Folge #5 - Das ungeklärte Mysterium der Smiley Face Morde
Shownotes
Chris Jenkins verschwand an Halloween 2002 nach einer Barnacht spurlos – Monate später tauchte seine Leiche unter mysteriösen Umständen auf. Bis heute zählt der Fall zu den rätselhaftesten Cold Cases der USA. Wir schauen auf die widersprüchlichen Ermittlungen, die vielen Theorien und die Frage: Unfall oder Fremdeinwirkung?
Dazu werfen wir einen Blick auf die unheilvolle Serie ähnlicher ungeklärter Todesfälle, die unter dem Begriff Smiley Face Morde die USA seit Jahren in Atem hält. Gibt es wirklich eine Verbindung zwischen den Opfern – oder ist alles nur ein Mythos, der zu groß geworden ist?
Und schließlich führt eine überraschende Parallele nach Deutschland: der Eiskeller-Prozess von Aschau, ein Fall, der mittlerweile zu einer krassen Wende geführt hat und Ähnlichkeiten zu den Cold Cases in den USA aufweist. Heute in Folge 5 von Unsolved.
Danke euch fürs Zuhören 🫶🏼
Alle Fotos findet ihr immer einen Tag vor der Folge auf meinen Instagram-Kanälen @unsolved.podcast / @germantruecrime
Quellen:
Einspieler Eiskeller : spiegel / alle rechte beim spiegel.
Einspieler Houston: https://youtu.be/IBDVoPYb9xk?si=gjHAyuL8HHTXR0Cw
Primär-Quelle:
Smiley Face Killers: The Hunt for Justice @Apple TV
Artikel:
https://positivelypittsburgh.com/smiley-face-killer-fact-or-fiction/
https://homicidecenter.org/drowning-the-smiley-face-murder-theory/
https://abcnews.go.com/GMA/story?id=7147841&page=1
https://www.fox13seattle.com/news/smiley-face-murders-theory-experts-weigh-in
https://archives.fbi.gov/archives/news/pressrel/press-releases/fbi-statement-regarding-midwest-river-deaths
https://medium.com/tftunderworld/what-happened-to-21-year-old-college-student-chris-jenkins-on-halloween-night-in-2002-a947411b4a12
https://medium.com/@mikekerins/the-smiley-face-killers-2dad9cef7bf0
https://medium.com/tftunderworld/fact-or-fiction-investigating-the-smiley-face-killers-402f8b0aa98e (Cover-Foto von hier)
Transkript anzeigen
00:00:04: Manchmal wirken True Crime Fälle auf den ersten Blick wie tragische Unfälle.
00:00:09: Ein junger Student verschwindet nach einer Partynacht, die Polizei geht zunächst von einem Missgeschick aus, bis sich nach und nach Details zeigen, die nicht zusammenspielen wollen.
00:00:20: Genauso verhält es sich mit dem Fall Christopher Jenkins an Halloween, zwei tausend zwei.
00:00:26: Was als Parmystenfall begann, entwickelte sich Jahre später zu einem offiziell bestätigten Mordfall.
00:00:32: Und parallel tauchte eine umstrittene Theorie auf, die eine Verbindung zu weiteren mysteriösen Todesfällen junger Männer in den USA herstellt.
00:00:40: Die Smileyface Serienmorde.
00:00:42: Heute in Folge V von Anzauft.
00:00:51: Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen die Gewaltverbrechen verüben, nie wirklich
00:00:55: ungestraft davon kommen.
00:00:57: Das Gericht mag sie falsch sprechen,
00:00:59: aber ob es das Gewissen ist, Karma oder das Universum, sie werden irgendwann für das Bestrachtfassig getan haben.
00:01:15: Christopher Chris Jenkins war ein einzwanzigjähriger Student an der University of Minnesota und Kapitän des Lacrosse-Teams seiner High School.
00:01:24: Er stammte aus einer kleinen Vorstadt und studierte an der Carlson School of Management der University of Minnesota.
00:01:30: Am Abend des einendreißigsten Oktober feierte er Halloween mit Freunden in einer Bar im Stadtzentrum der Lone Tree Bar & Grill.
00:01:38: Über mehrere Augenzeugen-Berichte ist bekannt, dass Chris bis etwa Mitternacht in seiner Indiana-Verkleidung in der Bar war.
00:01:45: Weil sein Kostüm keine Taschen hatte, hatte er Popmanee, Autoschlüssel und Mobiltelefon seiner Freundin Ashley Rice anvertraut, die diese für ihn auch bewahrte.
00:01:54: Kurz nach Mitternacht verließ Jenkins in seiner Verkleidung die Bar.
00:01:57: Augenzeugen berichten, dass er sich zu Fuß in nördlicher Richtung von der Bar entfernte, allein und nur in seinem Kostüm bei etwa minus sechs Grad ohne Jacke oder persönliche Gegenstände.
00:02:08: Niemand ahnte zunächst, dass etwas geschehen war.
00:02:12: Erst am nächsten Morgen stellte Ashley fest, dass Jenkins nicht zurückgekehrt war und alarmierte die Familie, als Chris nicht wie erwartet zu Hause erschien.
00:02:20: Die Familie meldete Chris vermisst, doch offenbar verzögerte sich eine intensive Suche.
00:02:26: Anfangs galt, wie immer wieder berichtet, die Annahme Jenkins habe sich auf eine Reise begeben oder sei nach einem Abend mit Alkohol versehentlich in den Mississippi gefallen.
00:02:36: Offiziell unternahm die Polizei zunächst jedoch nur begrenzte Ermittlungen.
00:02:41: Schließlich engagierte die Familie Jenkins Anwälte und private Ermittler sowie Spürhunde, um eine eigene Spur zu verfolgen.
00:02:48: Die Hunde konnten von der Bar an der Nicolette Mall bis zu einer Tiefgarage eine Pferde aufnehmen.
00:02:55: In dieser Tiefgarage entdeckten Ermittler Blutspuren in der Nähe eines geparkten Fahrzeugs, die auf Jenkins zurückzuführen gewesen sein könnten.
00:03:02: Ein Privatdetektiv beschaffte zudem Überwachungsaufnahmen und befragte Zeugen.
00:03:08: Einige berichteten, sie hätten in der Nähe der Pizzeria eine Auseinandersetzung beobachtet, möglicherweise eine größere Gruppe, die ein Mann zu Boden brachte, ein Ereignis, das zeitlich in die Nacht des Verschwindens von Chris passen könnte.
00:03:21: Bis heute sind diese Zeugenaussagen jedoch nicht offiziell bestätigt.
00:03:25: Am siebenzwanzigsten Februar, zwei tausend drei, etwa vier Monate nach seinem Verschwinden, wurde der leblose Körper von Chris Jenkins im Fluss Mississippi unterhalb der Hennepin Avenue Bridge gefunden.
00:03:38: Ein Zeuge bemerkte ihn zunächst auf der Höhe einer anderen Brücke treibend.
00:03:41: Einige Stunden später kam die Leiche weiter stromabwärts in der Nähe einer Steinkonstellation zum Stillstand.
00:03:48: Die Obduktion ergab, dass er durch Ertrinken schab, die Behörden schlossen Verletzungen aufgrund eines Sturzes von einer Brücke aus.
00:03:56: Auffällig war, dass Jenkins Arme über der Brust verschränkt waren und er in der Hand ein Büschel Haare hielt.
00:04:02: Dieses Haar ließ sich später als jenes von Chris identifizieren.
00:04:06: Die Kleidung war relativ intakt, sein Hemd steckte noch in der Hose und ertrug seine braunen Mokassinschuhe.
00:04:13: All dies passte schwer zum Bild eines simplen Unfalls.
00:04:17: Normalerweise würde man erwarten, dass ein Ertrinkender im Überlebenskampf krampfhaft paddelt oder seine Kleidung verrutscht.
00:04:24: Die örtlichen Ermittler und die Gerichtsmedizin stuften Jenkins tot ursprünglich als Unfall oder Suizid ein.
00:04:31: Man glaubte zunächst, er sei im eicholisierten Zustand vom Ufer oder einer Brücke ins kalte Wasser gestürzt.
00:04:37: Für die Familie Jenkins war dies von Anfang an kaum vorstellbar.
00:04:42: Wie die Schwester von Chris, Sarah Leitner, aus dem Jahr im Jahr war, erklärte, hätte sie Anzeichen am Körper gesehen, die nicht zum Bild eines Freitods passen.
00:04:50: Sie und andere vertrauten vollständig den positiven Charakter ihres Bruders.
00:04:56: Vier Jahre später räumte die örtliche Polizei grobe Fehler ein.
00:05:01: Am siebzehnten November, im Jahr im Jahr im Jahr war, teilte ihn der damalige Polizeichef, Tim Dolin, zusammen mit Angehörigen der örtlichen Mordkommissionen, Der Hennepin County Homicide Unit mit, dass Jenkins tot nun als Mord eingestuft werde.
00:05:14: Der Diensthabende Sergeant Pete Jackson soll zu den Eltern gesagt haben, Zitat, ihr Sohn war Opfer eines Mordes.
00:05:21: Es tut uns leid, ihn das erst jetzt zu sagen.
00:05:24: Polizeichef Dolin entschuldigte sich öffentlich für frühere Fehlannahmen.
00:05:29: Wir haben einen Fehler gemacht, wir haben eine Annahme getroffen, sagte er damals und kündigte eine erneute intensive Untersuchung an.
00:05:37: Die Umwandlung der Todesursache in Mord wurde auch von externen Mittlern wie ehemalige New Yorker Kommissaren begrüßt.
00:05:44: Nach ihren Erkenntnissen sprach die Lage des Körpers und andere Beweise stark gegen einen einfachen Unfallsturz ins Wasser.
00:05:51: Laut Medien änderte sich der Eintrag in Jenkins Sterbeurkunde.
00:05:56: Aus Tod durch Ertrinken in Klammern Unfall wurde nun Tod durch Ertrinken in Klammern Mord.
00:06:15: Die polizeilichen Ermittlungen der Jahre zwei Tonne zwei bis zwei Tonne sechs blieben in vielen Punkten undurchsichtig.
00:06:21: Bekannt ist, dass durch die unabhängige Spurensuche Hinweise gesammelt wurden.
00:06:26: Wie erwähnt folgten Man Trailerhunde, Jenkins Witterung bis zu einer Pizzeria und dann in eine Tiefgarage.
00:06:33: Dort fanden sich Blutspuren allerdings keine definitive Verbindung zu einer bestimmten Person.
00:06:39: Zudem konnten Zeugen Hinweise auf eine mögliche Auseinandersetzung vor dieser Pizzeria geben.
00:06:44: An der Leiche von Chris waren keine offensichtlichen Biss- oder Schnittverletzungen zu erkennen.
00:06:50: Auch Gerichtsmediziner fanden lediglich geringe, postmortale Veränderungen.
00:06:55: Dies ließ darauf schließen, dass Jenkins tot oder bewusstlos ins Wasser gelangt sein musste.
00:07:00: Seine verschränkten Arme und das Haarbündel in der Hand deuteten darauf hin, dass er sich offenbar gegen etwas gewährt hatte oder gewaltsam ins Wasser geworfen wurde.
00:07:09: Ärzte weisen daraufhin, dass bei Ertrinkungsopfern normalerweise ein anderer Verhaltensablauf zu sehen ist, was diese Befunde verdächtig macht.
00:07:17: Die Tatsache, dass der Leich nahm mehrere Monate im eisigen Fluss treibend verbrachte, erschwert jedoch die sichere Deutung einzelner Spuren.
00:07:25: Experten vermuten, dass die Kälte die Zersetzung verzögerte, weshalb sein Körper relativ gut erhalten gefunden wurde.
00:07:33: Bis heute wurde kein offizieller Täter ermittelt, die Ermittlungen blieben ergebnislos.
00:07:38: Allerdings kamen verschiedene Theorien auf, so berichtete die Presse einen verurteilter Mörder namens Jeremy Lynn Elford, habe Angaben gemacht, die mit dem Fall Jenkins in Zusammenhang stehen könnten.
00:07:49: Elford sitzt wegen eines anderen Tötungsdeligs in Haft, er soll behauptet haben Informationen zu Jenkins Tod zu besitzen.
00:07:56: Auch ermittler der Fernsehserie Breaking Homicide, Secrets in the River, sprachen mit Elford, dieser verweigerte jedoch eine Aussage über umgeklärte Fälle.
00:08:05: Andere gängige Theorien, etwa die These, eine organisierten Mordserie, stuft die Polizei als unbelegt ein.
00:08:13: Die Ermittler erklärten ausdrücklich, es gebe keine Hinweise auf eine Verbindung zwischen Chris Jenkins und anderen vermisten oder getöteten Studenten.
00:08:21: Bislang gibt es auch keinen offiziell benannten Tatverdächtigen.
00:08:25: Nach Aussage der Polizei war keiner der Beteiligten von jenem Halloweenabend bislang strafrechtlich belangt worden.
00:08:32: Der Fall Jenkins bleibt ungeklärt.
00:08:35: Die Stadt Minneapolis führt die Ermittlungen fort, gleichzeitig setzt die Familie Jenkins weiterhin auf öffentliches Interesse und Zeugenhinweise.
00:08:44: Die Polizei bietet für sachdienliche Hinweise hohe Geldprämien an.
00:08:48: Und genau an diesem Punkt, an dem die Hinweise im Fall Chris Jenkins immer dunkler wurden, tauchte ein Muster auf, das Ermittler in den gesamten USA seit Jahren beschäftigt.
00:08:59: Eine Serie, Mysteriöser Todesfälle, bekannt als die Smileyface-Morde.
00:09:23: Wenn es nach dieser These geht, soll das erste Opfer der sogenannten Smileyface-Killer Patrick McNeill gewesen sein, ein Student des Fortham College, der in dem Jahr die Bar in New York City verließ und dann verschwand.
00:09:41: Eine Monate später wurde seine Leiche im East River gefunden.
00:09:45: Kevin Gannon, der Mittler im McNeill-Fall, versprach den traurenden Eltern die Wahrheit über den Tod ihres Sohnes herauszufinden.
00:09:52: Gannon, ehemaliger Leiter der New Yorker Mordkommission, gemeinsam mit dem ehemaligen NVPD-Detektiv Anthony Duati und dem Strafjustizprofessor Lee Gilbertson, behauptet, dass es eine Epidemie von verschwundenen, später in Flüssen aufgefundenen weißen Männern im Collegealter gebe.
00:10:10: Seit Jahrzehnte acht machen sie auf das aufmerksam, was sie für miteinander verbundene Todesfälle halten.
00:10:16: Sie glauben, dass eine Art gängähnliche Organisationen, die sie Smiley Face Killer nennen, diese Tötungen begangen haben.
00:10:23: Der Name stand von einem angeblichen geheimen Zeichen der Täter, ein Graffiti eines Smiley Gesichtes.
00:10:29: Ihre investigative Arbeit im Ruhe stand, führte zu einer Oxygen-Serie mit dem Titel Smiley Face Killer The Hand for Justice, die im Januar zwei Tausendneunzehn ausgestrahlt wurde.
00:10:40: Diese verlinke ich euch natürlich in den Show-Notes, schaut euch sie gerne an, sie ist wirklich sehr interessant.
00:10:45: Was dabei merkwürdig erscheint, in vielen der rund vierzig Fällen, die die Ermittler untersucht haben, gibt es verwirrende Hinweise.
00:10:52: Dakota James beispielsweise war vierzig Tage lang verschwunden, doch sein Körper zeigte nur geringe Anzeichen von Verwesung.
00:11:00: Gannon, Duati und Gilbertzen glauben, dass die Opfer mit der K.O.
00:11:04: Tropfendroge G.H.B.
00:11:05: betäubt, ermordet und anschließend in Flüsse geworfen werden.
00:11:09: Allerdings gehört die Analyse auf GHB nicht zu den routinemäßigen toxikologischen Untersuchungen nach dem Tod.
00:11:16: Auf einige dieser mysteriösen Fälle möchte ich heute nochmal etwas genauer eingehen.
00:11:27: Patrick McNeill war ein ein-zwanzigjähriger Student aus New York, der am sechzehnten Februar nineteen-neinzig verschwand, nachdem er eine Bar namens The Dapper Dog in Upper Manhattan verlassen hatte.
00:11:39: Es gibt widersprüchliche Aussagen über sein Verhalten nach dem Verlassen der Bar.
00:11:45: Mehrere Zeugen sahen ihn schwanken und mehrfach hinfallen, nachdem er seinen Freunden gesagt hatte, dass er zu U-Bahn gehen wolle.
00:11:52: Sein Zustand war so besorgniserregend, dass mehrere Menschen anhielten, um ihm Hilfe anzubieten, die er jedoch ablehnte.
00:11:59: Ein Zeuge berichtete außerdem, dass ein Fahrzeug Patrick langsam folgte, während er die Straße entlang taumete.
00:12:06: Die Person war so verunsichert vom Verhalten dieses Autos, dass sie sich teile des Nummernschildes notierte.
00:12:12: Dieses Fahrzeug wurde von der Polizei jedoch nie untersucht, geschweige denn gefunden.
00:12:17: Patrick wurde zuletzt gesehen, als er nach links in eine Seitenstraße abbog, gefolgt vom erwähnten Fahrzeug.
00:12:24: Danach gibt es keine Sichtungen mehr.
00:12:27: Seine Leiche wurde zwei Monate später am Eingang zum New York Haber, dem großen Hafen gefunden, zwölfmal entfernt von der Stelle, an der er zuletzt lebend gesehen wurde.
00:12:37: Patrick wurde nur mit Jeans und Socken bekleidet gefunden, mit dem Gesicht nach oben im Wasser treibend etwas, das für Unfallertrinkende eigentlich ungewöhnlich ist.
00:12:46: Der Privathermittler Kevin Gannon untersuchte den Fall und stellte anhand vom Beweisfotos einschließlich der sichtbaren Hautablösungen an Patricks Körper fest, dass er unmöglich die gesamten zwei Monate im Wasser gewesen sein konnte.
00:12:59: Wahrscheinlicher sei, dass er nur etwa vier Tage im Wasser lag.
00:13:02: Zusätzlich hatte er Spuren am Hals, die mit Striemen durch ein Seil und mit Erhängen oder Strangulationen übereinstimmen.
00:13:09: Gennin erklärte, Zitat, Patricks Tod war kein Unfall.
00:13:13: Er wurde verfolgt, entführt, eine Zeit lang festgehalten, ermordet und entsorgt.
00:13:20: Todd Gieb, damals, zwanzig Jahre alt, verschwand am frühen Morgen des zwölften Juni, zweitausendfünf, nach einer Lagerfeuerparty.
00:13:27: In der Nacht gief er mehrere seiner Freunde an, aber nur einer nahm ab.
00:13:31: Todt sagte diesem Freund, er sei auf einem Feld, bevor das Gespräch abbrach.
00:13:36: Seine Leiche wurde drei Wochen später in einem See in der Nähe des Partyortes gefunden.
00:13:41: Einem See, der bereits mehrfach von Familie, Freunden und Suchteams mit Bodenradar komplett abgesucht worden war.
00:13:47: Das mysteriöse an diesem Fall, Todt wurde aufrecht im Wasser gefunden, mit Schultern, Hals und Kopf über der Wasseroberfläche, als würde er einfach dort stehen.
00:13:57: Das Wasser war flach, er hätte problemlos stehen können, ohne vollständig unterzugehen.
00:14:02: Die Polizei stufte den Tod trotzdem als accidental Drowning, also versehentliches Ertrinken ein.
00:14:09: Zwar hatte Tod Eichhol im Blut, aber nicht genug, um zu erklären, warum er in einem hüftiefen Wasser ertrunken sein sollte.
00:14:15: Zusätzlich fand man Antidepressiv an seinem Körper, obwohl er nicht dafür bekannt war, solche Medikamente einzunehmen.
00:14:21: In der Nähe auf einem Baum wurde ein eingeritztes Smiley Face entdeckt.
00:14:26: Außerdem, so sagt Todts Familie, soll jemand später einen Smiley-Sticker auf Todts Grabstein angebracht haben.
00:14:34: Der einzwanzigjährige Lukas Hommen verschwand am neunzwanzigsten September, in La Crosse, Wisconsin, während des örtlichen Oktoberfest.
00:14:42: Er verließ mit einem Freund gegen zwanzig Uhr eine Bar, doch irgendwie trennten sich die beiden.
00:14:48: Lukas Kumpel landete später mit einer Kopfverletzung im Krankenhaus, konnte sich aber nicht erinnern, wie das passiert war.
00:14:55: Ein Polizeihund verfolgte eine Spur zu einem Van, der einem Bandmitglied gehörte, einer Band, die in derselben Bar spielte, doch weder der Van noch der Besitzer wurden weiterhin untersucht.
00:15:05: Lukas Kumpel wurde später wegen Behinderung der Justiz angeklagt, weil er der Polizei gegenüber behauptete, sich an nichts zu erinnern, aber verschiedenen Personen widersprüchliche Geschichten über den Abend erzählt hatte.
00:15:17: Eine Version lautete, Lukas kriegt in eine Auseinandersetzung und rannte weg.
00:15:22: Eine andere Theorie lautete, dass Lukas dabei erwischt wurde, wie er an den Wänen von der Band urignierte und deshalb von einem der Mitglieder angegriffen wurde.
00:15:30: Drei Tage später, am zweiten Oktober, wurde die Leiche von Lukas im Fluss Mississippi gefunden.
00:15:36: Laut offizieller Autopsy war die Ursache akute Alkoholintoxikation.
00:15:40: Externe Spezialisten untersuchten den Fall jedoch selbst.
00:15:44: Bobby Jacken, ein Unterwasserforensiker Marty Ludis, ein Spezialist für Schuhabdrücke und William Moore, ein Werkzeug- und Spurenexperte.
00:15:53: Alle drei kamen gemeinsam zu dem Schluss, dass Lukas nur etwa drei Stunden im Wasser gewesen sein könnte und nicht die ganzen fünfzig Stunden, in denen er verschwunden war.
00:16:03: Moore und Ludis fanden zudem eine Vertiefung auf Lukas Stirn, die einem Stiefelabdruck ähnete, als hätte jemand absichtlich seinen Kopf mit dem Fuß heruntergedrückt.
00:16:12: In der Nähe seines Körpers befand sich wie bei den anderen Fällen und hier diesmal auch dokumentiert, ein Smiley-Face-Graphitee.
00:16:20: Am fünfundzwanzigsten Januar, zwei Tonne siebzehn gegen dreinzwanzig Uhr dreißig machte sich der dreinzwanzigjährige Dakota James auf den Heimweg, nachdem er mit Freunden unterwegs gewesen war.
00:16:30: Auf Kameraaufnahmen ist zu sehen, wie er in Richtung seiner Wohnung geht und schließlich in eine dunkle Gasse einbietet.
00:16:37: Als Dakota am nächsten Tag nicht zur Arbeit erschienen, wurde er von seinem Arbeitgeber als vermisst gemeldet.
00:16:42: Dakota's Familie wollte die Polizei einschalten, bekam jedoch die Antwort, dass man erst nach zweiundseitig Stunden etwas tun könne.
00:16:50: Vierzig Tage später wurde seine Leiche im Ohio River gefunden.
00:16:55: Die Polizei kam zu dem Schluss, dass er betrunken von einer Brücke gefallen sei.
00:17:00: Die Ermittler behaupteten außerdem, dass Dakota's Körper etwa sechzehn Kilometer flussabwärts getrieben und durch einen kleinen Damm gelangt sein muss.
00:17:08: In der erwähnten Oxygen-Doku spricht der Leiter des erwähnten Dammes und erklärt eindeutig, Zitat, wenn hier ein Körper irgendwie durchkommt, wo eigentlich nur Fische durch können, dann definitiv nicht mehr intakt, sondern in Einzelteilen.
00:17:23: Das ist schlichtweg unmöglich.
00:17:26: Trotzdem zeigte sein Körper keinerlei Verletzungen.
00:17:29: In einem nahegelegenen Unterführungsbereich war ebenfalls ein Smiley-Face aufgesprüht.
00:17:34: Dakota's Familie bezweifelt die offizielle Erklärung.
00:17:37: Er war ein guter Verfassung, sportlich und Kapitän seines Schulschmimmteams.
00:17:42: Auch das Schicksal von Dakota James ist bis heute ungeklärt.
00:17:48: Ein Jahr später, am zehnten Januar, feierte Tommy Booth in Woodland, Pennsylvania, den einzwanzigsten Geburtstag eines Freundes.
00:17:56: Er ist auf der Überwachungskamera beim Betreten der Bar zu sehen, aber nicht beim Verlassen.
00:18:01: Zwei Wochen später wurde sein Körper Kopfüber in einem Bach hinter der Bar gefunden.
00:18:05: Er hatte angeblich keine sichtbaren Verletzungen.
00:18:09: Auch sein Tod wurde als wahrscheinliches Ertrinken Probable Drowning eingestuft.
00:18:14: Dieser juristische Begriff deute die jedoch nicht auf eine endgültige Ursache hin, was Fragen aufwirft, wie der Fall überhaupt geschlossen werden konnte.
00:18:23: Dieser Bach war über Wochen hinweg mehrfach durchsucht worden, ohne Ergebnis und plötzlich war seine Leiche dort.
00:18:30: Detective Kevin Dennen und Dr.
00:18:32: Lee Gilbertzen inspirierten die Stelle und stellten fest, sorgfältig arrangierte Zweige rund um den Körper, Schleifspuren im Schlammen, Fußabdrücke und an einer nahegelegenen Wand unter dem Terrassenbereich der Bar, ein Smiley Face.
00:18:54: Bereits in dem Jahr, das FBI erklärte, dass es keine Beweise gefunden hat, die Verbindungen zwischen diesen tragischen Todeswellen stützen würden oder Beweise, die die Theorie untermauern, dass diese Todeswelle das Werk eines oder mehrerer Serienmörder sein.
00:19:10: Das Center for Homicide Research veröffentlichte in dem Jahr, ein Bericht, der die Theorie der Smiley Face Killer als Urban Legend, also gruselige Internet Theorie bezeichnete.
00:19:21: Ich habe den Bericht selber gelesen und kann ihm im großen Teil zustimmen.
00:19:25: Für mich bleiben aber trotzdem viel zu viele offene Fragen.
00:19:29: Der Bericht verweist auf die Inkonsistenzen der angeblichen Smiley Face Signaturen, die fehlende Einheitlichkeit der Symbole und die generelle Allgegenwertigkeit dieses Symbols.
00:19:38: Das Verblassen der Graffitifarbe an mehreren Tatorten wird als Beweis gewertet, dass die Symbole schon lange vor den jeweiligen Todesfällen dort gewesen seien.
00:19:48: Ein weiterer Punkt, Tötungen durch Ertränken sind extrem selten.
00:19:52: Und wenn sie vorkommen, dann meist in Fällen in den Eltern ihre eigenen Kinder ertränken.
00:19:58: Der Bericht erklärt dazu, dass kaltes Wasser, wie in den Fällen James und Patrick, leichen konservieren und die Zersetzung verlangsamen kann.
00:20:06: Er verweist außerdem auf einen Polizeibericht aus La Crosse, Wisconsin, der von Herbst, zwei Tonne, sechs bis Februar, zwei Tonne, zehn erstellt wurde.
00:20:15: Laut diesem Bericht, den ich übrigens auch ausführlich gelesen habe, hielten Polizeistreifen über fünfzig eikulisierte Personen davon ab, nachts am Fluss entlang zu gehen.
00:20:24: Zwischen nineteenhundert, siebenneutzig und zweitausendzehn seien neun eikulisierte Männer im Collegealter in den umliegenden Flüssen ertrunken.
00:20:32: Der Bericht geht auch auf unser psychologisches Bedürfnis nach Erklärungen und damit meiner persönlichen Theorie, warum True Crime generell so erfolgreich und in Anführungszeichen beliebt ist ein und sagt Im Laufe der Geschichte musste die Gesellschaft immer wieder Monster erschaffen, sogenannte Folk Devils, um das Unerklärliche zu erklären.
00:20:52: Tötungsdelikte und andere Todesfälle werden zu Mysterien.
00:20:56: Dieses Informationsvakuum wird zum Nährboden für Gerüchte, Mythen, Legenden und alle Formen der Monsterbildung.
00:21:04: Am Ende stehen dort mehr Fragen als Antworten.
00:21:08: Ist die Smiley Face Killer Theorie real?
00:21:10: Sind Dakota James und Todd Gieb einfach ertrunken oder sind sie zwei Opfer von vielen?
00:21:16: Wir werden es wahrscheinlich nie erfahren.
00:21:18: Doch all das ist jetzt schon einige Jahre her.
00:21:21: Jetzt, ganz aktuell in diesem Jahr, gibt es erneut eine mysteriöse Reihe an Todesfällen, diesmal in ein und demselben Gewässer.
00:21:29: Und der ehemalige NYPD-Leiter Kevin Gannon hat sich natürlich erneut zu Wort gemeldet.
00:21:34: Über
00:21:36: den letzten Monat hast du wahrscheinlich eine Geschichte oder zwei hier auf News eighty-eight-seven über die Bedingungen, die sich in einigen Houston-Biohörungen umsetzen, viele ohne eine clear cause von Tod.
00:21:47: In September waren sechs Menschen im Houston-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs-Biohörungs.
00:22:01: Authorities insist, there is no confirmed link between the cases and have sought since to tamp down those concerns.
00:22:08: Then, on Wednesday morning, another body was found along the wide oak bayou, bringing the total up to seven in the last month.
00:22:15: In Houston
00:22:17: Bay, einem fünfundneinzig Kilometer langen Wasserlauf durch Houston, Texas, gibt es dieses Jahr eine dunkle Strömung, lautet die Schlagzeile in The New York Times.
00:22:27: Nach offiziellen Angaben des Harris County Institute of Forensic Science wurden in diesem Jahr bislang mindestens achtundzwanzig Menschen in den Wasserwegen der Stadt tot aufgefunden.
00:22:36: Fast dreimal so viele wie die neuen Todesfälle.
00:22:38: im gleichen Zeitraum des Jahres ist es zwei-tausenddreinzwanzig und vier mehr als im gesamten Jahr, zwei-tausendvierundzwanzig.
00:22:45: Verantwortliche der Stadt Houston spielen Spekulationen über einen möglichen Serienkiller herunter, aber Kevin Gannon sagt, er glaube, dass auch diese Todesfälle miteinander verbunden sein können.
00:22:55: Zitat, wir haben noch nie zuvor solche Ertrinkungszahlen gesehen, besonders nicht, dass an ein und demselben Ort quasi jeden zweiten Tag jemand ertrinkt, sagte er gegenüber Fox News Digital.
00:23:06: Spekulation und Angst begannen am fünftzehnten September als die Leiche von Jade McKissick, einer zwanzigjährigen Studentin der University of Houston, im Brace Bay in der Nähe des Campus gefunden wurde.
00:23:19: McKissick war Universitätsführerin und Social Media Redakteurin.
00:23:23: Eine Autopsy zeigte keine Anzeichen von Gewalt oder Trauma, doch Ursache und Art ihres Todes bleiben bis heute unklar.
00:23:31: Am selben Tag wurde auch die Leiche von Rodney Chapman, einem dreinvierzigjährigen Militärveteran, im selben Gewässer gefunden.
00:23:38: Dieser Fall wird aktuell weiterhin untersucht.
00:23:41: In den folgenden Tagen tauchte eine weitere Leiche im White Oak Bay auf und drei weitere in Buffalo Bay.
00:23:48: Beiträge in den sozialen Medien über einen möglichen Serienkiller nahmen daraufhin stark zu.
00:23:53: Insgesamt wurden in diesem Monat sieben Leichen aus den Kanälen geborgen, sechs davon innerhalb von weniger als zwei Wochen.
00:23:59: Gennen untersucht Daten, Uhrzeiten und Orte sowie weitere Details, um einzuschätzen, ob er glaubt, dass die Smilies, so wie er sie nennt, beteiligt sein könnten.
00:24:08: Und das Muster passe in Houston, größtenteils, sagte er, mit Ausnahme der Tatsache, dass einige der Opfer über sechzig Jahre alt waren.
00:24:17: Das ist eine Abweichung und nicht das typische Alter unserer mehr als siebenhundert potentiellen Opfern, sagte er.
00:24:24: Aber das bedeutet nicht, dass sie nicht auch ältere Menschen töten könnten.
00:24:28: Momentan fühlen sie sich ziemlich unantastbar und glauben sie können ungestraft handeln, weil die Polizei nicht angemessen reagiert.
00:24:35: Die Behörden in Houston haben jedoch erklärt, dass sie keinerlei Hinweise auf einen Serienkiller im Zusammenhang mit den in diesem Jahr geborgenen Leichen gefunden haben.
00:24:43: Die Polizei sagte, dass die Toten sowohl Männer als auch Frauen seien und ein Alterspektrum von Menschen in den Zwanzigern bis hin zu den Sechzigern abdecken.
00:24:52: Es gibt keinen Hinweis und ich wiederhole keinen Hinweis, dass irgendeiner dieser Fälle miteinander verbunden ist, sagte Justins Polizeichef No Diaz letzten Monat vor der Presse.
00:25:03: Justens Bürgermeister John Whitmire bezeichnete die Todesfälle als Besorgniserregend, betonte aber, dass Ertrinken in den zweitausendfünfhundert Meilen langen Bay der Stadt kein neues Phänomen sei.
00:25:14: Er rief zur Geduld auf, während die Polizei ermittelt und vermutete, dass Drogen oder Eikoholmissbrauch unter Obdachlosen ein Faktor sein könnte.
00:25:22: Leider landen Obdachlose, wenn sie sterben, oft im Bay, sagte er und deutete an, dass manche sogar von anderen Obdachlosen hineingeworfen werden könnten.
00:25:31: Der pensionierte NYPD-Sergeant Joseph Giacalone, heute Professor für Strafjustiz an der Penn State Lehigh Valley und ein Skeptiker der Smiley Face Theorie, bezeichnete die Aussagen des Bürgermeisters jedoch als verfrüht.
00:25:45: Zitat, man hat sechzehn Leichen, da kann man nicht einfach sagen, alle sterben, alle werden in den Fluss geworfen und alle sind obdachlos, sagte er zu Fox News digital.
00:25:55: Man weiß nicht einmal, ob diese Menschen überhaupt aus der eigenen Stadt stammen, jeder Fall müsste einzeln untersucht werden.
00:26:01: Für jede einzelne Leiche braucht man eine individuelle Autopsy und eine vollständige toksikologische Untersuchung, sagte er weiter.
00:26:08: Gerichtsmediziner könnten zudem feststellen, ob die Opfer bereits vor dem Kontakt mit Wasser tot waren oder ob sie tatsächlich ertrunken sind.
00:26:16: Es gibt keine Hinweise darauf, dass ein Serienkiller in Houston auf freiem Fuß ist, erklärte Bürgermeister John Whitmire am XXV September.
00:26:25: Captain Salem Zia, Leiter der Mordabteilung der Stadtpolizei, betonte, dass man keine typischen Muster unter den Opfern feststellen könne.
00:26:32: Es reicht über alle Kategorien hinweg.
00:26:35: Geschlechter, Ethnien und Altersgruppen, sagte er.
00:26:38: Laut dem Gerichtsmediziner waren von den gefundenen Leichen, fünfzehn Afroamerikaner, sechs Weiße und drei Hispanics.
00:26:46: Die überwiegende Mehrheit waren Männer und die Altersgruppe reichte von vierzehn bis neunsechzig Jahren.
00:26:52: Trotz der alarmierenden Zahl der Todesfälle und der intensiven öffentlichen Spekulation betonten die Behörden in Houston weiterhin, dass keine Hinweise auf einen Serienmörder vorliegen.
00:27:01: Diese Fälle sind vielfältig, die Hintergründe unterschiedlich und bislang fehlt jede eindeutige Verbindung zwischen den Opfern.
00:27:08: Dennoch zeigt die aufgeheizte Stimmung, gerade im Social Media Bereich, wie schnell sich in Momenten der Unsicherheit Narrative herausbilden, die mehr auf Angst als auf belegbaren Fakten basieren.
00:27:34: im bayerischen Aschau.
00:27:36: Unberührt seit dem Tag, als die Polizei zu Besuch kam und den Bewohner
00:27:41: mitnahm.
00:27:42: Sebastian Tee, angeklagt, verurteilt und weggesperrt für einen Mord ohne Beweise.
00:27:48: Keine Tatwaffe, keine Blutspuren, kein Geständnis.
00:27:51: Dennoch sitzt er im Knast, weit weg von zu Hause.
00:27:55: Seiner Mutter bleiben nur ein paar Briefe.
00:27:57: Ich bete und hoffe, dass das alles bald ein Ende hat.
00:28:02: Ich liebe euch und vermisse dich sehr, dein
00:28:06: Sebastian.".
00:28:09: Für die Ermittler, Ankläger und Richter ist Sebastian von Anfang an der Hauptverdächtige im sogenannten Eiskellermord.
00:28:17: Das Todesopfer, eine junge Frau, die in der gleichnamigen Diskothek feierte.
00:28:23: Dieses Foto zeigt Hannah Weh, kurz bevor sie unter mysteriösen Umständen stirbt.
00:28:29: Mehrere Zeugen sagen gegenüber der Polizei aus, sie hätten in der Nähe einen Jogger gesehen.
00:28:36: Man hat eine sechzigköpfige
00:28:37: Ermittlerkommission gegründet und wollte unbedingt einen Täter haben.
00:28:42: Und da kam der Arm mit Jogger
00:28:44: gerade recht.
00:28:45: Dann hat man sich eine Geschichte ausgedacht
00:28:47: und das reicht in Bayern zur Verurteilung.
00:28:50: Der Jogger ist Sebastian Thi und die Geschichte handelt von
00:28:54: Mord.
00:29:00: Ähnlich komplex präsentiert sich auch der Blick nach Deutschland, insbesondere auf den Fall der Studentin Hannah, deren Leichnam ebenfalls zwölf Kilometer weiter von ihrem Ort des Verschwindens im Wasser gefunden wurde.
00:29:11: Dieser Fall wurde nun im Rahmen des sogenannten Eiskellerprozesses erneut öffentlich diskutiert.
00:29:18: Auch hier prallen Ermittlungsstand, öffentliche Wahrnehmung und offene Fragen aufeinander.
00:29:23: Die Parallelen zu der USA sind nicht in den Umständen selbst zu suchen, sondern viel mehr in der Dynamik.
00:29:30: Wenn ein Todesfall im Wasser ungeklärt bleibt, entsteht ein Raum, in dem Fragen lauter werden als Antworten.
00:29:36: Diese Fragen wurden nun zumindest teilweise geklärt.
00:29:40: Die einzwanzigjährige Hannah Burndell war in der Nacht zum dritten Oktober-Zweiteren-Zweinzwanzig nach einer Party-Nacht in der Aschauer-Disco-Eiskeller tot im Fluss Prien mit mehreren Verletzungen entdeckt worden.
00:29:52: Einige Wochen später wurde ein junger Mann namens Sebastian T. festgenommen und später wegen Mordes angeklagt.
00:29:58: Im März, verurteilte ihn das Landgericht Traunstein in einem Wagenindiziumprozess wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neun Jahren.
00:30:07: Der Bundesgerichtshof hob das Urteil aber wegen eines Verfahrensfehlers auf, so dass der Fall Ende September neu aufgerollt wurde.
00:30:15: Die Verteidigung ging von einem Unfall aus, die Verletzungen vor allem am Kopf und am Oberkörper zog sich Hannah ihrer Ansicht nach zu, als sie rund zwölf Kilometer im Flustrieb.
00:30:25: Der damals Angeklagte war schon zu Prozessbeginn auf freiem Fuß, da Gutachten die Glaubwürdigkeit einer wichtigen Zeugenaussage in Zweifel gezogen hatten.
00:30:33: Das Verfahren fand aus Platzgründen im Amtsgericht Laufen statt.
00:30:37: Richterin Will äußerte Verständnis dafür, dass das Ergebnis des Prozesses, der die Frage, wie Hannah zu Tode kam, nicht klären konnte, unbefriedigend sei.
00:30:45: Sie sprach der Familie von Hannah tiefstes Mitgefühl aus.
00:30:49: Im neuen Prozess hatte nun selbst die Staatsanwaltschaft Freispruch gefordert, weil Sebastian Thiel die vorgwoffene Tötung nicht habe nachgewiesen werden können.
00:30:57: Die Verteidigung argumentierte, dass im erneuten Verfahren die Unschuld des jungen Mannes klar bewiesen worden sei.
00:31:03: Der Prozess habe zwar nicht aufklären können, was mit Hanna geschehen ist, sagte Will, er habe aber geklärt, dass der Angeklagte nicht verurteilt werden könne.
00:31:11: Für dieses Verfahren, für dessen Nichtschuldspruch ist die Frage, ob es ein Unfall geschehen oder fremdverschulden war, nicht mehr von Relevanz.
00:31:20: Denn vermeintliche Geständnisse des Angeklagten Dritten gegenüber hätten in diesem reinen Indizienprozess vor Gericht nicht standgehalten.
00:31:27: Eine Freundin von Sebastian T., die bei der Polizei von einem Geständnis des Angeklagten berichtet hatte, nannte Richterin Will Unglaubwürdig.
00:31:35: Der mittlerweile dreiundzwanzig Jahre alte Sebastian muss laut der Entscheidung des Gerichts für die bisherige Haft entschädigt werden.
00:31:41: Ich wünsche Sebastian an dieser Stelle alles Gute und eine seelische Aufarbeitung.
00:31:52: Also ich glaube, es stand irgendwie so unter Schockstarre.
00:31:55: So kann man das wirklich zusammenfassen.
00:31:57: Also keinerlei Reaktionen beim Urteilen.
00:32:04: Das ist eigentlich das, was man so
00:32:07: lange gewartet
00:32:08: hat.
00:32:09: dass sie wieder
00:32:10: rausgekommen,
00:32:12: als freier Mann, mit hoffentlich allen Zweifeln, die beseitigt sind.
00:32:19: Alles zu diesem Fall hört ihr übrigens ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab dem, ab.
00:32:54: Das ganze Mysterium rund um die Smileyface-Model ist einer der ersten, die ich so ganz bewusst im Truecoin-Bereich wahrgenommen habe und ehrlich gesagt immer noch extrem interessant und auch gruselig finde.
00:33:05: Was man natürlich deutlich sagen muss, um auch journalistisch korrekt zu bleiben, das Ganze ist wie im Bericht des FBI, den ich euch übrigens auch verlinken werde, richtig gesagt bisher nur eine Urban Legend, also einer dieser wirklich gruseligen Internet-Theorien, von denen es ja unzählige gibt.
00:33:22: Viele Dieser Fälle sind wenig bis gar nicht dokumentiert und die erwähnten Smiley Graffitis existieren eigentlich nur durch Hörnsagen oder sie waren halt eben tatsächlich am Pfund Ort, allerdings ohne ein Beleg, wann und wie sie dorthin gekommen sind.
00:33:37: Ich denke, das Symbol eines Smiley Gesichtes in der Graffitti-Welt ist sehr, sehr bekannt und wird irgendwie allgegenwärtig überall hingespült und diese Graffitis können einfach eben schon am Tatort gewähnt sein, lange bevor diese Fälle überhaupt passiert sind.
00:33:52: Es gibt eben keinen einzigen Fall, wo wirklich klar bewiesen ist, dass ein Graffiti nach einem leichten Fund dann quasi in einer Nacht- und Nebelaktion von den eventuellen Tätern angebracht wurde.
00:34:02: Zum Beispiel durch Kameraaufnahmen oder durch andere Handyvideos.
00:34:06: Es gibt dort einfach keinen einzigen Beweis für.
00:34:09: Ich hatte es ja auch schon in der Folge angesprochen, dass nach meiner Ansicht nach die Menschen für Unerklärliches von Natur aus einfach Antworten suchen und sich diese dann eben auch zurechtlegen.
00:34:20: so wie es für sie halt am besten passt.
00:34:22: Das ganze Thema, das in der True Crime Szene ein Serienmörder Zeichen dalässt, um sich selber heimlich zu zeigen, basiert glaube ich immer noch stark auf der BTK-Mord-Serie.
00:34:34: Also damals in der Dennis Raider den Behörden unter der Presse dann immer wieder seine Signatur schickte.
00:34:40: Ganz einfach um das Mysterium irgendwie weiter am Leben zu halten, weil er es auch einfach sehr genossen hat, dass die Presse und die öffentliche Aufmerksamkeit voll auf ihn gerichtet ist.
00:34:49: Ich kann es daher absolut nachvollziehen, dass dieser Theorie auch heute immer noch heiß diskutiert wird und so ganz abwegig finde ich sie ehrlich gesagt auch nicht.
00:34:58: Ganz im Gegenteil habe ich irgendwie schon häufig darüber nachgedacht, ob es nicht im heutigen Zeitalter mit moderner Technik, Serienmörder bzw.
00:35:06: organisierte Gruppen gibt, die eben genauso handeln und denen das Morden dadurch vielleicht sogar leichter gemacht wird, ohne gefasst zu werden.
00:35:13: Da bin ich mir fast sicher, dass es sowas tatsächlich aktuell irgendwie gibt.
00:35:18: Was ich aber auch ganz deutlich sagen möchte ist, dass viele dieser Fälle einfach viel zu wenig Aufmerksamkeit bekommen, geschweige denen von der Polizei vernünftig aufgearbeitet werden.
00:35:28: Einige werden, finde ich, einfach viel zu schnell als Unfall abgetan, bei denen sich dann nach harte Arbeit mit Angehörigen und Privatermittlern herausstellt, dass es eben doch ein Mord war.
00:35:39: Das ist absolut schrecklich für die Familien und an dieser Stelle gebe ich Kevin Gannon absolut recht.
00:35:44: Jeder Einzelne, auch wenn es noch so viele sind, muss eindeutig optiziert und ermittelt werden und auch mit einem toxikologischen Befund einfach, um sicher zu sein, dass niemand dafür verantwortlich ist, sondern es eben nur ein tragischer, trauriger Unfall war.
00:36:00: Unfälle dieser Art passieren regelmäßig, gerade bei den Menschen, um die es hier geht, also junge, aber auch alte Männer im alkoholisierten Zustand, die sich dann nach Partys an Gewässern aufhalten.
00:36:11: Ich nehme das Ganze wahrscheinlich nochmal etwas anders wahr, da ich es leider im entfernten Bekanntenkreis selber vor einigen Jahren mal erleben musste, dass ein entfernter Kumpel ebenfalls auf genau diese Art und Weise ums Leben gekommen ist.
00:36:24: Auch er wollte stark betrunken, am Wasser nach Hause laufen und wurde dann leider drei Wochen später im Fluss tot aufgefunden.
00:36:32: Das war so der Punkt, wo ich mich viel damit beschäftigt habe und mittlerweile auch weiß, dass es dafür eine relativ simple medizinische Erklärung gibt.
00:36:41: Das Ganze nennt sich Miktion Syncope und beschreibt eigentlich den Vorgang, wenn Männer alkoholisiert Wasser lassen und durch den kurzen Blutdruckabfall für einen kurzen Moment bewusstlos werden.
00:36:53: Viele Männer tun dies nun mal leider an Gewässern, das weiß man und genau deswegen ist es eben so gefährlich, wenn man dann im Wasser landet und gerade im Winter dann einfach sofort unterkühlt.
00:37:04: Mit Sicherheit ist dies Die Erklärung für einige dieser Fälle, aber genauso ist es bei einigen anderen eben klar, dass definitiv eine Fremdeinwirkung stattgefunden hat.
00:37:13: Und das muss, finde ich, einfach glasklar aufgeklärt werden, um die Verantwortlichen zur Rechnenschaft zu ziehen.
00:37:19: Ich wünsche den Angehörigen all dieser Fälle an dieser Stelle, dass sie irgendwann Antworten bekommen auf all ihre offenen Fragen und... Ich bin sehr gespannt, ob sich gerade in Houston, Texas, bei der aktuellen Serie, die, finde ich, schon sehr besorgniserregend ist.
00:37:34: Vielleicht doch noch herausstellt, dass ein oder mehrere Personen dort ihre Finger im Spiel haben.
00:37:40: Ich halte euch bei Instagram auf jeden Fall auf dem Laufenden.
00:37:42: Schaut dort natürlich gerne meinen Stories vorbei.
00:37:45: Ich werde dort immer mal wieder was zu posten, wenn ich dort was Interessantes finde.
00:37:49: Und auf meinem Podcastkanal an soft.podcast seht ihr wieder alle Fotos zu diesem Fall.
00:37:55: Schaut dort auf jeden Fall gerne vorbei.
00:37:58: An dieser Stelle, ihr Lieben, würde ich sagen, hören wir uns zur nächsten Folge wieder.
00:38:02: Diese wird wieder ein Interview beinhalten mit einem sehr interessanten Menschen, mit dem ich ganz lange gesprochen habe, der mir ganz, ganz viele interessante Dinge aus seiner langen beruflichen Erfahrung erzählen konnte.
00:38:14: Diese Dinge werden euch definitiv auch interessieren und ja, da bin ich jetzt gerade schon dran, freue mich sehr darüber.
00:38:20: Wünsche euch an dieser Stelle einen wundervollen ersten Advent bzw.
00:38:25: bald zweiten Advent eine schöne vorweihnachtliche Zeit mit euren Liebsten.
00:38:30: Genießt es, bleibt gesund und sicher und wir hören uns in zwei Wochen wieder.
00:38:36: Bis bald.
00:38:40: Das war Unsolved, Mord verjährt nicht.
00:38:44: Ein Podcast von Sebastian Lemke und German True Crime.
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