Folge #2 Mord an Silvester - Wer tötete Kirsty Bentley?

Shownotes

Neuseeland, Silvester 1998. Es ist Sommer, die Luft flimmert über den Straßen von Ashburton, einem ruhigen Ort auf der Südinsel. Die Menschen bereiten sich auf das neue Jahr vor – auf das letzte Jahr vor dem neuen Jahrtausend. Und niemand ahnt, dass in diesen Tagen ein Verbrechen geschieht, das das Land bis heute beschäftigt. Am 31. Dezember verschwindet die 15-jährige Kirsty Bentley, während sie ihren Hund spazieren führt. Nur wenige Stunden später wird das Tier gefunden – verängstigt, aber unverletzt. Von Kirsty fehlt jede Spur. Was folgt, ist eine der größten Suchaktionen in der Geschichte Neuseelands. Hunderte Freiwillige durchkämmen Wälder, Flüsse und Felder. Die Ermittler stehen unter enormem Druck, die Medien berichten täglich. Doch je länger die Suche dauert, desto mehr Fragen bleiben offen. Warum wurde Kirstys Tasche so sorgfältig versteckt? Warum war die Leine des Hundes um einen Baum geschlungen? Und warum widersprechen sich zentrale Aussagen in der Familie? Diese Folge beleuchtet die letzten Stunden von Kirsty Bentley – und die gesellschaftliche Stimmung eines Landes kurz vor dem Millennium. Eine Zeit, in der Neuseeland als sicher galt, in der Verbrechen wie dieses schlicht unvorstellbar waren. Es ist die Geschichte eines Verschwindens, das nicht nur eine Familie zerstörte, sondern auch das Vertrauen einer ganzen Generation erschütterte. Ein Fall, der bis heute ungelöst ist – und der zeigt, wie dünn die Linie zwischen Alltag und Albtraum manchmal sein kann. Heute in Folge 2 von Unsolved.

Danke euch fürs zuhören 🤍

Alle Fotos bei instagram: unsolved.podcast / germantruecrime

Quellen: https://www.nowtolove.co.nz/news/local-news/cold-cases-nz/ https://www.thesun.co.uk/news/32323071/kirsty-bentley-murdered-new-zealand/ https://www.nzherald.co.nz/nz/kirsty-bentley-cold-case-narrows-to-10-suspects/EZIBJTFYP7J7V27CZJLWYKEF3A/ https://www.stuff.co.nz/national/crime/129422287/farmer-adamant-he-saw-kirsty-bentley-and-her-killer-with-a-green-commer-van https://www.odt.co.nz/news/national/potential-new-suspect-emerges-kirsty-bentley-case https://www.nzherald.co.nz/nz/kirsty-bentley-murder-brother-john-bentley-speaks-on-ashburton-cold-case/URNQ7YMSHOJGTVOV73BYSJTGIE/ https://www.rnz.co.nz/news/national/474404/lawyer-sounds-warning-over-100-000-kirsty-bentley-murder-reward

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00:00:02: Es ist ein heißer Nachmittag an diesem eindreißigsten Dezember, in der Kleinstadt Ashburton im Süden Neuseelans.

00:00:11: Ganz zu thirty-four Grad zeigt das Thermometer.

00:00:14: Der letzte Jahreswechsel des zwanzigsten Jahrhunderts, bevor es in die Goldene in zweitausender gehen soll.

00:00:19: Während in den Radios Baby One More Time von Britney Spears rauf und runterläuft, sitzen die Menschen vor globigen Röhrenbildschirmen und tippen ihre ersten E-Mails ins noch junge Internet.

00:00:29: Bill Clinton ist US-Präsident und in Deutschland hat gerade der neue Kanzler Gerhard Schröder das Ruder übernommen.

00:00:35: Die Welt steht zwischen Aufbruch und Unsicherheit, zwischen Hoffnung und Technikäuphorie und der Angst vor dem sogenannten Millennium-Bug, der angeblich alle Computer lahmen liegen könnte.

00:00:46: In Neuseeland ist gerade Sommer.

00:00:48: Während einige Familien ihre Grills anwerfen und das erste kalte Bier öffnen, bereiten sich andere auf Gartenpartys und Feuerwerk vor.

00:00:56: Über der Stadt liegt die drückende Hitze eines scheinbar sorglosen Tages.

00:01:00: An diesem Nachmittag fährt die elfjährige Sarah Ward mit ihrem Fahrrad die Chamlers Avenue entlang nicht weit vom Fluss entfernt.

00:01:07: Die Bewohner von Canterbury suchen mit ihren Hunden im Wasser Abkühlung, Picnic-Decke liegen im Schatten der Bäume und auf dem nahegelegenen State Highway One rauscht der Urlaubsverkehr vorbei.

00:01:17: Sarah winkt einem jungen Mädchen, das gerade an Haus Nummer zwanzig vorbei geht.

00:01:21: Das Mädchen kennt sie gut, Kirstie heißt sie.

00:01:25: Fünfzehn Jahre alt, mit ihrem hellblonden Haar und dem vertrauten Lächeln.

00:01:29: Sie führt ihren Hund Abby an der Leine, wie so oft in Richtung Fluss.

00:01:33: Doch was Sarah an diesem Moment nicht weiß, sie wird die letzte Person sein, die Kirsty noch lebend sieht.

00:01:39: Aus einem unbeschwerten Sommertag in einer Kleinstadt wird bald einer der rätselhaftesten Codecases Neuseelans, einen Fall, der bis heute Fragen offen lässt.

00:01:48: Heute in Folge zwei von Ansoft.

00:01:50: Ich bin fest davon überzeugt, dass Menschen, die Gewaltverbrechen verüben, nie wirklich ungestraft davon kommen.

00:02:04: Das Gericht mag sie freischprechen.

00:02:06: Aber, ob es das Gewissen ist, Karma oder das Universum, sie werden irgendwann für das bestracht, was sie getan haben.

00:02:25: Sie sind jetzt identifiziert und verlangen zu Missing-Teenager Kirstie Bentley.

00:02:38: Mörder, Abduction oder Missing?

00:02:40: Sie suchen für Missing-Achburton-Teenager Kirstie Bentley.

00:02:43: Und der Körper wurde von einem Bereich nahe der Rekaya River entfernt.

00:02:47: Es ist Kirstie Bentley's Körper, das gefunden ist.

00:03:23: Schon ihre Geburt ist schwierig, durch eine erdlich bedingte Epilepsy muss ihre Mutter während der Schwangerschaft Medikamente nehmen.

00:03:30: Cursedi kommt abhängig zur Welt, kämpft mit Atemnot und Herzproblemen.

00:03:34: Doch schon bald erholt sie sich, schneller als die Ärzte erwartet hatten.

00:03:38: Das Leben in der South Street ist bescheiden, aber behütet.

00:03:41: Trotzdem beschreibt Jill später, sie habe öfter ein ungutes Gefühl gehabt, eine Art Vorahnung, dass ihrer Tochter eines Tages etwas zustoßen könnte.

00:03:49: Vielleicht, weil sie sie bei der Geburt beinahe verloren hätte.

00:03:53: Trotz dieser Sorgen wachsen Kersti und ihr Bruder in einer liebevollen und unbeschwerten Umgebung auf.

00:03:58: Ihre beste Freundin Lien erinnert sich später, sie war voller Energie, kreativ und es war nie langweilig mit ihr.

00:04:04: Ende deiner Zeit ist Kersti fünfzehn Jahre alt.

00:04:08: Sie besucht das Ashburton College, ist freundlich, höflich und für ihre gute Erziehung bekannt.

00:04:14: Drogen, Alkohol oder Zigaretten interessieren sie nicht, so haben Jill und Sidney es ihr beigebracht.

00:04:20: Trotzdem ist sie auf jeder Klassenfahrt, jeder Pyjama-Party dabei, immer mittendrin im Leben.

00:04:25: An Silvester, dem einendreißigsten Dezember, kurze bevor Jill um neunhundertreißig zur Arbeit geht, spielt Kirstie ihr ein Lied vor.

00:04:34: Eines, das ihrer Meinung nach Gefühle für Graham offert, die neue Liebe ihres jungen Lebens ausdrückt.

00:04:40: Der Höhepunkt des Tages soll werden, dass Graham zum Abendessen kommt und anschließend bei ihr übernachtet.

00:04:45: Jill hat sich damit abgefunden, dass die Beziehung zwischen den beiden nun wahrscheinlich etwas Ernstes wird.

00:04:49: Sit hingegen ist damit nicht glücklich, hat den Streit darüber aber längst verloren.

00:04:54: John kommt gegen Mittag von seinem Teilzeitjob auf einer Beerenfarm nach Hause, nur Hündin Abbey ist noch da.

00:04:59: Um dreizehn Uhr ruft Graham an, John nimmt das Gespräch entgegen.

00:05:03: Laut seiner Aussage ist Kirsty gegen vierzehnunddreißig zurück, nachdem sie wieder zu Hause ist, hört er sie in ihrem Zimmer.

00:05:09: Diese zeitlöcher Angabe wird nur eine von vielen später widersprüchlichen Angaben sein.

00:05:13: Er teilt ihr den Anruf von Graham mit und zieht sich selbst in sein Zimmer zurück, um Musik zu hören und fernzusehen.

00:05:19: John ist genau das Gegenteil seiner Schwester, ruhig, introvertiert und lieber am Computer als unter Menschen.

00:05:25: Kirsty hingegen schwärmt für Prince William, liebt Musik und Mode.

00:05:28: Die Geschwister verstehen sich, auch wenn sie selten Zeit miteinander verbringen.

00:05:33: Zur selben Zeit, in der John später aussagte, dass Kirsty bereits zurück sei, also gegen vierzehn und dreißig, telefonieren Kirsty und ihre Freundin Liane aus der College Bibliothek mit Lise Schwester Steph.

00:05:43: Könntest du uns nachher aus der Stadt abholen, fragt Lee, was Steph daraufhin bejaht.

00:05:47: Kirsty und Liane werden am Nachmittag noch von einer Ladenbesitzerin in einem Laden an der Stadt gesehen.

00:05:52: An dem Abend des einendreißigsten Dezember, nineteenhundertundneunzig stand Anita White in ihrem kleinen Laden an der Beach Road in Eschbütten, den sie seit fünfzehn Jahren gemeinsam mit ihrem Ehemann führte.

00:06:02: Während sie arbeitete, dachte sie bereits daran, später mit ihren Arbeitskollegen auf das neue Jahr anzustoßen.

00:06:08: Als sie am nächsten Tag mit der Polizei sprach, war ihre Erinnerung schon leicht verschwommen.

00:06:12: Sie erinnert sich jedoch daran, dass sie gerade im Hinterraum Eier abpackte, als Kirsty an diesem Nachmittag hereinkam und sich für fünfzig Cent Süßigkeiten zu kaufen.

00:06:20: Die Kasse zeigte tatsächlich einen Verkauf von fünfzig Cent um fünfzehn Uhr fünfzig.

00:06:24: Die Details fielen allerdings schwer.

00:06:26: Sie meinte, Kirsty habe einen schwarzen Cardigan und ein weißes Shirt getragen, konnte sich aber nicht erinnern, ob ihr Hund Abby dabei war.

00:06:33: Anita White kannte Kirsty sowohl als Kundin als auch von ihren regelmäßigen Spaziergängen mit den Hund in der Gegend.

00:06:40: Ich dachte oft, sie wirkte ein bisschen wie ein einsames Kind.

00:06:43: Sie war oft allein unterwegs, ein stilles, kleines Mädchen, sagt sie.

00:06:47: Ihre Beobachtung war typisch für viele Hinweise, die die Polizei bei Ermittlungen erhält.

00:06:52: Sie war wage und widersprach teilweise anderen Zeugenaussagen.

00:06:55: Doch wenn Wyatt mit ihrer Rinnerung richtig lag, dann lebte Kirsty um fünft und fünfzig noch.

00:07:00: Die Frage ist, kam sie auf dem Rückweg ihres Spaziergangs beim Laden vorbei oder war sie bereit zu Hause und ging dann noch einmal hinaus?

00:07:07: Und wieso erinnert sich John um halb drei Gehör zu haben, dass Custys zurück sei, obwohl sie dort noch in der Stadt war.

00:07:13: Die Zeitleister an diesem Tag ist sehr undurchsichtig und lückenhaft.

00:07:17: Custys Spaziergang mit Abby hingegen ist durch Augenzeugen sehr gut rekonstruiert.

00:07:22: Ihre übliche Route, die Ham State Road hinauf, am Ashburton River entlang vorbei am Thinwood Ponyhove und wieder zurück.

00:07:29: Eine Nachbarin sieht sie nach ihrer Aussage um kurz nach drei, als sie aus den Küchenfenster schaut.

00:07:34: Ein weiterer Nachbar namens Gary Marsh, mädt gerade seinen Rasen und sie cursed sie zusammen mit Abby ebenfalls.

00:07:39: Ein letztes Mal wird cursed sie dann von Sarah Ward auf dem Fahrrad gesehen.

00:07:43: Was als ein normaler Sommertag beginnt verwandelt sich für die Bandleys in eine Nacht des Schreckens.

00:07:48: John geht später an diesem Nachmittag nach unten, um sich etwas zu essen zu machen und bemerkt, dass Hündin Abby nicht mehr da ist.

00:07:55: Er geht davon aus, dass cursed sie mit ihr spazieren gegangen ist, wie sie es so immer nachmittags getan hat.

00:08:00: Als Graeum um sechzehnundzwanzig erneut anruft, beginnt John sich Sorgen zu machen.

00:08:04: Kirsty ist schon viel zu lange fort.

00:08:07: John sucht währenddessen das Haus ab, doch sie ist nirgends zu finden.

00:08:10: Er erinnert sich an den Spaziergang mit Abby und beruhigt sich zunächst.

00:08:15: Doch als sie gegen sechzehnundfünfzig immer noch nicht zurück ist, kippt die Stimmung.

00:08:19: Hätte John geahnt, dass es das letzte Mal ist, dass er seine Schwester leben sieht, hätte er sie vielleicht länger um Abend oder etwas anderes gesagt.

00:08:27: Doch er konnte nicht wissen, dass dieser Tag alles verändern würde.

00:08:41: Kurz nach siebzehn Uhr kommt Jill von der Arbeit nach Hause.

00:08:46: Als sie in die Einfahrt fährt, empfängt sie John mit den Worten, wo zu Hölle ist Kirsty.

00:08:51: Da ist es wieder das seltsame Bauchgefühl.

00:08:55: Mutter Jill spürt sofort, dass etwas nicht stimmt, dieses alte beklemmende Gefühl ist wieder da.

00:09:01: Das Gefühl, dass sie seit Kirstys Geburt begleitet.

00:09:04: Als sie das aufgeräumte Zimmer ihrer Tochter betritt, sagt sie später, habe sie einfach gewusst, dass etwas Schlimmes passiert sei.

00:09:11: Als Zitt kurz nach achtzehn Uhr zur Tür hereinkommt, ist sie bereits wieder da und sichtlich besorgt.

00:09:17: Nach einer kurzen Besprechung ruft Zitt gegen achtzehn Uhr zwanzig sofort die Polizei an, während Jill erneut hinausgeht, um weiterzusuchen.

00:09:23: Ein Anwohner kommt vorbei und erzählt Zitt, er habe einen Hundbellen gehört.

00:09:27: Zitt, der über Migräne klagt, muss sich auf den Weg dorthin übergeben.

00:09:31: Gemeinsam mit dem Mann sucht er das Flussupfer ab, leider vergeblich.

00:09:35: John ist bereits seit achtzehn Uhr unterwegs, um zu suchen und trifft Schließlich Jill auf dem Flussweg.

00:09:39: Gemeinsam kehren sie zurück, woraufhin die Polizei ihn mit dem Fahrrad durchschickt, um einen anderen Abschnitt des Weges abzusuchen.

00:09:46: Auch Sid zieht nach zwanzig Uhr erneut allein los.

00:09:49: Später sagt er, er habe zunächst die Umgebung abgesucht, sich dann aber entschieden, nach Wakani Beach zu fahren, etwa fünfzehn Minuten entfernt, um dort nach Spuren zu suchen.

00:09:57: Gegen zwanzig Uhr sammelt Sid ihn wieder ein und bringt ihn nach Hause.

00:10:00: Doch John bleibt nicht lange, er schließt sich anderen Suchtrupps an, unter ihnen sein Onkel und diese suchen weiter bis etwa zerodreißig in der Nacht.

00:10:34: Während um Mitternacht die Sektkorken knallen, die Feuerwerkskörper den Himmel erleuchten und die Menschen unwissend über das Verschwinden von Kersti auf das neue Jahr anstoßen, herrscht im Hause Leventlis pure Verzweiflung.

00:10:47: Sydney liegt mit Migränen im Bad, John ist immer noch unterwegs und sucht raus mit der Polizei nach seiner Schwester und Hündin Abby.

00:10:55: Nach einer Tasse Kaffee machen sich Sid und John gegen ein Uhr erneut auf den Weg.

00:11:00: Sie fahren den Flussweg, die Rugby-Plätze und die Industriegebiete ab bis etwa drei Uhr morgens.

00:11:06: Doch trotz all ihrer Bemühungen bleibt Kirsty wie vom Erdboden verschluckt.

00:11:11: Der Morgen des ersten Januar Nineteinneunzig ist für die meisten ein neuer Anfang nach einer tollen Nacht.

00:11:17: Für die Bentleys beginnt allerdings das schlimmste Jahr ihres Lebens.

00:11:21: Erspürten erwacht langsam.

00:11:23: Die Straßen sind leer, die Spuren der Silvester Nacht werden beseitigt.

00:11:27: Nur in der South Streets herrscht Unruhe.

00:11:31: Um Punkt acht Uhr startet die zweite große Suchaktion.

00:11:34: Dutzende freiwillige Nachbarn, die mittlerweile vom Verschwinden von Kirsty erfahren hatten, schwärmen zusammen mit Polizisten aus.

00:11:40: Diesmal entschlossener, aber auch mit wachsender Angst.

00:11:43: Gegen zehn Uhr macht Dave Sanders ein erfahrener Such- und Rettungshelfer eine seltsame Entdeckung.

00:11:49: Er bemerkt eine Spur aus niedergedrücktem, feuchtem Gras, die vom Weg abführt und stößt auf eine kleine Lichtung.

00:11:56: Dort, angebunden an einem Baum, sitzt Abby, Kirsty's Hund.

00:12:00: Sie bellt nicht, springt nicht auf, ganz im Gegenteil.

00:12:03: Sie sah so traurig aus, erinnert sich so unter später.

00:12:07: Doch als er Kirstys Namen sagt, stellt Abby sofort die Ohren auf.

00:12:10: Die Art, wie sie festgebunden ist, zeigt, dass sie zuvor von der Leine gelassen und dann bewusst wieder angebunden worden sein muss.

00:12:16: Das muss jemand getan haben, der den Hund kennt, denkt Zorn das in diesem Moment sofort.

00:12:21: Nur dreißig Minuten später folgt der nächste Fund.

00:12:24: In der Nähe von Ebys Platz liegt ein Kleidungsstück, genau gesagt Unterwäsche.

00:12:29: Mutter Jill erkennt sie sofort und identifiziert sie als die von ihrer Tochter.

00:12:33: Die Suche wird fortgesetzt, doch der Neujahrstag endet ohne Spur von Kirsty, aber mit einer beunruhigenen Vorahnung.

00:12:39: Etwas Furchtbares muss geschehen sein.

00:12:42: In der Nacht und am nächsten Morgen weitet sich die Suche aus.

00:12:45: Selbst die neuseeländische Armee hilft jetzt mit.

00:12:48: Zwei Wochen lang wird jeder Zentimeter des Flussuvers abgesucht, leider vergeblich.

00:12:53: Bis zum sechsten Januar hat die Polizei die Bentley-Familie in ein Motel unquartiert, um das Haus forensisch zu untersuchen.

00:12:59: Für Sid einen vielleicht etwas paranoiden und eigensinnigen Mann, der ohnehin schon glaubte, die Gesellschaft werde immer mehr von Den da oben überwacht, fühlt sich die Durchsuchung wie an Eingriff in seine Privatsphäre an.

00:13:11: Als ein Ermittler ihn bittet, freiwillig die Autoshüssel auszuhändigen, damit sie seinen Schwag untersuchen können, wirft Zitzi Wüten nach dem Polizisten und stimmt davon.

00:13:19: Sein ohnehin angespanntes Verhältnis zur Polizei ist danach endgültig komplett zerstört.

00:13:36: Über zwei Wochen später, am siebzehnten Januar neunzehnundneinzig, fast drei Wochen nach Custis verschwinden, geschieht das, womit einige eventuell schon gerechnet haben.

00:13:46: Zwei Männer, John Watts und Brandon Wallhalla, sind in der Gegend von Camp Gully, einem sehr verwachsenden Campingplatz unterwegs.

00:13:53: Eigentlich, um nach illegalen Marihuana-Pflanzen zu suchen und diese abzuähnten.

00:13:58: Unter einer Böschung entdecken sie ein Haufen Äste und Gestrüp, darunter eine Leiche.

00:14:04: Sie ist stark verwest und zusammengekauert in Embryonalstellung.

00:14:08: Die kurz darauf eingetroffene Spurensicherung vermutet die Identität vorerst anhand der Kleidung und der blonden Haare.

00:14:15: Ein DNA-Test bestätigt dann später die traurige Gewissheit.

00:14:18: Es ist Kirsty Bentley.

00:14:20: Sie trägt das schwarze Top und den Wickelrock, die ihr Bruder zuletzt an ihr gesehen hatte.

00:14:25: Der hochgeschobene Rock, die fehlende Unterwäsche und deutliche Abwehrverletzungen deuten auf ein sexual Verbrechen hin.

00:14:31: Rechtsmediziner Peter Ryan stellt später fest, Kirsty starbt durch eine einzige stumpfe Gewalteinwirkung auf den Hinterkopf zwischen fünfzehn und neunzehnto dreißig am Tag ihres Verschwindens.

00:14:42: Ob sie sexuell missbraucht wurde, lässt sich wegen dem starken Verwesungsgrad nicht mehr sicher feststellen.

00:14:47: Mit dem Fund der Leiche beginnt dann die zweite Phase der Ermittlungen, die Suche nach dem Täter.

00:14:53: Eine Suche, die sich über Jahrzehnte ziehen wird.

00:14:57: Eine lange Liste potenzieller Verdächtige entsteht und jede einzelne muss überprüft und ausgeschlossen werden.

00:15:03: Einer von ihnen ist der kräftig gebaute Farmarbeiter Barry Hubburn, damals fifty-two Jahre alt, inzwischen verstorben.

00:15:09: Er ist dafür bekannt, regnemässig mit seinem Schäferhund entlang des Flusswegs zu spazieren und wurde auch in der Gegend gesehen.

00:15:15: Hepburn galt als geistig auf dem Stand eines jungen Teenagers.

00:15:19: Auffällig ist, am Neujahrstag erscheint er nicht zur Arbeit und als man ihn das nächste Mal sieht, ist er ungewohnt gepflegt, gewaschen und frisch rasiert.

00:15:27: Auch Charlie White aus der Stadt Rakaia gerät ins Visier der Ermittlungen.

00:15:31: Kurz nachdem Kirsti verschwunden ist, lackiert er seinen alten Fortfalken komplett neu um und soll sich außerdem mit der Beteiligung an ihrem Tod gebrüstet haben.

00:15:39: Die Polizei prüft ihn eingehens, doch er stellt sich als Wichtig-Tour raus und konnte auch ausgeschlossen werden.

00:15:45: Am Zweizwanzigsten Januar neunzehnundneinzig setzt die Polizei von Ashburton eine Belohnung von fünfzigtausend Dollar für Hinweise aus.

00:15:53: Doch die mediale Aufmerksamkeit ist inzwischen enorm.

00:15:56: Immer mehr Menschen melden sich, angebliche Zeugen, selbst der nannte Heldseer, und Trittbrettfahrer, viele von ihnen nur auf das Geld aus.

00:16:04: Falsche Spuren, widersprüchliche Aussagen und ihr Wege erschweren der Polizei, die Ermittlungen sauber zu führen.

00:16:10: Mit der Zeit wird klar, die Lösung liegt wahrscheinlich nicht irgendwo da draußen, sondern im engsten Umfeld der Familie Bentley.

00:16:17: Chefermittler Brian McCornehan und sein Team arbeiten Tag und Nacht.

00:16:22: Sie wissen, statistisch gesehen findet sich in der Mehrzahl aller Mordfälle der Täter im näheren Umfeld.

00:16:27: Bald rücken demnach also zwei Personen ins Krampenlicht, Custys Vater Sidney und ihr Bruder John.

00:16:33: Zuerst richtet sich die Aufmerksamkeit auf Sidney Bentley.

00:16:36: Seine Aussagen zum Tag des Verschwindens sind widersprüchlich.

00:16:40: Er behauptet, er habe am Silvestertag bis Mittags geschlafen und sei dann nach Castel Hill gefahren, um Besorgung zu machen und habe gegen vierzehn Uhr eine Autowerkstatt besucht, um sein defektes Radio reparieren zu lassen.

00:16:51: Als er nach Hause gekommen sei, habe ihn sofort die Nachricht vom Verschwinden seiner Tochter erreicht.

00:16:56: Doch ein Zeuge will Sidney zur Mittagszeit in Ashburton gesehen haben vor einem Hotel beim Kauf von Zigaretten.

00:17:02: Zu einer Zeit, zu der er laut eigener Aussage gar nicht dort sein konnte.

00:17:06: Der Zeuge beschreibt außerdem, dass der Mann mit englischem Akzent gesprochen habe, ein Detail das genau auf Sidney zutrifft.

00:17:13: Sidney wuchs in Workington auf einer Stadt im Norden Englands, die von der Eisen- und Stahlindustrie geprägt war.

00:17:19: Er wurde Ingenieur in der Handelsmarine und sein Schiff legte im Hafen von Timaru an, wo er in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Zeit in der Ende neunzehnundneunzebzig zog Jill dann zu ihm nach England und John wurde dort neunzehnundneunzebzig geboren.

00:17:53: Sid genoss das Leben auf See und war oft monatelang unterwegs, erklärte sich jedoch bereit, sich in Neuseeland niederzulassen, damit die Familie zusammen sein konnte.

00:18:02: Er fand eine Anstellung als Ingenieur in einer Kunststofffabrik in Ashburton und am achtzehnten Januar neunzehnundneinzeinachtzig wurde dann Kirsty geboren.

00:18:10: Kirsty war ein freundliches und fürsorgliches Mädchen, manchmal allerdings ein wenig empfindlich.

00:18:15: Sid vergötterte sie als Kind, doch als Kirsty in die Pubertät kam, kühlte sich ihre Beziehung allmählich ab.

00:18:22: Die Widersprüche und Sidney's Aussagen machen ihr mittler stutzig.

00:18:25: Auch Sidney's Verhalten fällt auf.

00:18:27: Zuerst hilft er bei der Suche, dann bricht er sie wegen Migräne ab.

00:18:30: Später will er sich noch einmal alleine in der Nacht auf die Suche gemacht haben.

00:18:34: Chef-Ermittler McCornehin stellt sich eine Frage, die viele im Team beschäftigt.

00:18:38: Was, wenn Sid in dieser Nacht gar nicht gesucht hat, sondern Spuren beseitigt hat?

00:18:43: Und was, wenn er selbst die Hündin Abby angebunden hat, weshalb sie so ruhig blieb, weil sie ihren Besitz erkannte.

00:18:49: Diese Fragen markieren einen Wendepunkt in den Ermittlungen.

00:18:52: Zum ersten Mal steht nämlich der Vater des Opfers selbst unter Verdacht.

00:18:56: Kurz darauf meldet sich eine Zeugen namens G-Lane Hudson.

00:19:00: Sie will Sidney's Auto gegen siebzehn Uhr an einer Tankstelle zwischen Ashburton und Camp Gully gesehen haben, also in der Nähe des späteren Fundorts der Leiche.

00:19:09: Als Sidney von dieser Aussage erfährt, ruft er die Frau persönlich an.

00:19:13: Er fordert sie auf, ihre Aussage zu überdenken, sein Ton in der Stimmlage ist scharf, beinahe drohend.

00:19:19: Dann fällt den Ermittlern auf, wie untypisch ruhig er reagiert, als sie ihm vom Leichenfund berichten.

00:19:24: Während Jill in Tränen ausbricht, stellt Sydney nüchterne Fragen, wo man sie gefunden habe, was sie getragen habe und in welchem Zustand die Leiche seiner Tochter sei.

00:19:33: Natürlich reagiert jeder Mensch anders auf Schock, doch für die Ermittler ist es ein weiteres Puzzleteil, eines das nicht ins Bild des trauernden Vaters passt.

00:19:42: Hinzu kommt auch noch Sidney's Alkoholproblem.

00:19:45: Bereits am sechsten Januar, nur wenige Tage nach Custis verschwinden, erleben ihn Polizisten betrunken und sehr aggressiv, als sie das Haus betreten und ihn nach den Autoschlüsseln fragen.

00:19:55: Er ist laut, aggressiv und kaum ansprechbar.

00:19:58: Jill bestätigt später, dass ihr Mann schon lange schwer alkoholkrank war.

00:20:02: Er konnte eine ½ Liter Flasche Scotch trinken und danach noch problemlos Auto fahren, sagte Jill später.

00:20:08: Wutausbrüche, Zerstörungswut, meist gegen Möbel, seltener gegen Menschen, gehörten zum Alltag im Hause Bentley.

00:20:15: In einem Interview im Jahre zwei Ton zwei gezielt Ney selbst zu, dass seine angeblichen Migräneanfälle in Wahrheit eigentlich jedes Mal ein starker Kater war, den er damit entschuldigt hat.

00:20:25: Angela Ruse, eine enge Freundin von Kirsty, erzählt, dass sie und Kirsty oft die Wochenenden miteinander verbrachten, abwechselnd in ihren beiden Häusern.

00:20:32: Ich war bei ihr quasi Teil der Einrichtung und sie bei uns genauso, sagte Ruse.

00:20:37: Sie erinnert sich, dass Jill eine stille, zurückhaltende Frau war, während Zitt meist in einem Sesse saß und Whisky aus einer Tassertrank.

00:20:44: Wenn er getrunken hatte, konnte er aggressiv werden, aber nie soweit, dass er jemanden geschlagen hätte.

00:20:49: John blieb die meiste Zeit in seinem Zimmer, John und Zitt kamen nie besonders gut miteinander aus.

00:20:54: Eigentlich glaube ich, kam niemand wirklich gut mit Zitt klar.

00:20:57: Against the Roos.

00:20:59: Ich denke genau deshalb kam Kirstie so gerne zu uns herunter.

00:21:02: weil wir einfach eine ganz normale Familie waren und sie sich wohl genau nach so etwas gesehen hat, ergänzt Angela ebenfalls in einem Interview mit Dessern.

00:21:11: Jill räumt außerdem ein, dass sie keine typische glückliche Familie waren, es war aber trotzdem eine Familie, die zusammenhält.

00:21:18: Zitat, ich hatte keine besonders enge Beziehung zu Sid, aber wir hatten unsere Routine.

00:21:22: John war Einzelgänger, aber ich habe es genossen, wenn er an den Wochenenden nach Hause kam.

00:21:26: Die beiden Kinder hatten gerade angefangen, sich gegenseitig zu respektieren, wie es mit dem Alter oft kommt.

00:21:32: Und wenn John zu Hause war, sah er mit Kirsty fern.

00:21:35: Sie waren aber grundverschieden, wie Tag und Nacht.

00:21:38: Jill sagt, Sitz Alkoholismus habe ihn von der Familie entfremdet, doch er arbeitete hart und blieb ein verlässlicher Versorger.

00:21:45: Er lebte in seiner eigenen nebligen Welt und meistens wusste ich nicht was in ihm vorging, sagte sie.

00:21:50: Er konnte mir gegenüber verbittert sein, weil ich keine Nähe zugelassen habe.

00:21:54: Auch seine Aussagen zum Silvestertag änderte er mehrfach.

00:21:58: Zuerst sagte er, er sei mittags in Castle Hill gewesen, später meinte er, er sei doch schon früher zu Hause gewesen.

00:22:03: Für die Ermittler gibt sich ein Bild aus Widersprüchen und Lücken, ein Netz, das sich langsam um Sidney zieht.

00:22:09: Im November, zwei Ton zwei ändert Sid seine Geschichte plötzlich erneut, angeblich, nachdem er sich den Kopf an einem Küchenschrank gestoßen hat.

00:22:17: In seiner neuen Version will er bereits gegen vierzehn und dreißig aus Quest Church zurückgekehrt sein.

00:22:23: Nur dreißig Minuten vor seinem eigenen Haus habe er sich dann entschieden, weiter nach Ober County Beach zu fahren, um sich von seiner Migräne zu erholen.

00:22:30: Kurz darauf nimmt Sid diese Aussage erneut zurück, verwirrend und für die Polizei ein klares Zeichen.

00:22:36: Diese Änderung zeigt, dass er von der ersten Nacht angelogen hat, sagte Detective Superintendent Greg Williams.

00:22:42: Er sagte, ich bin gerade den ganzen Weg aus Squice Church zurückgefahren, doch das scheint schlichtweg nicht zu stimmen.

00:22:48: Die Ermittler können Sitz Aufenthaltsort bis vierzehnunddreißig nachvollziehen und wissen, dass er gegen achtzehnundzwanzig den Notruf absetzt.

00:22:55: Doch was in diesen vier Stunden dazwischen geschieht, das ist bis heute umstritten, sagt Williams.

00:23:01: Er ist überzeugt, dass die Szene mit Hündin Abby gestellt wurde, um die Ermittlungen in die Irre zu führen.

00:23:06: Der Hund, so glaubt er, wurde erst gegen achtzehnunddreißig dort angebunden.

00:23:09: Es gibt keinen einzigen Hinweis, dass Kirsty jemals an dieser Stelle war.

00:23:13: Das war seltsam und passte einfach nicht zusammen.

00:23:16: Wer Abby dort zurückließ, muss die Gegend und Kirstys gewohnte Spazierwege gut gekannt haben.

00:23:22: Die angeblichen Sichtungen nach fünftonhochfünfzig im Laden und an der Dobson Street bleiben wichtig, aber nicht zweifelsfrei, da sich die Kleidungsbeschreibungen widersprechen.

00:23:30: William hält es für wahrscheinlich, dass Kirsty zunächst in schwarzen Trainingshosen und weißem Top unterwegs ist, dann nach Hause zurückkehrt und sich umzieht und später in den Klamotten hinausgeht, in den sie gefunden wurde.

00:23:42: Ihre Schuhe tragen keine Spuren des Flusswegs und ein weißes Unterhemd bleibt das einzige Kleidungsstück, das nie gefunden wird.

00:23:49: Eine zufällige Tat schließt Williams nicht aus, glaubt aber eher nicht daran.

00:23:53: Zitat, das passt nicht zur Art, wie Abby platziert wurde und nicht zu der vorsichtigen und in Anführungszeichen respektvollen Weise, der die Leiche versteckt wurde.

00:24:01: Das Köstchen nicht begraben war, deutet auf alle hin, doch die Wahl des Verstecks zeigt auch eine klare Absicht, dass sie nicht lange unentdeckt bleiben sollte.

00:24:09: Doch Sidney ist nicht der einzige Dänzvisier.

00:24:11: der Ermittler gerät, bald wird auch der Blick auf John verstärkt.

00:24:14: Ermittler Drew Williams entwickelt eine Theorie.

00:24:18: Ein Streit zwischen den Geschwistern, eine Kurzschlussreaktion und ein Schlag, der tödlich endete.

00:24:24: Danach so die Vermutung hätten Vater und Sohn gemeinsam versucht die Leiche zu beseitigen und Abby anzubinden, um die Tat zu vertuschen.

00:24:30: Ein pensionierter Detektiv, Chuck Burton unterstützt diese Theorie.

00:24:35: Er ist überzeugt, dass Kirsty von jemandem getötet wurde, den sie kannte, jemandem, dem sie vertraute.

00:24:40: Am elften Februar, neunzehnundneunzig, betritt Jill Bentley in Seelenruhe die Polizeiwache.

00:24:46: Sie hat alle Theorien gehört und alle Verdächtigungen.

00:24:50: Dann sagt sie klar und gefasst, ich habe mich mit allen Verdächtigen beschäftigt, auch mit meinem Mann und meinem Sohn.

00:24:57: Ich bin mir sicher, dass beide nichts mit dem Mord an meiner Tochter zu tun haben.

00:25:01: Für Jill sind es die zeitlichen Widersprüche, die nicht passen und die ehrliche Verzweiflung ihres Sohnes während der Suche.

00:25:09: Sie ist überzeugt, der Täter war ein Fremder.

00:25:23: Als die Ermittler das familiäre Umfeld langsam aus ihrem Fokus nehmen, öffnet sich eine neue Spur, eine, die erst jahre später wieder Bedeutung bekommt.

00:25:31: Russell Terry ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist, ist.

00:25:41: Doch ein paar Jahre später ändert sich sein Leben dramatisch.

00:25:44: In den letzten Jahren zahlt er seine Miete nicht mehr, bedroht sein Vermieter mit einer Waffe und wird verhaftet.

00:25:49: Nach einer Geldstrafe scheint er zunächst zur Ruhe zu kommen, doch sein Leben gerät weiter außer Kontrolle.

00:25:55: Er zieht nach Australien, kehrt zurück und betritt am ersten September, ein Gebäude des neuseeländischen Arbeitsamtes bewaffnet.

00:26:03: Wie in einer Hinrichtung erschießt er zwei Menschen, Peggy Noble und Susanne Lee Cleveland.

00:26:10: Ein Jahr später wird Russell Terry wegen dieses Attentats zu lebenslanger Haft verurteilt.

00:26:14: Doch was hat dieser Mann laut den Ermittlern jetzt mit Kirstie zu tun?

00:26:18: Zu Tatzeit, in der wir in dem Haus der Bentleys leben, wohnte er direkt gegenüber dem Haus.

00:26:22: Sein Name taucht sogar in den alten Ermittlungsakten auf, als Nachbar, der damals keine Aussage machen wollte.

00:26:28: Nach seinem Doppelmord prüft die Polizei seinen Profil erneut.

00:26:32: Die Frage liegt nah, war der Mord an Kirstie eventuell sein Erster, bevor er weitere unschuldige Menschen tötete?

00:26:38: Das Gebiet Camp Gully, in dem Custys Leiche gefunden wurde, war bekannt für illegale Marihuana-Pflanzen, aber auch als abgelegener Campingplatz.

00:26:45: So einer, auf dem er Hinterwettler leben.

00:26:48: Russell kämpfte dort regelmäßig und eine Zeugen seiner damaliger Fähre berichtet später, er sei kurz nach Neujahr, und plötzlich verschwunden.

00:26:56: Er sei halt über Kopf nach Australien ausgewandert, so als wolle er vor irgendetwas fliehen oder vor irgendwem.

00:27:05: Er zeigt sich kooperativ, nennt ein Alibi und behauptet, er habe zum Tatzeitpunkt gearbeitet.

00:27:11: Außerdem will er damals nicht mehr in der Straße der Bentleys gewohnt, sondern an einem Wohnwagen außerhalb der Stadt gelebt haben.

00:27:16: In den letzten Jahren wird auch er offiziell als Verdächtiger ausgeschlossen.

00:27:21: Damit bleibt in der Mittler nur noch eine letzte Spur.

00:27:24: Ein mysteriöser blauer Campervan, der kurz nach Cursies verschwinden in der Gegend gesehen wurde.

00:27:29: Mehrere Zeugen berichten von einem hellblauen alten VW-Wen mit dem Kennzeichen EP-IXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX Am siebzehnten März, ganz die zwanzig Jahre nach Kirsty ist tot, wird auch diese Spur nach mehreren Versuchen und Zeugen aufrufen, offiziell geschlossen.

00:28:25: Der Fall Kirsty Bentley bleibt auch heute, fünfzwanzig Jahre danach, ungelöst.

00:28:30: Die Ermittler prüfen bis heute DNA-Spuren in der Hoffnung, dass moderne Technik eventuell irgendwann Antworten liefert.

00:28:36: Doch für einen Teil der Familie Bentley kam diese Hoffnung leider zu spät.

00:28:41: Vor rund zehn Jahren, am fünften Jahrestag von Custis Tod, besuchte Ruth Cox eine von Custis damaligen besten Freundinnen, heute sieben, dreißig Jahre alt.

00:28:49: Das kleine rote Backsteinhaus an der South Street hundertfünftsechzig, wo Sid alleine lebte und im Sterben lag.

00:28:56: Er hatte Krebs.

00:28:57: Er sah aus wie ein Mann, der ein sehr hartes Leben hinter sich hatte, sagte sie später in einem Interview.

00:29:02: Im Inneren des mittlerweile etwas heruntergekommenen Hauses fand sie ihn in einem Sessel vor dem Fernsehsitzend.

00:29:08: Gemeinsam erinnern sie sich an die schönen Zeiten mit Kirsty, vor allem die Ruth, mit ihr in ihrer Kindheit erlebt hat.

00:29:14: Als sie sich verabschieden wollten, überreichte Sid ihr ein von der Sonne ausgeblichenes Foto von Kirsty in einem Holzrahmen.

00:29:21: Das war eine große Geste, sagte Ruth später.

00:29:24: Dieses Bild bedeutete ihm alles, er hätte es niemals irgendeiner von Kirstys Freundinnen einfach so gegeben.

00:29:30: Das Foto gehört zu den letzten Aufnahmen, die von Kirsty gemacht wurden.

00:29:34: Kirstie selbst fand, es lasse sie dick aussehen, aber Ruth mag es, weil sie doch auf glücklich und unbeschwert wirkt.

00:29:40: Ruth lebt heute immer noch in Erspürten und ist häufiger an dem kleinen roten Backsteinhaus in der Hundertfünfzigsten.

00:29:46: Wie einige andere von Kirsties Freundinnen fragte auch sie sich, ob Sid eventuell ein schreckliches Geheimnis mit sich herumgetragen haben könnte.

00:29:54: Sollte er tatsächlich eine Rolle bei Kirsties Tod gespielt haben, so ist sie überzeugt, dass er unsäglich darunter gelitten hätte.

00:30:00: Als sie an jenem fünftzehnten Jahrestag mit ihm über Kirsty sprach, hatte sie das Gefühl, dass Sid gut hat, endlich jemanden zu haben, mit dem er über sie reden konnte.

00:30:09: Ruth erinnerte sich, dass Kirsty ihr erzählt hatte, Sid könnte wütend werden, wenn er getrunken hatte, aber sie habe niemals erwähnt, dass er handgreiflich geworden sei.

00:30:17: Sie war auch entsetzt über die Art und Weise, wie Kirsty's Bruder John behandelt wurde, nachdem er als Verdächtiger galt.

00:30:23: Es war widerlich, sagte sie.

00:30:25: Zitat in Christchurch, als John wieder an der Uni war, besuchte ich ihn an den Wochenenden.

00:30:29: Wenn wir gemeinsam durch die Stadt gingen, spuckten Leute nach ihm oder schrien Beschimpfungen aus dem Autofenster.

00:30:34: Es war wirklich furchtbar.

00:30:36: Vater Sidney stirbt, an seinem Krebs und den Folgen seiner Alkoholsucht.

00:30:42: Er durfte nie erfahren, wer seine Tochter getötet hat.

00:30:45: Bis zuletzt lebte er im selben Haus mit Kerstis Urne im Garten.

00:30:49: Er sagte, er wolle ihr nah sein.

00:30:51: Gavin Briggs, ein ehemaliger Arbeitskollegin, ein guter Freund, saß im Krankenhaus an der Seite von Sid in der Nacht, als dieser im Juni-Zwz starb.

00:30:59: Auf keinen Fall war er daran beteiligt, sagte Briggs.

00:31:03: Zitat, er wurde bis zu einem gewissen Grad verfolgt, weil er ein leichtes Ziel war.

00:31:07: Ich würde für ihn meine Hand ins Feuer legen, sein Fehler war, dass er den Alkohol zu sehr sein Leben bestimmen ließ, erinnerte er sich.

00:31:14: Briggs und sein Bruder Roger waren die Inhaber von Rainer Irrigation, Sitz Arbeitgeber zur Zeit von Köstichs Tod.

00:31:20: Sitz arbeitete in der Werkstatt des Unternehmens an einer Drehbank und fertigte Teile für Bewässerungsanlagen.

00:31:26: Er galt als sehr geschickter und zuverlässiger Mitarbeiter.

00:31:29: Briggs sagt, Sitz Alkoholkonsum sei zwar aufgefallen, habe seine Arbeit aber nicht beeinträchtigt.

00:31:34: Ich habe im Laufe der Jahre viele verschiedene Charaktere eingestellt, sagte Briggs, man spürt instinktiv, wie man vertrauen kann.

00:31:41: Und Sitz war definitiv jemand, den man vertrauen konnte.

00:31:45: Kirsty war sein ganzer Stolz, daran besteht kein Zweifel, so wie er von ihr sprach.

00:31:50: Über John entgegen habe er so gut wie nie gesprochen.

00:31:53: Briggs Vertrauen in Sitz teilt Ermittler Greg Williams allerdings nicht.

00:31:58: Williams übernahm die Leitung der Ermittlungen, nachdem Detective Winter in eine andere Position nach Nelson versetzt worden war.

00:32:04: Heute ist Williams Detective Superintendent und Leiter der National Organized Crime Group.

00:32:10: Sein Szenario im Fall Kirsty Bentley sieht in etwa so aus.

00:32:14: Sid kam kurz nach szehn Uhr nach Hause und fand John vor, der Kirsty getötet hatte, möglicherweise versehentlich.

00:32:21: Gemeinsam wickelten sie den Leichnamen eine Plane und lohn sie auf Sid's Pickup Truck.

00:32:26: Sie fuhren dann zur Rakaia-Schlucht, um die Leiche sorgfältig zu verstecken.

00:32:31: John blieb währenddessen zu Hause, um sich um Jill zu kümmern.

00:32:35: Gegen achtzehn Uhr fünfzehn soll Sid zurückgekehrt sein.

00:32:38: Später hätten Sid oder John dann den Hund Abby in der Nähe des Weges platziert.

00:32:42: Als Williams diese Theorie Jill vorlegte, war sie fassungslos.

00:32:46: Die Vorstellung hat weh getan, sagte sie, aber ich war fest entschlossen, sie zu verstehen.

00:32:51: Sie glaubte jedoch, dass die Zeiteinteilung zu knapp ist, wenn man die etwa achtzig Minuten Fahrzeit für Hin- und Rückweg zur Rakaia schlucht und die Zeit für die Beseitigung der Leiche berücksichtigt.

00:33:00: Außerdem kann sie sich nicht vorstellen, dass Sid innerhalb weniger Minuten unmittelbar nach dem Tod seiner geliebten Tochter einen so durchdachten Plan hätte schmieden können.

00:33:09: Sid war ein stolzer Engländer, sagte sie, ich glaube nicht, dass er jemals an eine Vertuschung gedacht hätte.

00:33:14: Er war seiner Tochter unglaublich zugetan und wenn John verantwortlich gewesen wäre, bin ich überzeugt, er hätte sofort die Polizei gerufen und zu seinem Sohn gestanden.

00:33:23: Jill Bentley lebt heute längst wieder in England.

00:33:27: Nach der Scheidung kehrte sie in ihre Heimat zurück, heiratete neu und zog sich vollständig aus der Öffentlichkeit zurück.

00:33:33: Die Urne ihrer Tochter steht heute über den Kaminen, sie wurde nach dem Tod von Sidney und dem Verkauf des Hauses exhumiert.

00:33:39: Das kleine alte Backsteinhaus der Bentleys wurde nach dem Tod von Sid auf seinen Wunsch der gemeinnützigen Krebsforschungsstelle und der katholischen New Life-Kirche überschrieben.

00:33:49: Custis Bruder John ist heute ein vierzig Jahre alt, lebt im Ausland und schließt derzeit eine Doktorarbeit in Astronomie ab.

00:33:55: Ich versuche einfach mein Leben so normal wie möglich zu führen, ein guter Freundeskreis hilft dabei, sagte er.

00:34:01: Er weiß, dass er nach wie vor als Person von Interesse gilt und das frustriert ihn.

00:34:05: Leider konnte oder wollte mein Vater aus welchen Gründen auch immer sich nicht entlasten.

00:34:10: Dadurch konnte auch ich nie zu hundert Prozent entlastet werden, erklärte er.

00:34:14: Ich weiß, dass ich mit köstlichem Tod nichts zu tun habe, aber ich kann nichts tun, um meine Unschuld zu beweisen.

00:34:19: Ich muss warten, bis der Täter gefunden wird, dann wird sich automatisch auch meine Unschuld zeigen.

00:34:24: Er wurde nach eigenen Angaben drei oder vier Mal von der Polizei formell befragt, erinnert sich jedoch nicht daran, dass er auf mögliche Widersprüche besonders gedrängt wurde.

00:34:33: Ich erinnere mich, dass ich sie nicht habe weggehen sehen, aber ich glaube, ich habe das Gartentor zuschlagen hören, sagte er.

00:34:39: Ich weiß nicht mehr, ob sie zu mir gesagt hat, dass sie spazieren geht oder ob ich das einfach angenommen habe, als ich das Tor gehört habe.

00:34:45: Ich stehe immer noch zu hundert Prozent hinter dem, was ich damals bei den Befragungen gesagt habe.

00:34:50: Aus seinem Bauchgefühl heraus glaubt John nicht, dass sein Vater etwas mit Custis verschwinden und ihrem Tod zu tun hat.

00:34:56: Er war immer sehr stolz und manchmal übermäßig Prinzipien treu.

00:34:59: Wenn er etwas damit zu tun gehabt hätte, wäre er sofort zur Polizei gegangen und wenn ich es gewesen wäre, hätte er mich persönlich zur Polizeistation gebracht und gezwungen zu gestehen.

00:35:09: Weil das für ihn das Richtige gewesen wäre.

00:35:11: Wenn er ihn irgendeinerweise etwas angetan hätte, hätte er das niemals verbergen können.

00:35:16: Über die gegenseitigen Verdächtigungen sprachen Vater und Sohn nie.

00:35:20: Ich habe ihn nie gefragt, ob er es war oder was er an dem Tag gemacht hat und er hat mich auch nie gefragt, sagte John.

00:35:26: Ich denke, wir sind beide einfach davon ausgegangen, dass keiner von uns etwas damit zu tun hatte, also gab es auch keinen Grund, über das Offensichtliche zu reden.

00:35:33: Wie auch seine Mutter glaubt John, dass Sitzverhalten an diesem Tag möglicherweise peinlich, aber letztlich belanglos gewesen sei.

00:35:40: John beschreibt sich selbst als jemanden, der nicht besonders in das gesellschaftliche Leben von Ashburton eingebunden

00:35:45: war.

00:35:46: Ich habe mich nicht groß für die Dinge interessiert, die andere in meinem Alter gemacht haben.

00:35:50: Partys, Sport, Vereine.

00:35:52: Aber ich war kein Einsiedler.

00:35:54: In den Semesterferien bin ich oft zu Freunden gegangen oder habe einfach zu Hause herum gehangen.

00:35:58: John selber bezeichnet sich jedoch nicht als besonders gesellig, da unsere Familie insgesamt eher distanziert war, verbrachten meine Eltern die Abende meistens im Wohnzimmer.

00:36:07: Mein Vater beschwerte sich über alles Mögliche und meine Mutter reagierte kaum darauf.

00:36:12: Kirsty und ich hielten uns dann meistens in unseren Zimmern auf.

00:36:15: Als Kinder ging John und Kirsty sich oft auf die Nerven.

00:36:18: Kirsty wollte das beliebte Mädchen sein und es war ihr peinlich, einen Nerd als Bruder zu haben, erinnert er sich.

00:36:24: Aber als ich dann an der Universität war, wurde es plötzlich cool, ein Bruder an der Uni zu haben und sie konnte mich etwas besser ertragen.

00:36:31: Detective-Inspector Greg Morton, Leiter der Kriminalabteilung im Bezirk Canterbury, hat den Fall, dass er sich übernimmt.

00:36:38: Er prüft auch heute noch verschiedene Theorien.

00:36:40: Lange hatte er noch eine mögliche Verbindung zu Russell Tully, dem Attentäter von Ashburton, gesehen.

00:36:46: Dem Täter hat er zwei Menschen erschoss.

00:36:50: Doch Tully hat, wie mittlerweile belegt, ein stichhaltiges Alibi.

00:36:54: Auch Jason Frandy, ein Einzelgänger aus Waymate, einer benachbarten Stadt, der in den Anhalterinnen und Anhaltern tötete und sich anschließend selbst das Leben nahm.

00:37:02: Gerät kurzzeitig in den Fokus wird jedoch auch ausgeschlossen.

00:37:06: Myrton sagte, die Polizei verfüge über bisher unveröffentlichte Hinweise, die Rückschlüsse darauf zulassen, welche Art von Täter infrage kommt.

00:37:14: Ich glaube, ein einziger Hinweis, die richtige Information von der richtigen Person könnte den Fall lösen, sagte er.

00:37:20: Es bleiben viele Fragen offen, war es eine Entführung vom Flussufer, ein Ortsansässiger oder jemand auf der Durchreise, ein Nachbar oder jemand, der Kirstygut kannte.

00:37:30: Es wäre enorm befriedigend, diesen Fall endlich aufzuklären, nicht nur für Jill, Kirstys Familie und Freunde, sondern auch, weil es ein Rätsel ist.

00:37:39: Ich persönlich möchte unbedingt wissen, was wirklich passiert ist, sagte Mölton.

00:37:44: Neuseeland erinnert sich an Kirsty Bentley als das Opfer eines schrecklichen, unaufgeklärten Verbrechens.

00:37:50: Freunde wie Jasmine Richardson, die Kirstys Begeisterung für die Backstreet Boys und ihre Schwärmerei für Prince William teilten, erinnern sich auf eine persönliche Weise an sie.

00:37:59: Sie war einfach unschuldig, so möchte ich sie in Erinnerung behalten.

00:38:02: Dieses unschuldige Mädchen, das Winnie-Pooh liebte, die Backstreet Boys und einfach eine gute Freundin war.

00:38:08: An jedem Neujahr denke ich nicht nur an das neue Jahr, sondern auch an sie.

00:38:13: In zwanzig Jahren gab es keinen einzigen Moment, in dem ich nicht in den Himmel geschaut und ihr ein frohes neues Jahr gewünscht habe.

00:38:20: Und selbst wenn in weiteren zwanzig Jahren der Fall immer noch ungelöst ist, so werde ich sie niemals vergessen.

00:38:25: Jasmine sagte, die Schuldigen zu finden, wäre der einzige Weg, dass Kirsty endlich Frieden findet.

00:38:31: Detective Inspector Greg Morton ist nun für die Akte verantwortlich.

00:38:45: Eine Geschichte wie diese endet fast zwangsläufig mit Worten, die man schon so oft gehört hat.

00:38:51: Jemand da draußen weiß etwas und die Polizei wird niemals aufgeben.

00:38:56: Ein vielversprechendes Leben wurde ausgelöscht, bevor es richtig begonnen hatte.

00:39:00: Ein Code Case, in dem vielleicht Geheimnisse mit ins Grab genommen wurden.

00:39:05: Die Bedeutung einer Aufklärung, damit die Familie endlich abschließen kann.

00:39:10: Dass diese Worte abgedroschen klingen, macht sie nicht weniger wahr und nicht weniger bewegend.

00:39:15: Nur ein Klischee wurde bisher nicht erwähnt, dass Perfekte verbrechen.

00:39:19: Jemand ist mit dem Mord an Kirsty Bentley davon gekommen, bis jetzt.

00:39:24: Gute Nacht, mein Kind, sagt Jill jeden Abend leise, bevor sie zu Bett geht.

00:39:29: Ihr Blick fällt auf das Foto neben der Urne, welches auch Sid zu Hause noch stehen hatte.

00:39:34: Für Mutter Jill ist es die perfekte Erinnerung.

00:39:37: Ein warmer Sommertag, Kirsty lacht in die Kamera, lebensfroh und voller Energie.

00:39:43: Einer jener selten Momente, die man einfach nicht vergisst.

00:39:47: In diesem Lächeln auf diesem Foto lebt Kirsty für immer weiter.

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