass er nur mit dem Hemd bekleidet war.

00:53:25: Ja.

00:53:25: Wir wissen nie, ob der Unterhemd an hatte.

00:53:28: T-Shirt

00:53:29: hast du vermutet, ne?

00:53:30: Wie gesagt, wir wissen nicht, wie die Abläufe dann waren im Einzelnen.

00:53:36: Aber Fakt ist, er war schon leicht bekleidet für diese Temperaturen.

00:53:41: Wir haben noch mal historisch nachgeschaut, was für Temperaturen in der Nacht tatsächlich vorgeherrscht haben.

00:53:48: Das war eine sehr kalte Nacht.

00:53:51: Mit ein oder bis null Grad etwa.

00:53:55: Graupe.

00:53:56: Ja, also dann hat man da natürlich auch mal so einen wirklich bösen Wind in dem Bereich.

00:54:03: Also sehr, sehr unangenehm mit einer solchen leichten Beklardung.

00:54:07: Das Hemd war jetzt kein dickes... Holzfellerhemd oder so, das war wirklich ein dünnes Hemdchen und relativ gesichert, muss man sagen, hat er schon ziemlich früh eben seine restliche Bekleidung nicht mal angehabt.

00:54:23: Da kühlt der Körper unheimlich schnell aus und da gibt es eigentlich nicht viele Möglichkeiten, da ist noch irgendwie gesund aus einer solchen Nummer rauszukommen.

00:54:34: Und der Wind ist wirklich brutal da.

00:54:36: Der Fan-Wind nennt sich das, glaub ich.

00:54:38: Da fliegen die wirklich die Augen weg.

00:54:40: Wir haben da einmal gestanden.

00:54:42: Und das war so unangenehm.

00:54:44: Wir waren, glaub ich, fünf Minuten nur draußen gewesen, hatten noch Sonnenschein.

00:54:47: Aber der Wind, das war so ...

00:54:49: Ist der bezogen auf die Örtigkeit quasi die Eifel oben, dass dort generell ...

00:54:55: Ich kann das jetzt nicht sagen.

00:54:57: Ich kann das jetzt nicht sagen, aber das ist halt ... Ich denk mal durch diese vielen freien Felder, also der Wind pustet da wirklich so durch.

00:55:04: Und das ist ... wirklich unangenehm.

00:55:06: und wir hatten einen schönen Tag erwischt.

00:55:09: Und wir hatten Jacken angehabt.

00:55:12: Wobei ich mir gewünscht habe, ich hätte auch eine Mütze dabei gehabt, weil ich habe irgendwann so mir die Ohren so zugehalten, weil das wirklich, also das ist sehr, sehr ungemütlich.

00:55:21: Er war

00:55:22: sehr, sehr leicht bekleidet für einen solchen Ausflug und von daher, das passt auch nicht zusammen, dass er, das hätte er schon wahrgenommen, die Kälte an seinem Körper.

00:55:33: Er hat ja nachweislich auch Speisen zu sich genommen noch, kurz, ja, so gegen halb zwölf, Viertel vor zwölf vielleicht.

00:55:42: Das heißt, er hat noch mal ein bisschen Energie getankt, was er auch nicht so schlecht war.

00:55:48: Das heißt, das hilft ja nun auch ein wenig um über diese alkoholbedingten aus.

00:55:54: Falls Erscheinung da, wie ihn wegzukommen, das kompensiert so ein bisschen was, für uns sich niemals hätte erschließen lassen können, warum er da freiwillig langläuft.

00:56:02: In der so leichten Bekleidung, in diese Dunkelheit und in diese Kälte, das ist unglaublich unangenehm gewesen.

00:56:12: Wo wir jetzt gerade schon beim Thema laufen sind, können wir auch nochmal mal ansprechen, dass Jens... dass bei ihm bekannt war, dass er eine ganz, ganz starke Verletzung hatte, die ihm, ja, das Laufen, sag ich mal, sehr erschwert hat, richtig?

00:56:23: Genau, er hatte einen Autounfall, einen sehr schweren Autounfall sogar, ich glaube, im Jahr zwei Tausend Siebzehn war das.

00:56:32: Und er hatte Schrauben im Bein, war deshalb eben vom Gehen beeinträchtigt, also er hatte so einen... Ich weiß gar nicht, wie man den Gang beschreiben soll.

00:56:43: Es ist jetzt nicht, dass es bei einem Steif war oder so.

00:56:45: Er könnte es schon bewegen.

00:56:46: Aber man hat es halt eben gesehen, dass er das so... Wie nennt man das denn?

00:56:51: Ja, schleppend, kann man das so sagen.

00:56:53: Schleppend ist gar nicht so schlecht.

00:56:54: Ja, also er war definitiv nicht in der Lage, wirklich große Entfernung zurückzulegen.

00:56:59: Ich glaube auch nicht, dass er in der Lage war, wirklich Querfeld-Einläufe zu tätigen.

00:57:04: Das passt, das passt insgesamt nicht.

00:57:06: Wie gesagt, er kann das nur gemacht haben.

00:57:09: Aufgrund... Irgendwelchen äußeren Drucks, sonst ist das eigentlich, erwähne ich in der körperlichen Verfassung das zu machen, zu managen.

00:57:17: Ja, und da war schon vierzehn Stunden auf den Beinen, die Eltern...

00:57:20: Genau, wir hatten ja einen ganz, ganz langen Tag schon durch, wo die Jungs unterwegs waren, gestanden haben, gefeiert haben, getanzt haben.

00:57:27: Und da dann nochmal eine große Strecke zurücklegen ist natürlich...

00:57:31: Völlig ausgeschlossen.

00:57:31: Also das ist auch das, was die Mama gesagt hat, also je länger er... quasi unterwegs war, umso länger er auf dem Bein war das so schlechter Wurzeln mit dem Laufen und er war jetzt zwölf Stunden, die meiste Zeit wahrscheinlich gestanden oder zumindest einen großen Teil davon.

00:57:49: Das ist ein Unfall, aber wie gesagt, da läufst du nirgendwo hin.

00:57:53: Also, wenn man das Foto sieht, das ist einfach nur schwarz, das ist einfach gar nichts.

00:57:57: Nachdem der Helikopter dann in der ersten Nacht geflogen ist, ja, vergeht die erste Nacht ohne, dass ... In der Nacht selber dann noch viel gemacht wird, richtig, ich denke es.

00:58:08: Ich weiß gar nicht, wann die Polizei aufgehört hat, aber die Freunde und die Familie, das war so zwischen drei und vier Uhr morgens.

00:58:15: Und dann hat man sich darauf geeinigt, dass mit der Polizei zusammen, dass man halt bei Anbruch des Tages, also wenn wieder Licht ist, dass man dann eben wieder einsteigt.

00:58:24: Gut, es wurde dann relativ schnell wieder hell durch die Jahreszeit.

00:58:28: Wahrscheinlich so gegen sechs, halb sieben.

00:58:31: ungefähr wann ist.

00:58:32: ich

00:58:32: glaube die mama hat damals mal gesagt die werden um sie zwischen sieben und halb acht wieder losgefahren habe ich so im kopf.

00:58:38: also die haben sehr sehr früh wieder angefangen.

00:58:40: also da hat keiner geschlafen oder so die haben sich aus verschreifen

00:58:43: lassen sondern

00:58:44: sofort wieder.

00:58:46: ja dann sind wir an dem morgen des zwanzigsten februar.

00:58:49: zwei ton zwanzig

00:58:50: ist der samstag genau

00:58:52: der samstag.

00:58:53: und ja dort wird dann eine schreckliche entdeckung gemacht und zwar gar nicht mal so weit von dem Ort entfernt, wo Jens zuletzt gesehen wurde.

00:59:03: Er ist am Nachmittag.

00:59:05: Er ist erst am späten Dammentag gefunden worden.

00:59:08: Genau.

00:59:08: Wie ist dieser Fund abgelaufen?

00:59:09: Wer war zuerst am Fundort?

00:59:12: Wer hat sich gemeldet, bei wem?

00:59:14: Ja, er ist ja an einem Bauernhof auf einem Feld festgestellt worden.

00:59:23: Und ein Mitarbeiter des Hofs hat die ins offensichtlich... wahrgenommen oder hat wahrgenommen, dass so jemand oder so etwas liegt.

00:59:32: und dann ist man gemeinsam dann mit zwei Personen, der Rufbetreiber, unser Mitarbeiter, dann zum, ja, zu dem näheren Fundort hin und dann hat man offensichtlich relativ schnell festgestellt, dass da ein menschlicher Körper liegt, der aber schon offensichtlich tatsächlich schon längere Zeit wohl nicht mehr vital war.

00:59:55: und dann hat man die Polizei schnell kontaktiert und die Polizei kam.

01:00:00: Ich denke, es begann so gegen achtzehn, achtzehn Uhr, nehm, siebzehn, dreißig bis achtzehn Uhr.

01:00:06: in dem Bereich begann dann letztendlich die, begangen dann die, die Untersuchung vor Ort und es war relativ schnell klar, dass es sich um Jens handeln musste von der Bekleidung her.

01:00:22: Die Notärztin hat relativ schnell auch festgestellt, die das Jens tatsächlich nicht mehr am Leben war und hat auch relativ schnell einen Befund, einen ersten Befund angenommen, nämlich eine Erfährungstod in Folge von Alkoholgenuss oder Alkoholintoxikation, so steht es in den Beschleunigungen und mit diesem Befund sind dann die Kriminalbeamten an den Leichnamen herangetreten und haben dort die Todesermittlung durchgeführt und haben dort den Leichnern begutachtet und haben sich letztendlich Bild darüber verschafft, was da hätte passieren können oder was war.

01:01:04: Man hat festgestellt, es gab da keine offensichtlichen Verletzungen.

01:01:09: Es hat im Übrigen ja auch die Notärztin festgestellt, also keine offensichtlich Todesursächlichen Verletzungen.

01:01:16: Und man ist da relativ schnell auch auf das Ergebnis gekommen, zu sagen, Jens dürfte infolge der Alkohol, des Alkoholkonsums, der Alkoholintoxikation auf dieses Feld gelaufen sein und durch diese Kälte und seine mangelnde Bekleidung relativ schnell in diesen kritischen Zustand gekommen sein, dass er dann natürlich dann extrem schnell ausgekühlt ist und in den kritischen Bereich gekommen ist, die sogenannte Hypothermie dann letztendlich erfahren hat, sobald der Körper unter wird es dann sehr kritisch.

01:01:53: Da spricht man von der schweren Hypothermie.

01:01:56: Da baut der Körper dermaßen schnell ab, dass er sich selbst aus eigener Kraft kaum noch retten kann.

01:02:09: Wenn man ihn gefunden hätte, hätte man vielleicht noch etwas machen können, aber in dem Zustand eigentlich nicht mehr, weil er nicht mehr das Kognitiv alles verarbeiten kann.

01:02:20: reduziert alles auf die eigentlichen Kernfunktionen noch.

01:02:24: Also alles andere wird abgefahren und dann wird versucht noch zu überleben.

01:02:32: Das hat dann dazu geführt, dass er irgendwann mal dort auf diesem Feld das Bewusstsein verloren hat, dort auch genau in diesem Ort verstorben sein muss.

01:02:40: Es gibt ja verschiedene Thesen, es gibt ja Spekulation darüber, dass Jens gar nicht auf diesem Feld gestorben sein soll, dass man Jens möglicherweise erst später dorthin verbracht haben soll, wenn man das aber richtig alles liest.

01:02:57: Und das ist relativ eindeutig.

01:03:00: Also die Tourismittlung sind da auch sehr deutlich gewesen.

01:03:05: Es gibt ja klassische Leichenerscheinungen.

01:03:09: Das sind die Leichenflecke, das ist die Leichenstare.

01:03:12: An diesem Ort hat man auch tatsächlich auch noch Blutdreste im Boden festgestellt.

01:03:17: Die Lage des Körpers ist ja tatsächlich, entspricht ja genau dem der Situation, in der er sich befunden hat, als er das Bewusstsein verloren hat.

01:03:27: Da lässt sich im Grunde genommen kaum noch irgendwas verändern.

01:03:30: Insofern wir gehen wirklich sehr davon aus, dass Jens genau an diese Stelle, in dieser Position, wie er vorgefunden wurde, auch verstorben ist.

01:03:40: um diesen Spekulation schon mal entgegenzuwirken.

01:03:43: Aus dieser ... Ja, aus dieser These ist ja auch eine andere Spekulation entstanden oder eine andere Frage entstanden.

01:03:49: Warum denn der zweite Helikopter Jens dann dort am Tag nicht gesehen hat?

01:03:54: Ist soweit ich weiß, nicht in der Akte vermerkt, richtig?

01:03:57: Genau.

01:03:57: Also, das lässt sich alles ein bisschen erklären.

01:04:01: Wir waren ja in der ersten Phase, war das ja eine vermissten Sache.

01:04:06: Da ist die Akte, aus meiner Sicht auch ... recht gut dokumentiert.

01:04:10: Bis zu dem Zeitpunkt, wo der Leichnam festgestellt wurde.

01:04:13: Das muss man vielleicht auch mal so verstehen.

01:04:17: Also es werden, es fahren alle Maßnahmen, alle Fahrnungsmaßnahmen fahren von jetzt auf gleich runter.

01:04:22: Das heißt, die Suche wird komplett eingestellt.

01:04:25: Man hat ja im Prinzip dann Jens vorgefunden und ab dem Zeitpunkt stellt sich die Frage, ist Jens eigentlich verantwortlich dort zu Tode gekommen oder hatte jemand nachgeholfen?

01:04:38: Und in dem Fall hat man sehr, sehr schnell festgestellt, Jens muss allein verantwortlich in diese Situation gelangt sein und dann ohne Fremdverschulden vor Ort verstorben sein.

01:04:51: Bei einer solchen Hypothese ist es einfach völlig normal, dass dann diese gesamten polizeilichen Maßnahmen runtergefahren werden.

01:05:00: Und es ist auch nicht atypisch, wenn dann manche Vermerke Nämlich vielleicht auch ein Bericht über einen zweiten Hubschraubeeinsatz am Zweiundzwanzigsten, da nicht mehr in der Akte auftaucht.

01:05:12: Weil sich dann die Frage stellt, macht das jetzt noch Sinn, diese ganzen Berichte zu fertigen?

01:05:16: Oder ist denn jemand noch da, der diesen Berichten nachgeht oder das nachhält, ob alle Berichte in der Akte sind?

01:05:26: Weil man einfach da schon sagt, wir sind im Grunde genommen zu einem Ergebnis.

01:05:31: Wir haben hier einen Unglückswahl, sind damit fast am Ende mit den Ermittlungen.

01:05:35: Und da, ich glaube, das ist das, was es im Prinzip erklärt, warum wir diesen Bericht über diesen zweiten Hubschrauber-Einsatz nicht haben.

01:05:45: Das ist natürlich jetzt aus der heutigen Sicht schwieriger zu rekonstruieren, weil wir nicht wissen, wo genau der Hubschrauber geflogen ist, wo er gesucht hat, welche Bereiche da möglicherweise nochmal genauer begutachtet wurden.

01:06:01: Aber man muss vielleicht sagen, das ist auch immer wieder gesagt worden, man hat da irgendwelche Drohnen auch nochmal hoch steigen lassen, dann hat man dort auch entsprechende Untersuchungen vorgenommen, ob man möglicherweise eine Schaufensterpuppe, die etwa der Größe von Jens hat, mit einem solchen Hemd begleitet und man das von oben gut sehen kann.

01:06:22: Das wird aber nicht der tatsächlichen realen Situation gerecht, die in einem Hubschrauber besteht.

01:06:28: Das ist eine ganz andere Geräuschkulisse, so ein Hubschrauber.

01:06:32: Je nachdem, er arbeitet natürlich auch, verlässt sich natürlich auf eine Wärmebildkamera.

01:06:36: Die Höhe des Überflugs ist natürlich ganz wichtig, weil das waren es hundertfünfzig Meter, waren es vierhundertfünfzig Meter.

01:06:42: Normalerweise kommen ja diese Wärmebildkameras immer so, ich sage jetzt mal in diesen Höhenbereichen zwischen einhundertfünfzig und vierhundertfünfzig Meter zum Einsatz.

01:06:51: Dann muss man sich die Frage stellen, was kann man von da oben tatsächlich sehen?

01:06:55: Das ist gar nicht so einfach, wenn man im Hubschrauber sitzt, dass man das alles so, dass man dieses Umfeld unten so beobachtet, man muss sich ja auch auf den Flug konzentrieren, so ist es ja nicht.

01:07:03: Jens lag in eine Senke, das kann man durchaus sagen.

01:07:07: Das heißt, wenn man jetzt eigentlich an dem Feld vorbeigegangen ist, hätte man ihn auch übersehen können.

01:07:12: Und ansonsten, wie gesagt, kann ich dich sagen, warum der Hubschrauber verantwortliche der Pilot, weiß nicht, wer da noch im Hubschrauber gesessen hat, vielleicht ihn nicht gesehen hat.

01:07:22: Ich glaube nicht, dass sie direkt über diesem Feld geflogen sein könnten.

01:07:26: Vielleicht sind sie... Es reicht ja im Prinzip, wenn sie nun ein paar Meter rechts oder links davon fliegen, dann verliert man den Blick auf dieses Feld.

01:07:34: Also es ist für mich... Ja, also ich weiß, dieser Flug, der wird wirklich immer noch spekuliert und da wird darüber spekuliert, warum man hätte doch sehen müssen.

01:07:44: Ich glaube tatsächlich nicht.

01:07:45: Ich habe einige Male im Hubschrauber gesessen und ich habe einige Male da auch von oben nach unten geschaut.

01:07:50: Und man wundert sich, wie schnell die Landschaft sich verändert, wenn man da oben sitzt und nach unten schaut.

01:07:55: Irgendwann hat man so einen gewissen Tunnelblick oder der Blick verkleinert sich ja auch.

01:07:59: Das Spektrum, das kennt man ja vom Autofahren, wenn man wirklich mit hoher Geschwindigkeit irgendwo drüber fliegt, wird dann auch alles kleiner und der Feld, das Feld, was man es wahrnimmt, ist auch kleiner.

01:08:08: Jetzt fliegt man natürlich nicht mit dem Hubschrauber über solche Suchstellen, mit einer Wahnsinnsgeschwindigkeit.

01:08:13: Aber man guckt links und rechts, man ist abgelenkt und versucht sich dazu orientieren.

01:08:19: Das ist nicht einfach und ich glaube, da kann man durchaus was übersehen.

01:08:24: Ich sag jetzt mal im Worst Case, wir haben uns natürlich auch schon überlegt, wenn der Hubschrauber jetzt wirklich direkt über diesem Feld gewesen wäre, warum sieht der den dann nicht?

01:08:33: Vielleicht aus einer Höhe von hundert Metern, dann muss man sich wirklich die Frage stellen.

01:08:39: Aber wir wissen am Ende des Tages nicht, wie der Modus operandi tatsächlich war.

01:08:42: Es hätte auch sein können, dass man das irgendjemand jense mit einer Decke abgedeckt hätte beispielsweise.

01:08:48: Ich glaube nicht, dass sie bewegt worden wäre, aber abwegig ist das nicht, dass man vielleicht irgendwas darüber legt und erst einmal ihn da nicht auffinden lässt.

01:08:59: Also für mich ist es immer so, wenn jeder, der vielleicht in so eine Situation involviert ist, der vielleicht sich darüber im Clan wird, dass vielleicht ein Mensch ums Leben gekommen ist, durch eine Handlung, die man vielleicht nicht unbedingt wollte.

01:09:14: Weil ich nicht behaupte, dass die Menschen, die vielleicht Jens in diese Situation gebracht haben, auch die Tod fundieren wollten.

01:09:20: Ich würde das nicht behaupten.

01:09:22: Dann muss man sich aber die Frage stellen, je früher jemand gefunden wird, umso gefährlicher wird es für diejenigen, die es gemacht haben, weil dann kann ich das vielleicht noch, äh, noch enger eingerenzen.

01:09:33: Also je später jemand gefunden wird, umso sicherer ist das dann wahrscheinlich, äh, nicht erkannt zu werden oder vielleicht dann nicht sofort in den Tatverdacht zu geraten.

01:09:42: Und ja, es ist spekulativ.

01:09:46: Aber ich denke am Ende des Tages ist der Hubschrauber wahrscheinlich nicht über dem Feld gewesen und zwar auch nicht in einer Höhe, wo man ihn hätte sehen können.

01:09:54: Und vermutlich ist er tatsächlich übersehen worden.

01:10:10: Um jetzt nochmal ganz kurz bei den forensischen Befunden zu bleiben, die man dann eben am Tatort bzw.

01:10:15: am Fundort gefunden hat.

01:10:18: Was genau hat da dann eventuell noch auf eine Fremdeinwirkung drauf hingewiesen?

01:10:22: Denn ich erinnere mich an einen Detail, dass Jens Hemd zum Beispiel komplett intakt war.

01:10:27: Und er ja trotzdem am Rücken starke Verletzungen hatte.

01:10:33: Kratzer, kleine, bunten, blutverkrustete Wunden.

01:10:38: Das Hemd war aber nicht intakt.

01:10:40: Also es gibt, zumindest im Polizeibericht, es schon zu lesen, dass es Hemd eben nicht intakt war.

01:10:48: Wenn du dir jetzt vorstellst, dass du da durch Büsche und Sträucher gehst, dann kann das durchaus auch sein, dass dir dieses Hemd mal hochrutscht, weil es vielleicht an der Dorne hängen bleibt oder irgendwas.

01:10:58: Das ist jetzt kein Befund, wo man irgendwie sagen kann, das deutet jetzt irgendwie darauf hin, dass er nachträglich, also dass er irgendwie entkleidet und dann wieder angekleidet wurde.

01:11:07: Also das kann man wirklich ausschließen, das ist alles erklärbar.

01:11:10: Und sind halt eben auch nicht nur Kratzer, die dort zu sehen sind.

01:11:13: Du sprichst auf das Bild bei SternTV an, ne?

01:11:17: Sondern das sind tatsächlich auch Hemmatome und die können durchaus ja auch durch das Hemd entstanden sein.

01:11:22: Also der Knopf am Ärmel, der war geschlossen sogar.

01:11:26: Und wie gesagt, wenn er dadurch die Sträucher durch ist, das ist absolut erklärbar, dass er am Rücken Kratzer hat, obwohl das Hemd jetzt so auf den Bildern enttackt scheint, aber es scheint auch nicht enttackt gewesen zu sein, wenn man den Polizeibericht folgt.

01:11:39: Genau.

01:11:39: Also im Polizeibericht steht, dass das Hemd diverse, diverse Siste aufwies, die damit auch erklärlich wären.

01:11:49: Aber insgesamt die Frage, die hier gestellt wird, ist natürlich, was hätte möglicherweise darauf hindeuten können, dass es in Fremdverschulden gegeben hat.

01:12:00: Das ist eine spannende Frage, weil genau das ist das, was die Familie natürlich auch immer immer wieder Frage gestellt hat.

01:12:08: Jens war wirklich durchseht von verschiedenen Kratzern und verschiedenen äußeren Verletzungen.

01:12:14: Und die Steffi schon sagte, es sind nicht nur die sogenannten kratzerartigen Lesionen, wie er so schön im Obduktionsbericht heißt, sondern es sind tatsächlich auch Abschöpfungen, es sind Hematome, offenkundige Hematome.

01:12:28: die schon auf eine äußere Einwirkung hinweisen.

01:12:32: Ja, es ist offensichtlich, hat man Jens auch verletzt und zwar die Verletzungen sind definitiv nicht ausschließlich der Umgebung zuzurechnen, also sprich den Stäuchern oder den Zäunen oder was auch immer er da möglicherweise hat überwinden müssen, sondern es sind Verletzungen, die offensichtlich von anderen ihm zugefügt worden sind.

01:12:58: Und das kann man auch sehr gut auch in dem Obduktionsbericht lesen.

01:13:03: Im Obduktionsbericht steht allerdings zu diesen Verletzungen, dass diese Verletzungen nicht todesursächlich sind.

01:13:08: Und da finde ich, da wird abgegrenzt, weil man sich auf eine bestimmte Tathypothese festgelegt hat.

01:13:17: Also man muss natürlich den Bereich im Vorfeld begutachten und schauen, was ist passiert, warum hat er diese Verletzung an seinem Körper, teilweise an Stellen?

01:13:27: wo er sie noch mal sie nicht hätte, wenn er nicht irgendwie von anderen Personen... wie auch immer angegriffen worden wäre, also tatsächlich Verletzungen an Positionen, an Stellen am Körper, die da eigentlich nicht hingehören.

01:13:37: Also wenn ich hinfalle, würde ich diese Stellen mir nicht verletzen oder ich werde solche diese Muster, diese Verletzung auch nicht tatsächlich erleiden, wenn ich jetzt über einen Zaun falle, der möglicherweise irgendwie mit Stachelbrett versehen ist.

01:13:53: Also ganz eindeutig sind diese Verletzungsmuster nicht so klar und das hätten die Beamten auch durchaus sehen können, die Kriminalbeamten fort, dass sich im Nachhinein herausgestellt hat, dass Jens ein hochgradiges Hirnödem hatte, das war nicht ersichtlich.

01:14:09: Es war aber schon ersichtlich, dass er offensichtlich kratzerähnliche Verletzungen oder kratzerähnliche Lesionen auch am Hinterkopf hatte, die dann allesamt immer über diese Geschichte erklärt wurden, dass er offensichtlich irgendwelche Stacheldrahtzäune überwinden musste und darüber gefallen ist.

01:14:28: Aber Tatsächlich muss ich sagen, wenn ich einmal über so ein Zaun falle, dann zweites mal passiert mir das wahrscheinlich nicht, weil ich da, weil ich genau weiß, was das für Schmerzen sind und was da würde ich mir genau überlegen, ob ich jetzt noch irgendwie mich hier in der Gegend bewege.

01:14:43: Aber das ist, ja, also diese ganzen Verletzungen, das Verletzungsmuster ist atypisch für einen alleinverschuldeten Unfall oder Unglücksfall, so dass man an der Stelle schon bereits hätte sagen können, Das müssen wir uns genauer anschauen.

01:14:58: Wir können nicht jetzt die Akte schließen, bevor wir nicht einen Obduktionsbericht haben und sehen, was war da und was kann im Vorfeld passiert sein?

01:15:05: Man hätte natürlich auch diesen Bereich ja im Vorfeld seines Verschwindens beleuchten müssen.

01:15:12: Also sprich, man hätte auch mit den Zeugen sprechen müssen, die man partiell ja befragt hatte, aber nur in eine vermissten Sache.

01:15:20: Das heißt, es ging erst einmal um erste Informationen zu gewinnen, um vielleicht den Aufenthaltsort von Jens kurzfristig zu ermitteln oder zu wissen, wo er sich vielleicht hätte hinbewegen können.

01:15:31: Aber man hätte im Nachhinein sicherlich, und das wäre sinnvoll gewesen, man hätte sich mit den Personen, mit denen er den Armen verbracht hat, unterhalten können und sollen, um festzustellen, gab es vielleicht Auseinandersetzungen, die diese Verletzung auch erklären, hätte man ja durchaus mal nachfragen können.

01:15:51: Und ja, das ist nicht passiert, weil tatsächlich der Befund relativ schnell feststand, dass wir hier einen Erfriedungsdot haben im Folge von Alkoholintoxikation, der tatsächlich leider sehr, sehr häufig passiert.

01:16:08: und gerade in der Karnevalszeit passieren eben solche Unglücksfälle sehr, sehr häufig, nur eben nicht in dieser Art, diese Ausprägung mit diesen äußeren Anzeichen und bei all dem haben wir noch gar nicht darüber gesprochen, dass er dann tatsächlich seine persönlichen Gegenstände, die wurden ja alle nicht an seinem Ort festgestellt.

01:16:28: Man hat seinen Handy, seine Schlüssel, seine Brille hat man ja nicht gesehen.

01:16:32: Okay, die kann er auch zwischendurch verloren haben.

01:16:35: Die Hose war nicht da.

01:16:36: Die hätte dann auch irgendwo in der Nähe sein müssen, wenn man tatsächlich die Annahme hätte bestätigt sehen wollen, dass er im Folge dieser Erfrierungserscheinung sich dann paradox entkleidet hätte.

01:16:53: dieses paradoxe Wärme empfinden hätte und sich dadurch auch entkleidet hätte.

01:16:57: Aber auch das sind die letzten Stadien in dem aktiven Bereich, wenn man als Mensch in so einer Situation gerät.

01:17:08: Das ist kurz bevor man das Bewusstsein verliert.

01:17:10: Da steht aber auch explizit in dem Obduktionsbericht drin, dass das durchaus vorkommen kann.

01:17:16: Im Übrigen... kommt das nicht immer vor, da gibt es also Prozentualschätzung, etwa zwischen zwanzigundfünfzig Prozent in Fällen, dass das Menschen beginnen sich zu entkleiden, dann fragt man sich natürlich, was entkleidet man sich als erstes, ja, ist das die Unterhose, den man sich auszieht, wahrscheinlich eher nicht, möglicherweise Hose, möglicherweise Hände, aber Socken, Schuhe, es ist immer fraglich, also das ist alles nicht... wissenschaftlich beleuchtet worden.

01:17:43: diese thematik aber man weiß es das phänomen gibt es das ist vorhanden.

01:17:47: und dann die menschen die empfinden dann eine plötzliche wärme weil die blutgefäße dann öffnen.

01:17:53: also die stellen werden damit stärker versorgt und dadurch hat man natürlich auch eine optisches wärme empfinden oder ein subjektives wärme empfinden.

01:18:02: aber dass es so eine hitzewelle sein kann ist tatsächlich nicht unbedingt bestätigen oder nicht.

01:18:11: Ist es nicht der Fall, der typisch ist, aber das hat er eigentlich gereicht, um zu sagen, er muss ja irgendwo sich entkleidet haben und da ist er auch in der Idee, irgendwie so ein Morgengebiet, dann ist das alles plötzlich dann im Moor versunken und wird nie wieder hochkommen.

01:18:22: Also das sind natürlich alle so Hypothesen, da muss ich wirklich sagen... ist eher unwahrscheinlich.

01:18:29: Also die Bewegung, wenn jemand tatsächlich in diesem Stadium sich befindet, dann läuft der vielleicht noch ein paar Meter, vielleicht fünfzig, sechzig Meter maximale Bericht zusammen und die Kleidung muss dann irgendwo dann auch herumlegen.

01:18:39: Die ist nicht weg.

01:18:41: Also nicht nachvollziehbar, aber das passte ja dann in diese Hypothese und dann wird das einfach so verschriftlich und dann hat man das erklärt.

01:18:53: Also wenn man jetzt mal die These der Staatsanwaltschaft mit sehr Celtie-Idiotopie verfolgen würde, dann wäre es ja so, wie Sie es gerade gesagt haben, dass sehr wahrscheinlich die Kleidung, die ja bis heute weg ist, dann irgendwo eigentlich in der Nähe hätte gefunden werden müssen.

01:19:06: Aber man hat natürlich großräumig alles in der Nähe abgesucht und das ist bis heute nicht aufgetaucht.

01:19:13: Ja, also das großräumige Absuchen nach den Genständen würde ich jetzt generell nicht bejahen.

01:19:21: Ich hab da eher meine Zweifel, ob das so passiert ist.

01:19:38: Noch mal ganz kurz zu der Auffindesituation vielleicht.

01:19:41: Jens ist tatsächlich fast komplett nackt aufgefunden, weil er hatte nur noch sein Hemd an und seine Socken.

01:19:47: Das heißt Unterhose, Lederhose, Boots.

01:19:51: Es war alles ausgezogen und eben nicht mehr auffindbar.

01:19:55: Also nicht nur so, dass er jetzt irgendwie eine ... Leichte Unterhose weg ist, sondern diese Lederhose war schwer, die Boots waren schwer.

01:20:03: Ja und der Rest, wie Marius schon sagt, ist alles weg.

01:20:05: Schlüsse, Geldbörse, Handy, Brille, alles.

01:20:11: Im Übrigen führt das auch zu weiteren Erkenntnissen, weil wir haben ja doch umfängliche Schnittverletzung, Kratzverletzung auch im Bereich der Oberschenkel, auch des Unter- und Rückenbereichs etc.

01:20:27: Und das sind Verletzungen, die er sich normalerweise nicht hätte zuziehen können in den letzten fünf Minuten seines Lebens.

01:20:37: Er muss also so, wie er vorgefunden wurde, auch wirklich viele Stunden rumgeirrt sein.

01:20:44: Also ohne Hose und auch ohne die Boots.

01:20:48: Und so können die auch die Verletzungen erklärtlich sein.

01:20:50: Und das hätte man durchaus vielleicht auch erkennen können bei der Leichen.

01:20:55: Schauen wir das.

01:20:57: diese Verletzung, a, offensichtlich schon, ja, sich über viele Stunden dann letztendlich summiert haben, aufsummiert haben und diese Verletzung, das hat man ja festgestellt, waren ja schon partiell verkrustet.

01:21:10: Das muss man vielleicht auch mal sehr deutlich sagen.

01:21:13: Und wenn man sich das mal medizinisch, gerichtsmedizinisch auch anschaut, also eine Krustenbildung, ja, das setzt voraus, das Blutgerind

01:21:22: etc.,

01:21:23: das ist ein Prozess, der sich über Stunden entwickelt.

01:21:25: Das heißt, wenn ich jemanden vorfinde mit Verletzungen, mit kratzer ähnlichen Verletzungen oder Lesionen, die ja schon irgendwie getrocknet sind oder die auch schon teilweise verkrustet sind.

01:21:40: Da muss ich davon ausgehen, dass diese schon einige Stunden alt sind.

01:21:46: Wenn die an Stellen sind, wo normalerweise diese Lederhose, die ja auch einen gewissen Schutz auch bietet, auch gegen Stacheldrahtzäune, das muss man sagen, also die schützt schon ein wenig mehr als eine Stoffhose und wir diese Verletzung davor finden, dann kann das eigentlich nur darauf hinweisen, dass jemand schon sehr lange und zwar viele Stunden diese Hose nicht mehr an hatte.

01:22:12: Das sind immer so kleine Punkte, die uns dann immer weiter gebracht haben.

01:22:17: Wir müssen wirklich alles beleuchten, wenn wir uns mit solchen Fällen beschiften.

01:22:21: Jeder einzelne Spur und sich überlegen, passt das denn zu der angenommenen Theorie?

01:22:26: Und in dem Fall haben wir einen deutlichen Widerspruch auch in der Theorie gesehen, die uns dann wiederum auf eine ganz andere Theorie letztlich gebracht hat.

01:22:35: Aber man muss halt auch vielleicht noch mal dazu sagen, das war mich auch das Erste, was ich marius gefragt hatte.

01:22:39: Wie kann das denn sein?

01:22:41: dass dieser Punkt, dass die Sachen nicht da sind, einfach komplett übergangen wurde.

01:22:48: Weil, wie er schon sagte, die Suchmaßnahmen, die waren ja top, die haben ja alles gemacht, was ging.

01:22:53: Die haben ja wirklich eine Hubschrauber, Man-Trailer, das war ja alles im Einsatz.

01:22:57: Und dann finden sie ihn und dann ist es irgendwie so,

01:23:02: hm.

01:23:03: Aber das ist vielleicht, wäre vielleicht mal ganz... Ganz gut, wenn du das mal erklärst, wie das wirklich in der Praxis auch abläuft, damit man das als Zuhörer vielleicht auch versteht.

01:23:13: Wirklich, das steht damit und fällt mit dem Ergebnis der ersten notärztlichen Begutachtung.

01:23:21: Und die Notärztin hat festgestellt, er hat offensichtlich Alkoholkonsum mit, das war feststellbar, und er hatte klassische Erscheinung eines Erfrerungsdodes.

01:23:33: Also jemand, der durch eben ... ... durch die Kälte ums Leben gekommen ist.

01:23:37: Und ... ... diese beiden Komponenten ... ... die sind nun mal sehr, sehr häufig auch tatsächlich ... ... an solchen Tagen.

01:23:47: Karnaval ... ... ist ja in der Regel ja nicht im Sommer.

01:23:49: Wir haben ja Karnaval, ... ... ist ja meistens dann irgendwie in der Winterzeit ... ... und da wird auch viel Alkohol konsumiert ... ... und da wird das einfach ... ... einfach angenommen.

01:23:59: Alkohol und Kälte ... Das führt automatisch zu selbstverschuldeten Tod irgendwann im Worst Case, nicht jeder, Gott sei Dank nicht jeder, der vielleicht akkulisiert ist.

01:24:14: Der hat ja nochmal die Chance irgendwie sein Akkul abzubauen und wieder einigermaßen noch bevor er diese klassischen Folgen eine Hypothermie verfällt, dann will er irgendwie seine Koordination oder sein... seine kognitiven Fähigkeiten zumindest wieder irgendwie zu beleben und zu erkennen, dass ein Lebensgefahr sich befindet und sich dann auch selbst zu retten.

01:24:35: Aber häufig hat man eben diesen Fall.

01:24:37: und wirklich, es ist so, wenn du vor Ort bist und wenn du in den Leichen schaumst, wenn du Todesermittlungs machst und du hast die Informationen von dem Arzt, er hat keine Hinweise auf eine Fremdeinwirkung festgestellt, die Todesursächlich sein hätte können.

01:24:57: Und er sagt ganz deutlich, wir haben hier einen alkoholisierten, also Mensch, der Alkohol konsumiert hat und der offensichtlich so viel Alkohol konsumiert hat, dass er einfach seine koordinativen Fähigkeiten gänzlich verloren hat und dann eben in der Kälte nicht mehr irgendwo sich hätte retten können, dann fährst du automatisch die polizeilichen Maßnahmen runter.

01:25:19: Und das sieht man in der Akte sehr, sehr deutlich und wir haben ja tatsächlich ja auch noch ein Interview geführt.

01:25:25: mit jemandem, der da in diese Suche involviert war, etwas offizieller.

01:25:29: Ich will jetzt auch hier nicht irgendwelche Personen outen.

01:25:33: Und da haben wir uns gesagt, dass diese, diese Ermittlung auch im Nachgang nicht mehr als erfordert, die erachtet worden sind.

01:25:41: Also man hat, es waren Angebote, dass man nach den Sachen sucht.

01:25:45: im Umfeld auffinde Stelle, aber das wurde dann letztlich nicht durchgeführt.

01:25:50: Aber das ist nicht, weil die Polizei faul war oder weil die Polizei keine Lust mehr hatte, sondern weil einfach die Erkenntnislage zu diesem Zeitpunkt so deutlich und klar war, dass man davon ausgegangen ist, wir haben hier kein Fremd verschulden.

01:26:03: Und daran muss man das einfach festmachen.

01:26:05: Und also ich verstehe das schon.

01:26:08: Ich war jahrelang in solchen Situationen auch involviert, wo man einfach entscheiden muss.

01:26:14: ermittelst du weiter oder machst du jetzt an der Stelle den Deckel drauf und insofern habe ich dann ein gewisses Verständnis dafür, absolut.

01:26:25: Man hätte sich vielleicht etwas näher noch mit dem Körper von Jens befassen müssen.

01:26:33: Man hätte vielleicht noch mal näher in die Analyse gehen müssen, in der Bewertung der Spuren, die man am Körper von Jens festgestellt hat.

01:26:40: Aber wie gesagt, das ist wie, als wenn du die Luft aus dem Luftballon lässt und dann ist die Spannung raus.

01:26:46: In dem Moment ist das auch ersichtlich.

01:26:49: Wie gesagt, an der Akte kann man es ganz gut ablesen.

01:26:51: Da fehlen dann ab dem Zeitpunkt die Vermärke zu den Einsatzmaßnahmen.

01:26:57: Und ja, damit war ja auch für die Polizei der Fall eigentlich erledigt.

01:27:03: Irgendwann hat man gedacht, irgendwann finden sich die Sachen.

01:27:06: Irgendwann wird man die Sachen finden auf irgendeinem Feld, aber jetzt sind fünf Jahre oder sechs Jahre inzwischen vergangen.

01:27:12: Und dann hat man tatsächlich nichts gefunden.

01:27:15: Also könnte man da bildlich wirklich in der Akte von so einem Cut reden, wo dann eigentlich der Moment ist, dass der Fall abgeschlossen wurde und man ihn so bildlich gesehen, wie man es aus dem Krimiken zu den Akten gelegt hat.

01:27:29: Tatsächlich, ja.

01:27:31: Dieses Momentum kann man auch an der Akte sehr, sehr deutlich sehen.

01:27:34: Man hat natürlich noch darauf gewartet, man hat eine Obduktion noch angeordnet und man hat auch noch toxikologisches Gutachten angefordert.

01:27:44: Das ist schon alles richtig gemacht worden.

01:27:46: Nur, wenn ich mir dann auch den Obduktionsbericht ansehe, da sind Rechtsmediziner, die haben den Leichnam begutachtet und die kommen zu dem Schluss, ja.

01:27:58: Die Todesursache, Alkohol oder Erfrerungstod infolge einer Alkoholintoxikation ist plausibel.

01:28:06: Dann hat die Polizei alles richtig gemacht, hat ja nicht falsch gemacht.

01:28:09: Selbst die Rechtsmediziner sagen, so war es.

01:28:12: Wobei wirklich, und da müssen wir an der Stelle ansetzen, man hat im Rahmen der Obduktion ein hochgradiges Hirnödem festgestellt und man hat auch Folgebefunde aufgrund dieses Hirnödemes festgestellt.

01:28:27: Nämlich sogenannte Druckkulungsbildung im Bereich der Kleinhirnmandeln.

01:28:32: Das ist jetzt sehr medizinisch, aber es fällt schon auf, dass selbst in dem Obduktionsbericht im Langtext die Formulierung anders ist als in der Zusammenfassung am Ende.

01:28:47: In dem Langtext schlicht man von einem deutlichen Druckkonusbildung im Bereich der kleinen Hirnmandeln, die ja in der Konsequenz eine Kompression oder eine Komprimierung des Hirnstams bewirken.

01:29:01: Und das hat die Folge, dass so grundsätzliche Funktionen, Lebensfunktionen wie die Atmung oder Herzschlag, dass die im Grunde genommen, die durch den Hirnstamm gesteuert werden, dass die möglicherweise aussetzen.

01:29:13: Und dass man dann natürlich eine gewisse, dass man die bewusst, das Bewusstsein verliert.

01:29:19: Das hätte man durchaus nochmal sich genauer anschauen müssen, weil man muss feststellen, ein Hirn-Ödem kann viele Ursachen haben, aber es lassen sich auf viele Ursachen relativ schnell auch ausklammern.

01:29:36: Klar, es gibt bestimmte Formen des Hirn-Ödems, die in Folge einer Hypothermie entstehen.

01:29:45: Man spricht dann Hirnödem, die Folge wäre dann, weil sie Hypothermie, also sprich diese Erfredungserscheinungen, plus Hypoxie, also dann der Sauerstoffmangel letztlich im Gehirn, dann gibt es dann diese sogenannte Bluthirnstranke, die dann durchlässig wird und in der Folge haben wir dann möglicherweise dann diese Flüssigkeitsansammlung, die dann zu diesem Anschwellen des Hirns führt.

01:30:09: Das braucht aber eine Zeit.

01:30:11: So, und jetzt muss man sich die Frage stellen und da Das war für uns eines der ersten Ziele zu ermitteln.

01:30:18: Wann war tatsächlich der Todeszeitpunkt von Jens?

01:30:20: Der Todeszeitpunkt von Jens und so haben wir es tatsächlich an wesentlichen drei Faktoren festgemacht.

01:30:28: Wir haben es festgemacht an dem Alkoholabbauprozess.

01:30:32: Wir haben das festgemacht an dem Verdauungsprozess.

01:30:36: Wir wissen ja, was er, was er waren gegessen hat und welche Rückstände oder was man im Magen noch festgestellt hat an Resten.

01:30:43: Und wir haben die Entwicklung der Hypothermie bis zum bis zum Eintritt des Todes.

01:30:49: Die kann man ja auch sehr gut nachvollziehen, so dass wir sagen können, er muss ja im Prinzip innerhalb von sechs Stunden, nachdem er aus dem Bus ausgestiegen sein, irgendwie verstorben sein.

01:30:59: Todeszeitpunkt und das lässt sich sehr, sehr gut zusammen.

01:31:03: auch wirklich in allen drei Bereichen lässt sich das auf diese Uhrzeit unterstützen.

01:31:09: Irgendwo zwischen.

01:31:14: Und wenn wir das haben, dann können wir von diesem Zeitpunkt aus viele andere Dinge nochmal genauer beleuchten.

01:31:19: Und dann kann man auch sagen, wie verhält sich die ganze Geschichte mit dem Hirn-Ödem?

01:31:26: Wie lange braucht es, um überhaupt anzuschwellen?

01:31:29: Kann das überhaupt im Folge der Hypothermie entstanden sein?

01:31:33: Kann es nicht, muss man ausklammern, weil dafür wäre der Zeitraum zu lang.

01:31:37: Dann haben wir aber nicht mehr die Zeit, dass sich dann möglicherweise, dass wir diese Druckkonusbildung in diese Deutlichkeit haben auf diese kleinen Hirnmandeln.

01:31:45: Und dann haben wir auch nicht diese mögliche Wirkung auf den Hirnstamm.

01:31:49: Also wenn man das jetzt gerichtsmedizinisch betrachtet, reicht der Zeitraum nicht, weil ... Nach dem Tod hören die biologischen Prozesse im Körper auch auf.

01:31:56: Das heißt, wir haben da nicht mehr diesen Druckausbau da, wir haben diese Phänomene einfach nicht mehr.

01:32:02: Und deswegen muss einfach dieses Hirn-Ödem relativ

01:32:06: früh

01:32:07: in der Phase zwischen Null-Uhrzehn und ein Uhr, wie auch immer, verursacht worden sein.

01:32:13: Und das kann nur eigentlich durch ein Trauma, durch einen Schlag, durch Schläge vielleicht... Wie auch immer, mit der flachen Hand gegen den Hinterkopf, die erzeugen nicht generell immer Hematome.

01:32:26: Also es gibt schon Möglichkeiten, ein solches hier in Ödem zu erleiden, ohne dass man das äußerlich sofort sieht.

01:32:33: Und man hat ja auch noch Feststellung getroffen im Rahmen der Obduktion, nämlich man hat gesehen, der hat ja sogenannte Brillenhematomen, so könnte man eigentlich, ich sage jetzt mal, umgangssprachlich betonen diese auffälligkeiten im augenbereich.

01:32:47: das ist dann auch auf den traumat zurückzuführen das in der kombination und dann kommt man zu dem schluss zu sagen ja plausibel ist das schon kann.

01:32:55: natürlich aufgrund des alkohol zustandes kann er natürlich möglicherweise dann in diesen erfrechnungsdot gelaufen sein was aber auch eher unwahrscheinlich ist.

01:33:06: dann der Alkoholentwicklung, weil dann haben wir den Todeszeitpunkt, dann schaut man, wie verhält es sich, wie viel Alkoholkannaban abgebaut haben, wie viel Alkohol dürfte er gehabt haben, zum Zeitpunkt, als er aus dem Bus ausgestiegen ist.

01:33:18: Das ist auch errechenbar.

01:33:20: Wenn ich den Urinalkoholkonzentration habe und ich habe die Blutalkoholkonzentration, dann... weiß ich, dass die Urinalkoholkonzentration immer höher ist, als eigentlich der Pick, der Alkohol-Pick in der Blutalkoholkonzentration.

01:33:33: Und zwar um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um, um.

01:33:54: Wenn man ganz ehrlich ist, er ist ein junger Mann, einen zwanzig Jahre alt, gewisse Erfahrungen mit dem Alkohol hat er auch.

01:33:59: Und wenn er bis zu Null, zwei Promille die Stunde abbaut, dann bin ich im Gunde genommen um drei Uhr in der Nacht so weit, dass er vielleicht nur noch eins, drei Promille hat.

01:34:07: Und bei eins, drei Promille, glaube ich, kann man noch in der Lage sein, sich zu retten.

01:34:13: Und wenn ich noch nicht entkleidet bin, so wie ich war, weil dadurch, dass man ihm die Hosen aussieht, dass man in Unterhose aussieht, dass man die Schuhe aussieht, der Körper kühlt ja extrem über die Füße ja auch aus.

01:34:26: Dadurch hat man eigentlich dafür gesorgt, dass Jens zwei Stunden früher gestorben ist, als er hätte sterben müssen bei normalen Bedingungen.

01:34:35: Er hätte nicht und dann hätte er sich theoretisch auch selbst noch retten können, weil dann wären wir nicht in der schweren Hypothermie, sondern vielleicht in der mittleren Hypothermie.

01:34:43: Also all diese Aspekte muss man berücksichtigen, wenn man sich mit so einem Fall befasst.

01:34:47: Da gibt es unheimlich viele Dinge, die man, die man dann ja irgendwie zumindest einkalkulieren muss in diesem Gesamtzusammenhang.

01:34:58: Und so mal, so mal muss man sagen, können wir schon sehr, sehr klare Feststellungen treffen, die auch belegbar sind und auch belegbar sind anhand von Befunden und von Feststellungen auch aus der Akte.

01:35:12: Und das ist die sogenannte Strafaktenvollensicht, die wir machen, bevor wir dann in diese Nachmittlung gehen und wo Steffi dann auch unfassbar viele oder permanent den Kontakt eigentlich zu unseren ... Hinweisgebern gehalten hat und ... ...

01:35:32: ja ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... ... habe ich dann mal gedacht, oh, jetzt konnte ich mal ins Bett gehen.

01:35:49: Du denkst tatsächlich an nichts anderes.

01:35:51: Du gehst da mit ins Bett und du stehst dann morgens mit auf ... ... und wenn du richtig Pech hast, dann beschäftige ich dich ... ... das auch nachts.

01:35:55: Dann wachst du auf, ... ... dann geht die Gedanken los, dann überlähst du noch mal ... ... und dann ... ... ah, dann ihr könnt auch so und so und ... ... ja, dann bist du wach.

01:36:03: Und ich denke, das ist auch so ein bisschen der Vorteil ... ... gegenüber der normalen polizeilichen Arbeit, dass man ... ... das Ganze schon mit nach Hause nimmt, sage ich mal ... ... und nicht auf der Arbeit lässt, sondern ...

01:36:14: Aber nicht

01:36:16: im negativen Sinn.

01:36:18: Also wenn wir jetzt das nicht so machen würden, wie wir es machen, dann würden wir auch nicht zu Ergebnissen kommen.

01:36:22: Und nochmals, die Polizei ist extrem belastet mit unfassbar vielen Vorgängen.

01:36:27: Wenn ich jetzt jeden einzelnen Beamten mir anschaue, der jeden Monat seine fünfzighundert Vorgänge abzuarbeiten hat, mitunter, also je nachdem, mit welchen Kriminalitätsbereichen man tätig ist, das ist schon eine erhebliche Belastung.

01:36:42: da in diesen Fällen wirklich bis ins letzte Detail oder die Fälle bis ins letzte Detail zu durchdringen.

01:36:48: Ganz ehrlich, das ist nicht, das schafft man menschlich einfach nicht.

01:36:53: Das schafft man auch nicht.

01:36:54: Man ist dann irgendwann mal so belastet.

01:36:59: Ich weiß, dass bei vielen tatsächlich eben das ganze Privatleben die Familie leider extrem darunter.

01:37:06: Wir haben den riesen Vorteil, dass wir Ja, dass wir uns eigentlich die Fälle aussuchen, die wir bearbeiten.

01:37:12: Wir schauen, ist das ein Fall, den wir gerne machen möchten?

01:37:16: Oder ist das ein Fall, der uns interessiert?

01:37:18: Ist das was Besonderes?

01:37:20: Und dann ist es nicht so, dass wir dann drei oder vier Fälle parallel machen.

01:37:23: Das machen wir nämlich ganz gezielt nicht.

01:37:26: Wir fokussieren uns auf diesen Fall.

01:37:28: Es kann schon mal sein, dass wir unseren zweiten Fall damit haben, denn braucht noch ein bisschen oder der reift dann.

01:37:34: Manchmal muss ein bisschen Fälle auch ein bisschen reifen.

01:37:38: Aber in der Regel ist es so, dass wir uns diesem Fall auch wirklich zu hundert Prozent widmen.

01:37:41: Und deswegen ist das das Phänomen, das habe ich Steffi auch tatsächlich so gesagt, dass du wirklich mit diesem Fall ins Bett gehst, ja.

01:37:47: Und morgens, damit du auch wach wirst, das ist nicht gut, wenn du in einer Beziehung bist, das kann durchaus ablenken.

01:37:53: Aber am Ende des Tages, nein, Spaß.

01:37:57: Also wirklich das, also und du brauchst die Leidenschaft, wie sowas.

01:38:00: Du musst dich dem also wirklich der Sache auch wirklich widmen und du musst.

01:38:05: von allen Seiten die Dinge beleuchten und auch Spaß daran haben.

01:38:08: Und das ist, ohne dem wird es nicht funktionieren.

01:38:11: Und dann, wenn dann die Möglichkeit auch noch hat, diese ganzen Expertisen vielleicht dann mit einzubeziehen und ja, das ist schon spannend.

01:38:20: Also es ist ein Fall oder es sind Fälle, die die einen wirklich fesseln und die, ja, die sind.

01:38:27: Aber wir arbeiten auch zielgerichtern.

01:38:30: Wir wollen immer zu Ergebnissen kommen.

01:38:31: Und wie gesagt, das Ergebnis steht vorher nicht fest.

01:38:34: Wir wissen nicht, was vorher passiert.

01:38:35: Also wir wissen es nicht.

01:38:37: In der Regel dann auch selbst überrascht, wie sich manchmal die Fälle entwickeln und zu welchen Ergebnissen man kommt.

01:38:42: An dieser Stelle können wir jetzt mal einmal ganz kurz einen kleinen Sprung machen, würde ich sagen.

01:38:45: Denn der Fall von Jens ist dann ja ganze fünf Jahre lang eigentlich stillgeblieben, bis dann vom IFK eben den Spiel gekommen seid.

01:38:54: ... habt ihr jetzt in einer relativ kurzen Zeit ... ... eine sehr, sehr dicke Akte zusammen ... ... gesammelt.

01:39:01: Die liegt jetzt gerade hier bei uns ... ... vorne auf dem Schreibtisch.

01:39:05: Und ... ... ich konnte sie mir gerade schon anschauen, ... ... natürlich nicht rein, sondern nur von außen.

01:39:09: Und ich habe gesehen, dass echt ... ... wie viele Seiten sind's?

01:39:12: Hundert ...

01:39:13: Also das Gutachten hat ... ... hundert-achtzig Seiten.

01:39:16: Und die Seiten muss ich dir sagen, ... ... habe ich jetzt nicht ... ... durchnummeriert.

01:39:22: Aber das sind ... ... dreienfünfzig Anlagen und dann immer eine, weiß ich nicht, Anlage zweiundvierzig, Punkt eins, Anlage zweiundvierzig, Punkt zwei und so weiter.

01:39:30: Also der Ordner ist einfach voll.

01:39:32: Wenn wir es sicherlich haben, wir haben teilweise... Was

01:39:34: in dem Ordner?

01:39:36: Das ist doch mehr als

01:39:37: hundert Blatt.

01:39:38: Ja,

01:39:39: ich mach mich nicht fertig.

01:39:41: Fünfhundert Blatt,

01:39:41: fünfhundert

01:39:43: Blatt.

01:39:44: Das sind die sehr dicken, die nach vierhundert sind.

01:39:47: Wir haben sie immer bis vierhundert Blatt befüllt, weil dann... Hast du immer noch diese Tremblätter dazwischen?

01:39:53: Ich glaube unser ist tatsächlich knapp an die Fünfhundert Blatt.

01:39:56: Ja.

01:39:57: Also du bekommst diese Hundert Achtzig Blatt aus dem...

01:40:00: Die haben nicht mehr gepasst.

01:40:02: Aber nichts.

01:40:03: Ja, das ist einfach so.

01:40:05: Aber das ist das Wichtige.

01:40:08: Wir ziehen natürlich für das Gutachten noch die wesentlichen Inhalte heraus und verweisen darauf.

01:40:14: Aber wir haben natürlich da auch die entsprechende Rücklage und wir haben die Einlagen dazu.

01:40:19: Also könnte man vielleicht mal einmal ganz kurz um so einen kleinen Cut zu machen, zusammenfassend schon sagen, dass ihr eigentlich zu dem Ergebnis gekommen seid, dass dort eine Fremdeinwirkung stattgefunden hat und gewisse Menschen schon genau wissen, was mit Jens passiert ist und bis heute eben noch da draußen sind und vielleicht sogar in der Nähe wohnen, wenn ich das mal in den Raum werfen darf.

01:40:43: Das wissen wir nicht, weil wir nicht wissen, um wen es sich handelt, aber wir wissen, also wir können mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass es Menschen gibt, die wissen, was ja ins Passierte ist.

01:40:54: Aus der Expertise heraus, was könnte das juristisch bedeuten, wenn wir das mal weiterverfolgen würden?

01:41:01: In erster Linie muss natürlich die Polizei jetzt dort oder die Staatsanwaltschaft, dass wir wünschenswert, die Ermittlungsansätze aufnehmen, die wir dort in dem Gutachten auch darlegen.

01:41:14: Diese Ermittlungsansätze bieten aus unserer Sicht schon eine profunde Basis für Weiterermittlungen und auch für die rasche Feststellung oder Gewinnung von Erkenntnissen.

01:41:30: Davon gehen wir aus.

01:41:32: Wir haben natürlich die örtliche Begrenzung Konzen.

01:41:35: Wir wissen aber auch, dass dort in dieser Nacht Menschen ausgestiegen sind, die nach Konzen gefahren sind, um dort zu feiern.

01:41:42: Das heißt, es müssen ja nicht Personen sein, die dort ausschließlich wohnen, sondern es können auch Personen sein, die einfach, ich sage jetzt mal zufällig in Konzen gelandet sind, weil irgendwo in Konzen irgendwo vielleicht noch eine Karnevalspartie stattfand, wie auch immer.

01:41:58: Also das können wir nämlich, aber wir können zumindest sagen, das ist vermutlich jemand, das ist das schon irgendwie mit der Region auch zusammen.

01:42:08: Und es ist auch sicherlich so, dass Jens dann nicht eben nur Freunde hatte in diesem Umfeld, sondern es gab Menschen, die Jens nicht so wohl gesund waren, wie das vielleicht ja vielleicht Wünschenswert gewesen wäre und man hätte ihm vielleicht auch helfen können.

01:42:27: Also ich glaube tatsächlich, dass dort diese Dinge bewusst dann herbeigeführt worden sind.

01:42:34: sind aber nicht vorher geplant gewesen.

01:42:37: Also ich gehe davon aus, dass es eher spontan passiert ist, spontan entschlüsse.

01:42:40: Nichts ist so.

01:42:41: trotz gehe ich davon aus, dass die Menschen, die ihm das angetan haben, sich über die Folgen im Klaren waren.

01:42:48: Das heißt, sie mussten gewusst haben, dass sie ihn möglicherweise in erheblichen Gefahren bringen, also zumindest schwere Körperverletzungsdelikte.

01:42:57: Dann muss ich davon ausgehen, dass er dort möglicherweise das nicht überlebt.

01:43:02: Dann kommen wir zu deiner Fragestellung.

01:43:04: Ich muss da immer ein bisschen ausholen.

01:43:06: Dann könnte man theoretisch auch ein Tötungsdelikt annehmen.

01:43:10: Da reicht es.

01:43:11: Da muss ich nicht mit Wissen und Wollen handeln.

01:43:14: Da reicht es eigentlich auch schon, wenn ich sage, ich bin mit dem Erfolg meine Handlung einverstanden.

01:43:21: Ich nehme es billigend in Kauf.

01:43:23: Und wenn ich das billigend in Kauf nehme, dann ist das eine bedingte Vorsetzlichkeit.

01:43:28: Und dann kann ich durchaus ganz schnell auch in dem Bereich des Tötungsdeliktes mich bewegen.

01:43:32: Dann bin ich nicht mehr im Bereich der Körperverletzung mit Todesfolge.

01:43:37: Ich würde fallessige Körperverletzung und fallessige Tötung eher ausschließen, weil es einfach so ist, dass den Menschen die äußeren Bedingungen ja bewusst waren.

01:43:47: Und wenn ich jemand wirklich so entkleide und ihn dann so in irgendwo, in die Dunkelheit jage und Verletzung auch in Kauf nehme, dann muss ich damit rechnen, dass er... Sie ist so schwer wie ein Verletzt, dass er vielleicht nicht mal am Leben ist.

01:44:00: Steffi, vielleicht nochmal abschließend aus deiner Sicht heraus.

01:44:04: Was glaubst du, haben die mutmaßlichen Täter eher Angst oder fühlen sie sich nach der ganzen Zeit vielleicht sogar sicher, weil der Fall so lange als Unfall galt?

01:44:15: Kann ich natürlich auch nur spekulieren logischerweise.

01:44:18: Ich könnte mir mal schon vorstellen, dass sie das verdrängt haben bzw.

01:44:24: sich gegebenenfalls auch eingeladet haben, dass sie an dem Tod nicht schuld sind, weil wie Marius gesagt hatte sie jetzt nicht mit kein Messer in Rücken, sondern sehr anders zustande gekommen, dass sie nicht direkt schuld am Tod trifft.

01:44:41: Ich glaube aber auch, nachdem das jetzt so intensiv wieder durch uns hochgekocht wurde, dass diese Sicherheit nicht mehr so da sein dürfte, das glaube ich schon, dass jetzt langsam anfängt zu bröckeln.

01:44:56: Gäpp ist so aus ihrer Sicht so.

01:44:58: eine abschließende Botschaft, die sie vielleicht zu diesem Fall noch sagen würden.

01:45:05: Ich greif das mal auf, was Steffi sagt.

01:45:08: Ja, die vermeintlichen, verantwortlichen Personen, die waren in einer gewissen Sicherheit oder haben sich in einer Sicherheit wiegen können, weil fünf Jahre lang nichts mehr passiert ist.

01:45:19: Man ist also quasi mit diesen... Sachen irgendwie weiter gewachsen und größer geworden und älter geworden durch unsere Arbeit.

01:45:26: Ich glaube, das haben wir schon sehr intensiv gemerkt.

01:45:28: Es gab nicht nur eine positive Reaktion auf das, was wir gemacht haben.

01:45:32: Es gab auch durchaus Reaktionen, die gesagt haben, man kann das einfach mal ruhen lassen.

01:45:37: Warum muss man immer da in der Sache rumbohren und so.

01:45:40: Es haben auch nicht alle Menschen mit uns gesprochen oder sich auch verweigert, mit uns zu reden.

01:45:46: Das kann man natürlich vielfältig deuten.

01:45:48: Das tun wir aber nicht.

01:45:51: nehmen auch an, dass manche Menschen einfach dieses Thema für sich gerne hätten abgeschlossen.

01:45:57: Dadurch, dass wir da doch relativ viel Wirbel verursacht haben und eine relativ hohe Medienpräsenz auch erzeugt haben, glaube ich tatsächlich, dass die Verunsicherung bei den Verantwortlichen wesentlich höher sein dürfte, als es vorher der Fall war.

01:46:13: Und ich kann auch nur appellieren an die Menschen, die da involviert sind, sich so aktiv auch den Ermittlungsbehörden zu stellen, proaktiv darauf hinzuwirken, die Wahrheit offen zu legen, der Wahrheit zu helfen.

01:46:29: Es gibt eine Gruppendynamik, in jedem Fall muss man das so sehen, wenn eine Gruppe agiert, es gibt immer ein schwächeres Glied in einer Gruppe, das irgendwann mal an diesen Fällen bei einer entsprechenden Ermittlungsdruck auch einbricht.

01:46:43: Das hat man einfach so, das ist normal, dass irgendeiner als erster dann plaudert und sich dann ein meine bessere Ausgangslage in dem Schaffprozess verschaffen möchte.

01:46:55: Und das, glaube ich, diese Gruppenprozesse wird es geben und die sind angestoßen worden aus meiner Sicht ohnehin schon.

01:47:01: Und irgendwann wird sich jeder der Nächster sein.

01:47:04: Und derjenige, der weniger mit dem Fall zu tun hat, wird eher bereit sein, mit der Polizei oder mit der Staatsanwaltschaft zu reden als derjenige, der vielleicht wesentlich aktiver war in diesem ganzen Geschehen.

01:47:15: Von daher, das ist meine Empfehlung tatsächlich, Jetzt proaktiv an die Polizei heranzugehen, sich zu erklären, die Zusammenhänge erklären.

01:47:25: Wir haben so viel Stoff inzwischen in dem Gutachten.

01:47:28: Wir sind davon überzeugt, dass die Polizei die Hebel in der Hand hat.

01:47:33: Und trotz der fünf Jahre schon ein sehr, sehr klares Bild auch über viele Umstände bekommt durch das Gutachten.

01:47:40: Nicht zuletzt über die Motivlage und darüber lassen sich häufig auch Täter ermitteln.

01:47:45: Insofern glaube ich, dass das der richtige Weg

01:47:48: wäre.

01:48:01: Ich gehe ganz gerne aus den Folgen immer mit etwas schöner Momenten raus und nicht mit so einer Last, weil wir jetzt gerade wirklich unfassbar viele spannende und ergreifende Informationen gehabt und deswegen wollte ich noch mal ganz gerne aus eurer Sicht so ein bisschen auf den Kontakt mit der Familie von Jens eingehen und vielleicht noch einmal so aus eurer Sicht erfragen, wie das Ganze denn für euch gelaufen ist, wie habt ihr die Arbeit mit Jens Familie erlebt und gab es vielleicht schöne Momente an die ihr euch sehr gerne erinnert, weil ich Jens Eltern, so wie ich sie jetzt aus meiner kleinen Sicht heraus kennengelernt habe, wirklich auch sehr emotional sind, aber auch sehr, sehr stark sind.

01:48:42: Und ich denke, Steffi und Marius, ich denke, ihr könnt das bestätigen, oder?

01:48:48: Ich finde die Eltern von Jens sehr angenehm vom Umgang her.

01:48:53: Sie sind auch mal für uns was immer wichtig, dass wir ... Ja, kurzfristig auch Dinge abklären konnten.

01:48:59: Wir haben ja immer wieder Fragen gehabt, die im Zusammenhang mit unserer Untersuchung standen.

01:49:05: Und wir konnten auch immer auf der Sachebene auch diese Fragen relativ schnell klären.

01:49:09: Und das fand ich schon sehr, sehr bemerkenswert, weil vielleicht ist es auch dem geschuldet, dass der Fall tatsächlich aber auch schon fünf Jahre alt ist und fünf Jahre auch schon durchlebt wird.

01:49:21: Dadurch ist das vielleicht eher möglich noch.

01:49:23: Diese sachliche Ebene dann auch zu haben von Seiten der Eltern, uns gegenüber, die fand ich wirklich dann auch sehr gut und auch sehr nachhaltig positiv.

01:49:34: Aber menschlich sind beide natürlich auch wirklich ganz, ganz nett und man trinkt gerne mit denen mal ein Kaffee und unterhält sich vielleicht auch über Dinge, die jetzt nicht den Fall betreffen.

01:49:47: Was wir eigentlich weniger gemacht haben, weil wir meistens, wenn wir mit denen zusammengekommen sind, dann haben wir immer ein bisschen berichtet über den Stand, wo wir uns bewegen und wo wir jetzt gerade, was uns jetzt noch wichtig ist.

01:49:58: Und ja, das ist auch unsere Art zu arbeiten.

01:50:01: Also ist es, wir verschließen nicht die Tür ab.

01:50:04: Übernehmende Akte schließen die Tür ab und kommunizieren nichts nach außen.

01:50:08: Das finde ich auch nicht gut und auch nicht richtig, weil man da ja auch ein gewisses Gefühl vermitteln muss.

01:50:14: Man muss auch sagen, ja, man ... musst du dir ein bisschen Transparenz ... ... auch vorleben, ... ... zu sagen, wir sind jetzt da und da, ... ... wir machen das und das, ... ... wir schreiben das auch so und so auf.

01:50:25: Also ... ... ich finde, das ist auch ... ... etwas für ein gutes Gefühl.

01:50:30: Insbesondere vor den Dingen, ... ... die ich am Anfang gesagt habe, ... ... dass eben da schon einige Personen ... ... angeklopft haben und auch versucht haben, ... ... aus der Sache für sich irgendwelche ... ... Vorteile herauszuschlagen.

01:50:42: Also das ist das, ... ... was wir als Philosophie auch gelebt haben, ... ... aber das ist auch ... Unsere Philosophie, was soll ich dazu sagen?

01:50:49: Reden und Transparenz ist wichtig.

01:50:51: Natürlich nicht alles.

01:50:52: Ja, wir können auch, manche Ermittlungsergebnisse müssen wir natürlich für uns behalten, aus taktischen Erwägungen heraus, dass das nicht irgendwie plötzlich dann von irgendwelchen anderen Dingen dann, dass das irgendwie nach außen dringt.

01:51:05: Aber es war alles top.

01:51:06: Also wirklich, ich kann sagen, war eine tolle Zusammenarbeit.

01:51:08: Und wir bedanken uns natürlich auch jetzt nochmal nachhaltig auch dafür, dass das so gut war.

01:51:12: Und wie gesagt, Steffi hat es schon gesagt, also die Der Freundeskreis von Jens, der war wirklich sehr sehr engagiert, sehr emotional auch.

01:51:21: Und da muss man auch sagen, die haben wirklich alles unternommen.

01:51:25: Wir haben mal wirklich fixe Ideen gehabt und wir haben mal dies oder jenes gehabt.

01:51:29: Wir haben immer sehr kurze Reaktionszeiten gehabt.

01:51:33: Das hat uns natürlich auch beflügelt.

01:51:35: Da macht es auch Spaß.

01:51:38: Wenn du diese Unterstützung hast und wenn du da merkst, du kommst auch nach vorne.

01:51:44: Bauste auch eine Vertrauensebene auf, weil das ist ja auch immer ganz wichtig, dass dir die Menschen vertrauen und dir nicht, und du die nicht irgendwie gegen einen Pfeiler laufen lässt, weil das ist ja was gesagt haben.

01:51:55: Also das ist auch nicht das, was wir machen.

01:51:57: Wir versuchen dann auch tatsächlich auch fair und ehrlich und transparent damit umzugehen und das Vertrauen auch zu rechtfertigen, dass man in unsere Arbeit auch steckt.

01:52:05: Da sind so Dinge.

01:52:07: Ich höre mich jetzt an, wie das Wort zum Sonntag.

01:52:11: Aber ich finde es einfach wichtig.

01:52:14: Und am Ende des Tages hoffen wir damit auch zu helfen und ich glaube, die Klarheit oder das Bewusstsein zu haben, wie vielleicht sich die Dinge ereignet haben und auch vielleicht noch die Aussicht, dass diejenigen, die da verantwortlich sind, auch noch bestraft werden, wovon ich wirklich ausgehe.

01:52:35: Dann lässt es einen dann vielleicht schon ein bisschen die Sache besser verarbeiten.

01:52:39: Sehr schöne Schlussworte.

01:52:41: Vielen, vielen Dank, Marius Richter für die lange Zeit, für die zwei Stunden, für die ganzen Infos.

01:52:47: Steffi, vielen, vielen Dank auch für deine Infos.

01:52:50: Das war wirklich sehr, sehr interessant.

01:52:51: Und es war mir auch eine Herzensangelegenheit, einfach nochmal diesen Fall nochmal aufzuarbeiten und quasi nochmal mit euch drüber zu sprechen, was ihr jetzt in dieser wirklich kurzen Zeit rausgefunden habt.

01:53:01: und an dieser Stelle mal ganz, ganz großen Respekt.

01:53:04: Ich weiß, wie hart ihr daran gearbeitet habt.

01:53:06: Und ich sehe es an der Akte, die gerade hier vor mir liegt, dass ihr da wirklich unfassbar viel gemacht habt und der Familie, glaube ich, einen ganz, ganz großen Teil von einer Last abgenommen habt.

01:53:18: Und ich glaube, das ist das Wichtigste der Arbeit.

01:53:22: Und ich denke, damit können wir das Ganze beenden.

01:53:26: Vielen, vielen Dank, ihr beiden.

01:53:27: Gerne.

01:53:28: Danke auch an dich.

01:53:29: Das war auch ein sehr angenehmes, sehr angenehmer Talk.

01:53:33: Kann ich also... Nur bestätigen und immer wieder gerne.

01:53:36: Also, wir haben ja viele Fälle, die wir gemeinsam diskutieren können.

01:53:40: Genau,

01:53:40: wir haben viele Fälle und wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja nochmal, wenn dann die Gerichtsverhandlungen anstehen.

01:53:45: Da werde ich auf jeden Fall mit hinkommen und dann sprechen wir danach eine Frau drüber.

01:53:50: Haben wir eine Verabredung.

01:53:53: Auf jeden Fall.

01:53:54: Vielen, vielen Dank, ihr beiden.

01:53:55: Gerne.

01:53:56: Tschüss.

01:53:59: Ihr Lieben,

01:54:00: das war's von der heutigen Folge und diesem... unfassbar interessanten interview und gespräch mit marius richter und steffi.

01:54:10: ich bin immer noch etwas überwältigt von diesem gespräch und von den ganzen informationen die ich daraus ziehen durfte live im gespräch.

01:54:18: es ist ein fall der mich seit zwei tausend zwanzig nicht losgelassen hat.

01:54:23: als ich davon mitbekommen habe war mir von vornherein alles irgendwie suspect und ich wusste das schicksal von jens ist definitiv nicht das, was uns vielleicht in den Medien oder von der Polizei oder Staatsanwaltschaft präsentiert wird.

01:54:37: Ich wusste von vorne rein, dass dort irgendetwas nicht so ganz stimmen kann.

01:54:43: Dementsprechend habe ich mich immer darum bemüht, diesen Fall medial noch irgendwie aufrechtzuerhalten.

01:54:48: Ich habe einige Male auf German True Crime noch zu berichtet, aber wie ihr es ja im Gespräch gehört habt, ist dieser Fall tatsächlich dann eigentlich... wie man ja so schön sagt, kalt geworden und wurde eben nicht weiter ermittelt und es gab auch lange keine mediale Berichterstattung mehr.

01:55:06: Umso interessanter fand ich es dann, als ich die Nachricht dann bekommen habe von der lieben Steffi, denn wie gesagt, ich kenne Steffi jetzt schon etwas länger persönlich und wir haben uns halt über diesen Fall auch unterhalten und es war ja tatsächlich so, dass Steffi diesen Fall auch so mitbekommen hat und uns dann auf Facebook ja die Angehörigen kontaktiert hat.

01:55:25: und Ich habe mich mit Steffi drüber unterhalten und sie hat mir dann erzählt, dass sie eben jetzt für das IFK arbeitet, für Marius Richter und mit ihm zusammen diesen Fall aufgearbeitet hat.

01:55:37: Und ja, dann stand eigentlich einem Gespräch jetzt nach den Nachhermittlungen nichts mehr im Wege.

01:55:43: Natürlich mussten wir noch ein bisschen abwarten, bis das Ganze in einer gewissen Richtung ist oder an einem gewissen Punkt ist, wo wir auch drüber sprechen können.

01:55:53: Ja, und so ist es jetzt zustande gekommen, dass Marius und Steffi mir diese wirklich unfassbar interessanten spannenden Infos mitgeteilt haben, über die ich immer noch sehr schockiert bin, aber ich bin mir ganz sicher, dass der Fall jetzt in eine richtige Richtung gehen wird und eventuell diese Menschen, die ja sehr wahrscheinlich für das Schicksal von Jens verantwortlich sind, zur Rechenschaft gezogen werden und Jens Eltern dann endlich abschließen können nach so einer langen Zeit.

01:56:27: Ich möchte auch nochmal ganz kurz hervorheben, wie sich die Freunde in diesem Fall von Jens verhalten haben.

01:56:33: Steffi hat es in der Folge nochmal angesprochen.

01:56:36: Solche Freunde muss man haben, die wirklich unermüdlich dafür gekämpft haben, dass Steffi alle ihre Infos bekommt, die sie braucht.

01:56:43: Sie war immer erreichbar für die Jungs und das möchte ich an dieser Stelle nochmal ganz positiv hervorheben, denn in den sozialen Medien sind Diese Freunde leider neben positiven Nachrichten auch sehr negativ angegangen wurden.

01:56:58: Und ich hoffe an dieser Stelle, dass sie sich keinerlei Vorwürfe machen, denn das müssen sie nicht.

01:57:04: Sie haben alles getan, was sie tun können und bewiesen, dass man solche Freunde tatsächlich in der heutigen Zeit braucht und die leider sehr selten geworden sind.

01:57:18: Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal ganz... deutlich bedanken an Marius Richter und Steffi für diese unfassbar interessanten zwei Stunden.

01:57:26: Ich hatte sehr viel Spaß und vor allem fand ich es sehr, sehr toll, dass es einfach ein Gespräch auf Augenhöhe war und nicht ein runtergeklappertes Interview, was wir durchgeskriptet haben und alle Fragen einfach nacheinander runterhauen, sondern es ist tatsächlich ein Gespräch entstanden, was mir jetzt nachhaltig echt noch sehr im Kopf geblieben ist.

01:57:49: Vielen vielen dank.

01:57:49: an dieser stelle ich würde sagen schaut gerne mal bei instagram vorbei.

01:57:54: auf dem kanal von marius und steffi tatort strafakte heißt dieser.

01:57:59: leider gibt es dort noch nicht viel zu sehen denn das ist der podcast account für den gleichnamigen podcast der bald erscheinen soll.

01:58:07: ich habe noch mal mit marius und steffi gesprochen.

01:58:09: es ist denn arbeit.

01:58:10: sie haben natürlich jetzt gerade durch den fall jens noch viel zu tun aber spätestens nächstes jahr werdet ihr dort von den beiden einen podcast hören wo sie über diese fälle eben sprechen die sie dort aufarbeiten.

01:58:23: sehr interessant da freue ich mich sehr.

01:58:24: darauf.

01:58:25: folgt dort gerne mal rein.

01:58:27: lasst mir gerne bei instagram auch eure gedanken eure nachrichten zum fall jens.

01:58:32: da und an dieser stelle würde ich sagen dass wir uns in zwei wochen zu einer neuen folge hören diesmal kurz vor bzw.

01:58:41: kurz nach Weihnachten, das wird dann auch die letzte Folge dieses Jahr sein, dann werde ich über die Feiertage ein bisschen zurückfahren generell auf dem gesamten True Crime Bereich, denn ich denke, das ist auch mal ganz wichtig.

01:58:54: Da hören wir uns auf jeden Fall nochmal und wünsche euch an dieser Stelle einen schönen Morgen, Mittag oder auch Abend, je nachdem, wann ihr in diese Folge rein hört und würde sagen, wir hören uns.

01:59:05: Bis bald.

01:59:12: Mord verjährt nicht.

01:59:14: Ein Podcast von Sebastian Lemke und German True Crime.

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